Nachfolge von Frank Bsirske Ver.di-Kommission für Frank Werneke als künftigen Gewerkschaftschef

In der Gewerkschaft Ver.di hat sich ein wichtiges Gremium auf einen Vorschlag für den künftigen Chef festgelegt. Laut einem Bericht plädiert die Findungskommission für Frank Wernecke als Nachfolger für Frank Bsirske.

Frank Werneke
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Frank Werneke


In einem Jahr will die Gewerkschaft Ver.di einen neuen Chef wählen. Eine Vorentscheidung ist schon jetzt gefallen. Eine Findungskommission habe sich einhellig auf Frank Werneke als künftigen Chef festgelegt, berichten "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten". Werneke ist seit 2003 stellvertretender Ver.di-Chef.

Der baden-württembergische Bezirkschef Martin Gross bestätigte den beiden Zeitungen demnach den Vorschlag der Findungskommission. Die Landesbezirksleitung freue sich über deren Vorschlag und unterstütze ihn ausdrücklich, wird Gross zitiert.

Der amtierende Chef Frank Bsirske wird im September kommenden Jahres abtreten. Der 66-Jährige ist seit 2001 Ver.di-Vorsitzender und damit der dienstälteste deutsche Gewerkschaftschef.

Ver.di-Chef Frank Bsirske
DPA

Ver.di-Chef Frank Bsirske

Auch über die künftigen stellvertretenden Ver.di-Chefs hat die Findungskommission schon beraten. Demnach werden Christine Behle, Leiterin des Bundesfachbereichs Verkehr, und die bisherige Vize und Leiterin des Fachbereichs Postdienste, Andrea Kocsis, als gleichberechtigte Stellvertreterinnen vorgeschlagen.

Ver.di wollte den Bericht nicht kommentieren. Eine Sprecherin verwies darauf, dass der Gewerkschaftsrat im November den Vorschlag der Findungskommission beraten werde. Dann finde die Nominierung für die Ver.di-Führungsspitze statt.

Gewählt werden muss der neue Vorsitzende auf dem nächsten Bundeskongress im September kommenden Jahres in Leipzig.

Die Zustimmung gelte als Formalie, hieß es in dem Zeitungsbericht. Auch Bsirske selbst werbe dem Vernehmen nach intern für den 51-jährigen Werneke als seinen Nachfolger. Die Ver.di-Beschäftigten würden seit Dienstag darüber informiert.

