Washington - Das Wirtschaftswachstum in den USA hat sich wieder abgeschwächt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag zwischen Januar und März um 2,2 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Das teilte das Handelsministerium in Washington am Freitag mit. Im letzten Quartal 2011 hatte die größte Volkswirtschaft der Welt noch um drei Prozent zugelegt.
Experten hatten nur mit einer Verlangsamung des Wachstums auf 2,5 Prozent gerechnet. Als Grund für die Abschwächung nannte das Handelsministerium einen Rückgang der Investitionen der Unternehmen. Außerdem habe der Staat seine Ausgaben weiter zurückgefahren. Die Verbraucher gaben dagegen mehr Geld aus, die Konsumausgaben stiegen im ersten Quartal um 2,9 Prozent - das war der stärkste Anstieg seit Ende 2010.
"Die US-Wirtschaft wächst eindeutig, aber zu langsam, um die Arbeitslosigkeit bedeutend zu drücken", sagte Josh Bivens vom Economic Policy Institute. Die Arbeitslosenquote beträgt derzeit 8,2 Prozent. Die Lage am Jobmarkt und die Konjunktur gelten als wichtige Faktoren für die anstehende Präsidentenwahl im November.
Das Weiße Haus pries die Zahlen als elftes Quartalswachstum in Folge seit dem offiziellen Ende der Rezession im Juni 2009. Das "anhaltende Wachstum" der Wirtschaft sei "ermutigend", sagte Alan Krueger, Wirtschaftsberater von Präsident Barack Obama. Allerdings sei "zusätzliches Wachstum" nötig, um die während der Wirtschaftskrise verlorenen Jobs zu ersetzen.
stk/AFP/Reuters
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