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Abgas-Affäre: Schweiz will Neuzulassung von VW-Fahrzeugen verbieten

Von Abgas-Manipulationen bei VW könnten in der Schweiz bis zu 180.000 Fahrzeuge betroffen sein. Autos von VW und den Konzerntöchtern mit Dieselmotor sollen dort vorerst nicht mehr neu zugelassen werden.

Volkswagen-Auto: 180.000 Fahrzeuge potenziell betroffen Zur Großansicht
DPA

Volkswagen-Auto: 180.000 Fahrzeuge potenziell betroffen

Manipulierte Fahrzeuge des VW -Konzerns sollen in der Schweiz nicht mehr neu zugelassen werden.

Das Schweizer Bundesamt für Straßen will den betroffenen Modellen die Typengenehmigung vorsorglich entziehen, bis Klarheit über mögliche Manipulationen besteht, wie die Behörde am Freitag mitteilte. Bereits zugelassene Fahrzeuge dürften jedoch weiterhin auf Schweizer Straßen rollen.

In der Schweiz seien bis zu 180.000 Fahrzeuge von den Manipulationen betroffen. Dazu gehörten Modelle der Marken Audi, Seat, Skoda und Volkswagen der Baujahre 2009 bis 2014, die mit Dieselmotoren in den Ausführungen 1.2 TDI, 1.6 TDI und 2.0 TDI ausgerüstet sind. EURO6-Motoren der laufenden Produktion seien nicht betroffen.

VW hatte auf Druck der US-Umweltbehörde EPA am vergangenen Wochenende zugegeben, eine Software zur Manipulation von Abgaswerten eingesetzt zu haben. Die Wolfsburger hatten nach internen Untersuchungen bekannt gegeben, dass weltweit bis zu elf Millionen Fahrzeuge mit dem umstrittenen Programm ausgestattet seien.

Wie Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am Freitag im Bundestag mitteilte, handelt es sich dabei auch um 2,8 Millionen deutsche Autos. Martin Winterkorn war am Mittwoch vom Posten des VW-Vorstandsvorsitzenden zurückgetreten. Am Freitag hatte der Aufsichtsrat den Porsche-Chef Matthias Müller als seinen Nachfolger bestätigt.

mka/Reuters/dpa

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insgesamt 118 Beiträge
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1. Endlich...
ruebenkatze 25.09.2015
...mag ich die Schweizer mal wieder für eine Entscheidung. Guet!
2. Schluss mit lustig
underperformer 25.09.2015
Ich würde mich sofort einer Sammelklage anschliessen. Geht das hier bei uns in der Schweiz? Am liebsten würde ich mein Auto zurückgeben. VW hat einen Selbstmordversuch gemacht, mal schauen ob VW das überlebt....
3. Logisch
taglöhner 25.09.2015
So langsam wird das Ausmass des Verbrechens sichtbar. Tricksen, tarnen, täuschen zu Verkaufszwecken ist normal, jeder rechnet damit und kann sich informieren. Hier wurde der Spin überdreht, wie eine Drahtsicherung. Dass ausgerechnet [i]das[i/] Symbol der deutschen Wirtschaft sich derart beim Scheißen erwischen lässt, macht fassungslos.
4. Schweiz sind Diesel eh eher selten
wolfi55 25.09.2015
zumindest bei den Vierzylindern, ist das eher selten. Der Diesel ist dort relativ teuer im Sprit, weil die schon nach CO² besteuern.
5. Mit welcher Begründung. .
f.gallo 25.09.2015
... als Generalverdacht? Weil Autos in der USA die dortige Abgasnorm nicht eingehalten haben? Dann sollten wir mal jeden der nach in die Schweiz fährt wegen des Verdacht der Steuerhinterziehung pauschal in U-Haft nehmen. .
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