Abgasskandal Arbeitsministerin Nahles plant Kurzarbeit für VW-Leiharbeiter

Leiharbeiter sind die Ersten, die in Krisen arbeitslos werden. Arbeitsministerin Nahles will jetzt prüfen, wie auch ihnen bei Volkswagen Kurzarbeit ermöglicht werden kann.

Arbeitsministerin Nahles:  Vorschläge zur Kurzarbeit für Leiharbeiter
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Arbeitsministerin Nahles: Vorschläge zur Kurzarbeit für Leiharbeiter


Wegen der möglichen Auswirkungen des Abgasskandals bei Volkswagen prüft die Bundesregierung die Ausweitung der Kurzarbeitsregelung auch auf Leiharbeiter. "Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles bereitet gerade Vorschläge vor, wie man die Kurzarbeitsregelung auch für die Leiharbeit nutzbar machen kann", sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) in Wolfsburg nach einem Treffen mit dem Betriebsrat von Volkswagen.

Ziel der Politik und des Konzerns müsse die Beschäftigungssicherung sein. In erster Linie würden jetzt die Leiharbeiter betroffen sein, sagte Gabriel.

In Krisensituationen sind Leiharbeiter bislang meist die Ersten gewesen, die ihren Job verloren haben. Der Schutz durch die Kurzarbeitsregelung gilt meist nur für die Stammbeschäftigten. Nur in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 ermöglichte eine Ausnahmeregelung Kurzarbeitgeld auch für Leiharbeit.

Gabriel sagte, am Ende dürfe es nicht dazu kommen, "dass die Beschäftigten den Preis dafür zahlen, dass es massives und strafbares Verhalten der Manager gegeben hat". Es gehe auch darum, die Ehre der Arbeitnehmer zu verteidigen. "Ich kann nur dazu raten, sehr schnell zu sein mit dem Aufklärungsprozess", sagte Gabriel.

mka/dpa/Reuters



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insgesamt 20 Beiträge
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Das Grauen 08.10.2015
1. Arbeitsmangel? Wieso eigentlich?
Es gibt doch genug zu tun, schließlich müssen Millionen von Fahrzeugen umgerüstet werden. VW sollte dafür Arbeiter temporär zu den Servicewerkstätten abstellen, um den Durchsatz dort zu steigern und das Problem schnellstmöglich aus der Welt zu schaffen. Jetzt muß ganzheitlich gedacht werden, nicht in den Werken Kurzarbeit eingeführt werden, während sich bei den Händlern die Rückrufe stauen! Das wäre auch ein starkes Signal an die Öffentlichkeit, daß sich alle bei VW bemühen, den Schaden wieder gutzumachen. Die Marke hat solche positiven Meldungen jetzt dringend nötig.
localpatriot 08.10.2015
2. Und die im Ausland arbeitenden?
Etwa ein drittel der VW Arbeiter sind im Ausland beschäftigt wo es keine Kurzarbeit gibt. Man muss hoffen dass VW diese Menschen selbst entschädigt.
Pandora0611 08.10.2015
3. Die Folgen von Diesel-Gate
Jetzt droht also Kurzarbeit bei VW. Natürlich nicht in den höheren und höchsten Etagen; betroffen sind nur die Werker, Leiharbeiter und Mitarbeiter mit Werksverträgen.
klaus64 08.10.2015
4. Vorschlag für doppelten Nutzen
Ein nicht ganz ernst gemeinter Vorschlag, aber warum nicht ? Wenn VW alle getürkten Fahrzeuge unserer Regierung zur Verfügung stellt und diese jedem Asylbewerber einen VW schenkt, damit dieser in ein sicheres Drittland oder nach hause reist, dann könnte die Bundesregierung und die EU dem VW Konzern die Fahrzeuge vergüten und in Europa wäre VW das Problem los. Das könnte doch eine erstrebenswerte win win - Situation werden. Es würden dann nur noch diejenigen Menschen hierbleiben, die wirklich Schutz für Leib und Leben brauchen. Diese Zahl könnten wir dann bestimmt gut integrieren .
ptb29 08.10.2015
5. Schon geht es los,
die Kosten für das VW-Debakel werden auf die Allgemeinheit abgewälzt. Jahrelang wird die Ausbeutung per Zeitarbeit durch die SPD unterstützt und jetzt, wo es viele potentielle Wähler trifft, wird zumindest so getan, als kümmere man sich. Warum sollte plötzlich bei VW Kurzarbeit sein, kauft keiner mehr diese günstigen und sauberen Autos?
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