Tarifstreit: Ver.di startet zweite Warnstreikwelle

Nahverkehr, Müllabfuhr, Kitas: Im öffentlichen Dienst von Niedersachsen und Bremen haben erneut zahlreiche Angestellte die Arbeit niedergelegt. Im Laufe der Woche sollen der Süden und Westen der Republik folgen.

Ver.di-Streikposten in Hannover: Die Gewerkschaft fordert 6,5 Prozent mehr Lohn Zur Großansicht
dapd

Ver.di-Streikposten in Hannover: Die Gewerkschaft fordert 6,5 Prozent mehr Lohn

Hannover - Der Tarifstreit im Öffentlichen Dienst geht in die zweite Runde: Zum Wochenbeginn legten Beschäftigte in Niedersachsen und Bremen die Arbeit nieder. In mehreren Städten, darunter Hannover, Hildesheim, Göttingen und Braunschweig, hätten Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe die Arbeit niedergelegt, sagte ein Sprecher der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di.

Arbeitsniederlegungen gab es auch bei der Müllabfuhr, der Stadtreinigung, in öffentlichen Behörden und Kindertagesstätten. Für Montagmittag ist eine zentrale Kundgebung in Hannover geplant.

Im Laufe der Woche sollen Warnstreiks in anderen Teilen Deutschlands folgen: Am Dienstag sind Ausstände in Bayern, Hessen und im Raum Heilbronn in Baden-Württemberg geplant. Am Mittwoch will Ver.di in Kommunen und Bundesbehörden in Nordrhein-Westfalen bestreiken.

Ver.di hatte am Dienstag vergangener Woche ein Arbeitgeberangebot abgelehnt und neue Warnstreiks angekündigt. Die Gewerkschaft fordert 6,5 Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 200 Euro mehr im Monat. An einer ersten Warnstreikwelle Anfang März hatten sich laut Gewerkschaftsangaben bundesweit rund 130.000 Beschäftigte beteiligt.

dab/AFP/dapd

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insgesamt 10 Beiträge
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1. Warum
crocodil 19.03.2012
Zitat von sysopdapdNahverkehr, Müllabfuhr, Kitas: Im öffentlichen Dienst von Niedersachsen udn Bremen haben erneut zahlreiche Angestellte die Arbeit niedergelegt. Im Lauf der Woche sollen der Süden und Westen der Republik folgen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,822171,00.html
koppelt das man nicht an die Rentenerhöhung an? Ist ja schliesslich auch der Staat, der alles finanziert.
2. Antares 34
rolf-munzinger@t-online.d 19.03.2012
Es ist eine Schande für Ver.di ihren Tarifstreit auch auf dem Rücken von Kleinkindern auszutragen. Übrigens, als Rentner bekomme ich ab Juli mickrige 2% mehr Rente, wo bleibt die Verhältnismässigkeit, ich habe 45 Jahre hart gearbeitet, daß die heutige Generation ordentlich leben kann.
3. Mehr Geld für was?
kah7 19.03.2012
6,5% mehr Geld für welche Mehrleistung? Der öffentliche Dienst überzeugt weder durch Serviceorientierung noch Leistung. Die ganzen sogenannten öffentlichen Leistungen sollten privatisiert werden und das Volk nach Leistung bezahlt werden. Ein Teil wie Kindergärtner/innen und die Müllabfuhr würden dann eine angemessene Bezahlung bekommen und der Rest der unnützen Sesselfurzer könnten sich nach Zweit- oder Drittjobs umschauen. Gebt Rentnern und Familien 6.5% mehr Rente und Zuschüsse. Da hätten wir alle etwas davon und nicht nur ein Teil der Gesellschaft.
4. Logik
jolip 19.03.2012
Zitat von rolf-munzinger@t-online.dEs ist eine Schande für Ver.di ihren Tarifstreit auch auf dem Rücken von Kleinkindern auszutragen. Übrigens, als Rentner bekomme ich ab Juli mickrige 2% mehr Rente, wo bleibt die Verhältnismässigkeit, ich habe 45 Jahre hart gearbeitet, daß die heutige Generation ordentlich leben kann.
Wissen Sie eigentlich, dass Sie da gerade die nächste mickrige Rentenerhöhung für sich selbst einfordern, da sich die Rentenerhöhung im wesentlichen aus den Tariferhöhungen des Vorjahres berechnet?
5.
wiesensohle 19.03.2012
Zitat von rolf-munzinger@t-online.dEs ist eine Schande für Ver.di ihren Tarifstreit auch auf dem Rücken von Kleinkindern auszutragen. Übrigens, als Rentner bekomme ich ab Juli mickrige 2% mehr Rente, wo bleibt die Verhältnismässigkeit, ich habe 45 Jahre hart gearbeitet, daß die heutige Generation ordentlich leben kann.
Hallo, Die Kinder haben Eltern. Ist ja nicht so, daß die jetzt im Wald ausgesetzt würden... Herzlichen Glückwunsch! Und sie mussten nicht mal dafür kämpfen. Ich persönlich würde Ihnen auch 4% oder mehr gönnen, ganz ehrlich. Haben sie schon mal von umlagefinanziertem Rentensystem gehört? Nein? Das bedeutet nämlich, daß die heutige Generation 47 Jahre hart arbeiten wird müssen, damit sie ordentlich leben können. Was ich ihnen durchaus nicht missgönne. Aber bei der Wahrheit bleiben sollten wir schon.
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