Verbraucherpreise Chinas Inflation nährt Sorge um globales Wachstum

Teure Lebensmittel und steigende Wohnungspreise: Chinas Inflation ist im April deutlich gestiegen. Beobachter fürchten nun, die chinesische Regierung könnte Schritte zur Abkühlung der eigenen Wirtschaft unternehmen - und damit das weltweite Wachstum bremsen.

Chinesischer Supermarkt: Lebensmittelpreise steigen um knapp sechs Prozent
dpa

Chinesischer Supermarkt: Lebensmittelpreise steigen um knapp sechs Prozent


Peking - In China steigt die Inflation stärker als erwartet. Der Verbraucherpreisindex (CPI) lag nach den am Dienstag veröffentlichten Zahlen für April bei 2,8 Prozent. Dafür verantwortlich seien vor allem die höheren Kosten für Lebensmittel, die um 5,9 Prozent zulegten, teilte die Nationale Statistikbehörde mit.

Noch größer fiel der Preisanstieg bei den Wohnkosten aus: In 70 untersuchten chinesischen Städten mussten die Bürger innerhalb eines Jahres 12,8 Prozent mehr für Wohnen ausgeben, wie die Statistiker mitteilten.

Ausländische Firmen und Investoren fürchten nun, die chinesische Regierung könnte Schritte zur Abkühlung der eigenen Wirtschaft unternehmen - und damit das weltweite Wachstum bremsen. Denn jeder Schritt Pekings, die Inflation einzudämmen, könnte das Wirtschaftswachstum in dem Land dämpfen. Wegen der wichtigen Rolle Chinas als Handelspartner hätte dies Auswirkungen auf das Wachstum in vielen anderen Staaten.

Ein Behördensprecher wies die Befürchtungen zurück: "Der Anstieg des Verbraucherpreisindex fällt im Vergleich mit der wirtschaftlichen Erholung und Inflation in anderen Ländern immer noch gering aus."

yes/apn/AP



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