Handelsstreit mit China USA verhängen weitere Strafzölle

Donald Trump wirft China vor, Produkte mit regelwidrigen staatlichen Subventionen auf den Markt zu bringen. Nun hat seine Regierung das Land mit drastischen Strafzöllen belegt.

US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping
REUTERS

US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping


Im sich zuspitzenden Handelsstreit mit China hat die US-Regierung weitere Strafzölle verhängt. Künftig sollen bestimmte Edelstahlprodukte aus China mit einem Strafzoll von 174 Prozent belegt werden, wie Handelsminister Wilbur Ross in Washington mitteilte. Auf bestimmte Polyester-Produkte sollen Importeure künftig mehr als 40 Prozent bezahlen. Die Produkte würden mit regelwidrigen staatlichen Subventionen auf den Markt gebracht.

Bei den Produkten handelt es sich um Spezialerzeugnisse mit einem relativ kleinen Handelsvolumen. Experten gehen aber davon aus, dass die Handelsstreitigkeiten mit China und anderen Ländern erhebliche Auswirkungen haben könnten. US-Präsident Donald Trump reist in der nächsten Woche mit einer hochrangigen Delegation, darunter Handelsminister Ross, Finanzminister Steven Mnuchin und Außenminister Rex Tillerson, zum Weltwirtschaftsforum nach Davos.

bam/dpa



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Skakesbier 18.01.2018
1. Chinesen sind
seit Jahrzehnten Weltmeister im Kopieren (hier mittlerweile klarer Sieger gegen Japan u. Südkorea) und seit mindestens einem Jahrtausend Nullitäten im Erfinden. Aber wenn man denen Firmen wie Volvo verscherbelt und an zahlreichen sog. Joint-Ventures beteiligt, darf man sich nicht wundern, wenn selbst die Chinamänner technologisch 'aufdrehen'.
wanniii 19.01.2018
2. Richtige Reaktion...
Die chinesische Regierung subventioniert ziemlich alle Industriebereiche, vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt, die, wirtschaftlich sinnlos politisch jedoch enorm wichtig, auch auf Lager produziert werden. Die Lagerhallen gibt es nicht nur im fernen China, sonder liegen z. T. in europäischen (griechischen) und afrikanischen Häfen, in denen chinesische Firmen 'investieren.' Der Rest der Welt unterstützt mit 'Schnäppchen-'Einkäufen bei Alibaba, DHgate und sogar ebay diese agressive wirschaftliche Expansionspolitik, durch das staatlich subventionierte Preisdumping bleiben nicht nur deutsche Firmen auf der Strecke... Europa muß zum Wohl der eigenen Wirtschaft auf solche Bedrohungen viel schneller und effektiver regieren.
thequickeningishappening 19.01.2018
3. Subventioniert wird ueberall
Spitzenreiter ist Die EU! Das Grundnahrungsmittel Mexicos, Mais, wird aus den USA (subventioniert) importiert waehrend die heimischen Bauern pleite gehen! Die größte Waffe im globalen Wettbewerb ist Die Waehrung (man beachte den Kursverlauf des US Dollar seit Trump's Amtsantritt)!
bigbubby 19.01.2018
4. Nicht so laut schreien
China ist da, wo Deutschland zum Anfang der Industriellen Revolution stand. Erst war man schlechte Kopierer. Dann wurde man immer besser. Irgendwann besser als das Original und dann fing man an selber zu erfinden. Daher wäre ich vorsichtig so abfällig von Chine zu reden. Die sind gerade dabei den wechsel zu machen, besser zu werden und selbst zu erfinden. Man schau sich nur mal angemeldete Patente an. China macht sich, während Dtl. sich viel auf vergangenen RUhm ausruht.
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