IWF Eine Million Prozent - Inflation in Venezuela vor neuem Höchststand

Die Situation ist vergleichbar mit dem Preisverfall in der Weimarer Republik: In Venezuela könnte die Inflation schon bald auf eine Million Prozent ansteigen, prognostiziert der Internationale Währungsfonds.

Krankenpflegerinnen in Venezuela demonstrieren für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen
DPA

Krankenpflegerinnen in Venezuela demonstrieren für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen


Das von einer schweren Wirtschaftskrise geplagte Venezuela steuert nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf eine Inflation von einer Million Prozent bis zum Ende dieses Jahres zu.

Die Situation in dem südamerikanischen Land sei vergleichbar mit dem Preisverfall in der Weimarer Republik in Deutschland im Krisenjahr 1923, erklärte der IWF in einem Ausblick für lateinamerikanische Staaten. Zudem prognostizierte er einen Fall des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2018 um 18 Prozent.

Wegen Misswirtschaft, Korruption und des relativ niedrigen Ölpreises leidet der sozialistische Staat seit Jahren unter einer schweren Wirtschafts- und Versorgungskrise. Zwar gibt es dort die größten Ölreserven der Welt, doch immer mehr Menschen hungern. Es fehlt an Devisen, um Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs zu importieren.

Video: Mein Leben unter Maduro

dbate.de

bam/dpa



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Freiberufler63 24.07.2018
1. Chaves und Maduro haben die Wirtschaft abgeschafft
Das Problem fällt jetzt nur wegen fehlender Devisen auf. Die beiden Chefs haben seit 1999 systematisch die eigene Wirtschaft zerstört, also wirtschaftlichen Suizid begangen. Im Zusammenhang von Venezuela von einer Wirtschaftskrise zu sprechen entspräche also einer Gesundheitskrise nach Harakiri. Das Einzige was Venezuela helfen kann, ist wenn in Venezuela wieder die Demokratie eingeführt wird und wenn möglich Maduro für seine Verbrechen vor Gericht gestellt wird.
eckawol 24.07.2018
2. Wie schön es in Venezuela sein kann
dank Chavez und Maduro, kann man auf der Homepage der Botschaft von Venezuela in Berlin lesen . Unter anderm siehe auch : http://www.botschaft-venezuela.de/de/index.php/noticias/589-solidaritaet-mit-dem-bolivarischen-venezuela-berliner-resolution-verabschiedet
mac1969 24.07.2018
3. Maduro der unfähige Aggressor
Vor wenigen Jahren noch ließ die "sozialistische" venezolanische Regierung ihre Armee in die kaum besiedelte Westhäfte des Nachbarlandes Guyana einmarschieren, nach dem alten Rezept "mit dem Anzetteln eines Krieges kann man nicht nur verlorengeglaubte Wahlen gewinnen, sondern auch enorme Mengen an Gütern rauben". Das bettelarme Guyana kann sich allerdings eine richtige Armee gar nicht leisten, so stieß man kaum auf Gegenwehr und hatte eher mit der weglosen Urwaldwildnis zu kämpfen. Zu rauben fand man im Urwald auch nix. Maduro befahl, an die dort lebenden 25% guyanischen Einwohner venezolanische Pässe auszugeben. Die wurden dann in der Regel weggeworfen oder gar nicht erst angenommen, wenn überhaupt die dazugehörige Logistik funktioniert hat. Maduros nächster Schritt war, Arbeitslose aus Nachbarländern mit einer Art Sozialhilfe ins Land zu locken, die ihn dann größtenteils gewählt haben. Deren Sozialhilfe dürfte nun auch der Millionen-Prozent-Inflation zum Opfer fallen... Neuerdings gibt es seit einigen Monaten wieder Meldungen von venezolanischen Soldaten in Guyana ... allerdings kommen sie nun wegen unbehandelter Krankheiten oder einfach nur weil sie hungern. Und die Oppositionsführer sitzen im Gefängnis. Nun gut, Verbrecher beherrschen so manches Land in der 3. Welt. Was mich aufregt ist, daß einige Politiker der deutschen Partei "Die Linke" einerseits NATO und Bundeswehr abschaffen wollen, andererseits die russische Freischärlerarmee im Donezk sowie Leute wie diesen Maduro anhimmeln. Und vor allem daß es speziell hier in Ostdeutschland so viele gibt die sowas auch noch wählen !
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