Moskau - Russland verfügt über die drittgrößten Währungsreserven der Welt - und die will die Energiegroßmacht nun vielleicht auch zur Stärkung Europas einsetzen. Regierungschef Wladimir Putin hält zumindest direkte Finanzhilfen seines Landes an einzelne Länder der Euro-Zone für möglich.
Bei der Bekämpfung der Euro-Schuldenkrise sei Russland zwar auch an den Verhandlungen im Internationalen Währungsfonds (IWF) beteiligt, schrieb Putin in einem Zeitungsbeitrag am Montag. "Wir schließen im Prinzip aber die Möglichkeit nicht aus, noch in einigen Fällen Finanzhilfe direkt zu leisten", hieß es in dem auch auf Putins Internetseite veröffentlichten Artikel.
Finanzhilfen allein reichten aber nicht, schrieb Putin weiter. "Um die Lage vollständig zu beheben, sind energische Maßnahmen von systematischer Natur nötig." Die Führungen der europäischen Länder hätten die Aufgabe, die Mechanismen grundlegend zu ändern, um eine Haushaltsdisziplin zu sichern. Russland sei an einem starken Europa interessiert, notierte der Präsidentschaftskandidat vor der Kreml-Wahl am 4. März.
yes/dpa-AFX
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