mmq/dpa

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BettyB. 12.09.2018
1. Vorschlag ohne Alternative
Irgendwie hört sich das nach Hinterzimmerkungelei an, die einen Vorschlag ergibt, für den es keine Gegenkandidaten gibt. Besser klänge, wenn wenigstens die ins Auge gefassten Kandidaten für die Stellvertreterposition als gleichwertige Kandidaten für den Vorsitz vorgeschlagen würden und somit eine nicht nur eine Wahl, sondern eine Auswahl möglich wäre.
doke969 12.09.2018
2. Schlechter kanns nicht werden
Es stellt sich doch ganz offensichtlich aufgrund der Fakten die Frage, für was diese Gewerkschaft gut ist. Jahr für Jahr liegen die Abschlüsse seit vielen Jahren unter dem Durchschnitt, da muss man die Frage stellen, ob Ver.di wirklich die Interessen der Angestellten im öffentlichen Dienst mehr vertritt als die geiz-ist-geil-weil-sonst ist-alles-nicht-bezahlbar 0815-Plattitüden der zuständigen Politiker. Jetzt heißt es überall, wow, es fehlen qualifizierte Leute im öffentlichen Dienst, dabei ist bei der Tarifentwicklung seit vielen Jahren klar gewesen dass das kommen musste (!). Wer heute was kann, geht nicht freiwillig mehr als Angestellter in den ÖD. Früher gabs immerhin die Betriebsrente VBL so, dass die Altersversorgung grob beamtenähnlich war, das wurde 2001 abgeschafft, weil zu sehen war, dass die gesetzliche Rente sinkt, und die VBL-Rente dann immer höher ausfallen müsste um den status quo zu erhalten. Das Niveau des Gebarens ist von beiden Seiten unterirdisch, nur, die Gewerkschaft hätte ihren Auftrag richtig wahrnehmen müssen. So gesehen ist es eigentlich egal, ob bei der Nachfolge gekungelt wird oder nicht, es ist weiterhin zu vermuten, dass die Gewerkschaftsführer mit den Arbeitgebern gemeinsame Konsens-Sache machen. Nur ein wirklich streitbarer Querkopf mit Austeilqualitäten wäre eine gute Nachfolgeregelung.
freudentanz 12.09.2018
3. war ja klar
das solche Kommentare auftauchen. Dieses undifferenzierte lasche herumnöhlen. Verdi ist groß, vielleicht zu groß aber Verdi, UND SONST NIEMAND, versucht zumindest die Interessen von Angestellten in extrem vielen Kleinbetrieben zu wahren, zu stärken und etwas herauszuholen! Ich finde es immer saupeinlich wenn Nichtmitglieder am Bürofenster mit der Kaffeetasse in der Hand stehen und sich lustig machen über dieses armselige Häuflein mit Pfeifen und Fähnchen. Diese armselige Häuflein holt uU etwas raus für den ganzen Laden! Wenn alle von Euch draussen stehen würden dann wäre auch viel mehr drin! Ist das so schwer zu kapieren? Offenbar schon. Die Gewerkschaftsfutzis sind WIR. Und ihr die nicht mitmachen sind doch die Egoisten und denkt nur an Euch selbst. Und dann noch herumsabbern und sich beschweren. Ohne Gewerkschaft gibt es gar nix! Mit Gewerkschaft gibt es mehr wenn sich ALLE hinstellen. Boah, geht ihr Laberköppe mir auf den Senkel.
lorenzcarla 12.09.2018
4. Der Ver.di-Chef Bsirske
soll nach einem nicht dementierten Statement in der Tagespresse zwischen 400.000 und 450.000 € im Jahr verdienen. Fast das doppelte Gehalt der Kanzlerin. Nicht schlecht für einen sog. Vertreter der organisierten deutschen Arbeiterschaft. Gibt es da wiklich keinen Gegenkandidaten?
Spiegelleserin57 13.09.2018
5. wie ich Verdi kenne!
Zitat von freudentanzdas solche Kommentare auftauchen. Dieses undifferenzierte lasche herumnöhlen. Verdi ist groß, vielleicht zu groß aber Verdi, UND SONST NIEMAND, versucht zumindest die Interessen von Angestellten in extrem vielen Kleinbetrieben zu wahren, zu stärken und etwas herauszuholen! Ich finde es immer saupeinlich wenn Nichtmitglieder am Bürofenster mit der Kaffeetasse in der Hand stehen und sich lustig machen über dieses armselige Häuflein mit Pfeifen und Fähnchen. Diese armselige Häuflein holt uU etwas raus für den ganzen Laden! Wenn alle von Euch draussen stehen würden dann wäre auch viel mehr drin! Ist das so schwer zu kapieren? Offenbar schon. Die Gewerkschaftsfutzis sind WIR. Und ihr die nicht mitmachen sind doch die Egoisten und denkt nur an Euch selbst. Und dann noch herumsabbern und sich beschweren. Ohne Gewerkschaft gibt es gar nix! Mit Gewerkschaft gibt es mehr wenn sich ALLE hinstellen. Boah, geht ihr Laberköppe mir auf den Senkel.
immer wenn ich versucht habe dort jemand zu erreichen bekam ich folgende Antwort: die sind gerade in einer Besprechung! Letztendlich ist der Arbeitnehmer direkt vor seinem Chef auf sich selbst gestellt, da hilft auch kein Verdi. Das wurde mir auch schon von einem Verdi- Betriebsratsvorsitzenden wörtlich so gesagt. Übrigens sind auch die Beiträge sehr hoch , besonders für Leute die nur kleine Gehälter verdienen. Berechnet wird der Beitrag vom Brutto, eben daher auch wesentlich höher als vom Netto. Da ich diese Erfahrungen gemacht habe habe ich Verdi gekündigt. Es gibt auch woanders Rechtsanwälte für Arbeitsrecht und wer diese sowieso nicht braucht ist mit einer umfassenden Rechtsschutzversicherung besser bedient. Ich habe nur an Verdi gezahlt, Hilfe bekam ich nie!
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