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Volksentscheid: Soros spendet eine Million für Marihuana-Befürworter

Die Befürworter einer Legalisierung von Marihuana im US-Bundesstaat Kalifornien haben einen prominenten und einflussreichen Unterstützer gewonnen: Wall-Street-Legende George Soros kündigte an, eine Million Dollar für die Kampagne zu spenden.

US-Milliardär Soros: Verbrechen, Gewalt und Korruption verringern Zur Großansicht
dpa

US-Milliardär Soros: Verbrechen, Gewalt und Korruption verringern

Los Angeles/Cartagena - Der Milliardär George Soros stiftet eine Million Dollar, um den Wahlkampf für den Volksentscheid zur Legalisierung von Marihuana zu unterstützen. Dies teilte das Bündnis Drug Policy Alliance am Dienstag in Los Angeles mit. Der US-Investor und Hedgefonds-Manager engagiert sich mit seiner Stiftung weltweit für gemeinnützige Zwecke.

Soros hatte in einem Gastbeitrag für das "Wall Street Journal" am Dienstag seine Unterstützung der Kampagne angekündigt, aber keine konkreten Angaben zu seiner Spende gemacht. "Marihuana zu regulieren und zu besteuern würde den Steuerzahlern Milliarden Dollar für Strafverfolgung und Inhaftierungen ersparen und zusätzlich viele Milliarden Dollar an jährlichen Einnahmen bedeuten", schrieb der aus Ungarn stammende US-Milliardär.

Außerdem werde eine Legalisierung der Droge "Verbrechen, Gewalt und Korruption in Verbindung mit dem Drogenhandel" verringern und der Polizei die Möglichkeit geben, "sich auf schwerwiegende Verbrechen zu konzentrieren". Mögliche Mängel bei der Neuregelung könnten "auf der Grundlage von Erfahrungen korrigiert" werden.

Staatschefs Lateinamerikas protestieren

Über den Vorschlag zur Legalisierung von Marihuana, die sogenannte "Proposition 19", wird in Kalifornien am 2. November, dem Tag der US-Kongresswahlen, abgestimmt. Er sieht vor, Bürgern ab 21 Jahren den Besitz, Anbau und Transport von Marihuana "für den persönlichen Gebrauch" zu erlauben. Seit 1996 ist in Kalifornien bereits der Marihuana-Konsum aus medizinischen Gründen gestattet.

Zehn lateinamerikanische Staaten haben sich besorgt über eine mögliche Legalisierung von Marihuana im US-Bundesstaat Kalifornien geäußert. Die USA könnten nicht gegen den Drogenhandel in anderen Ländern vorgehen und gleichzeitig die "offene oder versteckte Produktion von Drogen auf ihrem eigenen Staatsgebiet erlauben", kritisierten die Staaten am Dienstag nach einem Treffen in der kolumbianischen Küstenstadt Cartagena.

Die gemeinsame Erklärung sei "ein Alarm und der Ausdruck von Beunruhigung" angesichts des Volksentscheids, sagte der mexikanische Präsident Felipe Calderón auf dem Gipfel der zentralamerikanischen Staaten sowie Mexikos und Kolumbiens. Die USA könnten nicht zur gleichen Zeit den Drogenhandel "bestrafen und erlauben".

mik/AFP

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
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1. °
Satiro, 27.10.2010
Zitat von sysopDie Befürworter einer Legalisierung von Marihuana im US-Bundesstaat Kalifornien haben einen prominenten und einflussreichen Unterstützer gewonnen: Wall-Street-Legende George Soros kündigte an, eine Million Dollar für die Kampagne zu spenden. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,725592,00.html
Oh weh der bekommt nun aber Ärger mit der internationalen Drogen-Maffia, welche um ihre Geschäftbasis fürchten muß!
2. lol
Layer_8 27.10.2010
Zitat von sysopDie Befürworter einer Legalisierung von Marihuana im US-Bundesstaat Kalifornien haben einen prominenten und einflussreichen Unterstützer gewonnen: Wall-Street-Legende George Soros kündigte an, eine Million Dollar für die Kampagne zu spenden. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,725592,00.html
Mich würde eher eine Volksabstimmung hier in D interessieren. Ich denke mal dass sich unsere Politiker hier sehr wundern würden. Es gibt halt keine drogenfreie Welt und was soll an Cannabis schädlicher sein als Alk oder Kippen? Alles nur Heuchelei hier!
3. Opium fürs Volk!
nitram1 27.10.2010
Da Soros tief im CO2_Zertifikatehandel verstrickt ist und schon die Antiatomdemo in Berlin mitfinanzierte glaubt er sicher, dass ein bekifftes Volk noch eher an den Weihnachtsmann, äh, Klimaerwärmung glaubt und eifrig für seine Zertifikate zahlt! Ja die Ideologie des Ökologismus geht manchmal verschlungene Wege. Den Rudersklaven auf den Galeren soll man ja auch schon Rauschmittel verabreicht haben um die Schmerzgrenze herauf zu setzen!
4. Weiter so.
Satiro, 27.10.2010
Zitat von Layer_8Mich würde eher eine Volksabstimmung hier in D interessieren. Ich denke mal dass sich unsere Politiker hier sehr wundern würden. Es gibt halt keine drogenfreie Welt und was soll an Cannabis schädlicher sein als Alk oder Kippen? Alles nur Heuchelei hier!
Fragen Sie weiter : Wer heuchelt und warum heuchelt er? Sie werden staunen, was Ihnen dabei dann alles klar werden wird.
5. Kiffen ist Gift für die Demokratie
mik28 27.10.2010
Zitat von Layer_8Mich würde eher eine Volksabstimmung hier in D interessieren. Ich denke mal dass sich unsere Politiker hier sehr wundern würden. Es gibt halt keine drogenfreie Welt und was soll an Cannabis schädlicher sein als Alk oder Kippen? Alles nur Heuchelei hier!
Steuereinnahmen. Tabak könnte man zwar selbst zu Hause anpflanzen, aber wie lange reicht das? Außerdem mach Kiffen friedlich und Konsumfaul.
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