Wahlkampf: Putin hält Euro-Geldspritzen für denkbar

Unerwartete Rückendeckung für Europas Krisenländer: Russlands Regierungschef Wladimir Putin hält auch direkte Finanzhilfen für einige Euro-Staaten für möglich. Doch Geld allein reiche nicht aus, schreibt der Präsidentschaftskandidat in einem Zeitungsbeitrag.

Präsidentschaftskandidat Putin: "Energische Maßnahmen von systematischer Natur nötig" Zur Großansicht
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Präsidentschaftskandidat Putin: "Energische Maßnahmen von systematischer Natur nötig"

Moskau - Russland verfügt über die drittgrößten Währungsreserven der Welt - und die will die Energiegroßmacht nun vielleicht auch zur Stärkung Europas einsetzen. Regierungschef Wladimir Putin hält zumindest direkte Finanzhilfen seines Landes an einzelne Länder der Euro-Zone für möglich.

Bei der Bekämpfung der Euro-Schuldenkrise sei Russland zwar auch an den Verhandlungen im Internationalen Währungsfonds (IWF) beteiligt, schrieb Putin in einem Zeitungsbeitrag am Montag. "Wir schließen im Prinzip aber die Möglichkeit nicht aus, noch in einigen Fällen Finanzhilfe direkt zu leisten", hieß es in dem auch auf Putins Internetseite veröffentlichten Artikel.

Finanzhilfen allein reichten aber nicht, schrieb Putin weiter. "Um die Lage vollständig zu beheben, sind energische Maßnahmen von systematischer Natur nötig." Die Führungen der europäischen Länder hätten die Aufgabe, die Mechanismen grundlegend zu ändern, um eine Haushaltsdisziplin zu sichern. Russland sei an einem starken Europa interessiert, notierte der Präsidentschaftskandidat vor der Kreml-Wahl am 4. März.

yes/dpa-AFX

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1. Wir und die anderen
rascher 27.02.2012
Zitat von sysopUnerwartete Rückendeckung für Europas Krisenländer: Russlands Regierungschef Wladimir Putin hält auch direkte Finanzhilfen für einige Euro-Staaten für möglich. Doch Geld allein reiche nicht aus, schreibt der Präsidentenkandidat in einem Zeitungsbeitrag. Wahlkampf: Putin hält Euro-Geldspritzen für denkbar - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,817726,00.html)
Anstatt ständig auf Russland und speziell auf Putin herumzuhacken wäre es für (West-) Europa und insbesondere für Deutschland viel sinnvoller, die Möglichkeiten, die dieses Land in wirtschaftlicher Hinsicht bietet, zu nutzen. Russland ist in vielerlei Hinsicht der natürliche Partner Europas. Russland hat die Rohstoffe und bietet einen riesigen potenziellen Absatzmarkt. Wir haben das Know-how - aber keine Rohstoffe. Für beide Seiten bieten sich große Chancen. Das geht aber nur mit gegenseitigem Respekt. Dazu gehört aber auch, sich nicht ständig in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einzumischen. Die Berichterstattung über Russland - ebenso wie über China - ist hierzlande extrem tendenziös und für diese Staaten und deren Menschen auch oft beleidigend. Wir sollten lernen, dass es in anderen Regionen andere Traditionen und einen völlig anderen kulturellen Hintergrund gibt. Unsere Vorstellung von Demokratie mag für uns angemessen sein, wir sollten aber nicht versuchen, die Welt nach unseren Vorstellungen zu missionieren. Wozu das führen kann sieht man z.B.im Irak oder auch in Afghanistan. Damit keine Missverständnisse entstehen: Keineswegs soll die Bedeutung der Menschenrechte geschmälert werden. Es ist aber kontraproduktiv, ständig mit dem Finger auf andere zu zeigen.
2. das betteln ...............
ottohuebner 27.02.2012
das betteln schein zumindes hier von ein wenig erfolg "gekroent" zu sein. dafuer wird putin sich dann demnaechst mal wieder als fieser diktator beschimpfen lassen muessen.
3. Griechenland eingliedern!
anders_denker 27.02.2012
Zitat von sysopUnerwartete Rückendeckung für Europas Krisenländer: Russlands Regierungschef Wladimir Putin hält auch direkte Finanzhilfen für einige Euro-Staaten für möglich. Doch Geld allein reiche nicht aus, schreibt der Präsidentenkandidat in einem Zeitungsbeitrag. Wahlkampf: Putin hält Euro-Geldspritzen für denkbar - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,817726,00.html)
Eigentlich könnte man Griechenland doch eingliedern. In die Russische Föderation. Der Griech würde sich im Klima von Vetternwirtschaft und Korruption sofort wohlfühlen. Müsste sich hinsichtlich der Schiftzeichen nur minimal umstellen und anstelle der korrekten Deutschen könnte er elegant an der russischen Bürokratie seinen Spass haben.
4. Putin
flieder2 27.02.2012
Welche Reaktion des Westens erwartet er denn jetzt? Mit Geldbuendeln wedeln und kritische Stimmen, offene Kritiker sollen ruhig gestellt oder gemaessigt werden? Soll der Westen Putin zur Wahl verhelfen? Was fuer ein Gang...
5. Leben und leben lassen!
Denker, nicht Dichter! 27.02.2012
Zitat von rascherAnstatt ständig auf Russland und speziell auf Putin herumzuhacken wäre es für (West-) Europa und insbesondere für Deutschland viel sinnvoller, die Möglichkeiten, die dieses Land in wirtschaftlicher Hinsicht bietet, zu nutzen. Russland ist in vielerlei Hinsicht der natürliche Partner Europas. Russland hat die Rohstoffe und bietet einen riesigen potenziellen Absatzmarkt. Wir haben das Know-how - aber keine Rohstoffe. Für beide Seiten bieten sich große Chancen. Das geht aber nur mit gegenseitigem Respekt. Dazu gehört aber auch, sich nicht ständig in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einzumischen. Die Berichterstattung über Russland - ebenso wie über China - ist hierzlande extrem tendenziös und für diese Staaten und deren Menschen auch oft beleidigend. Wir sollten lernen, dass es in anderen Regionen andere Traditionen und einen völlig anderen kulturellen Hintergrund gibt. Unsere Vorstellung von Demokratie mag für uns angemessen sein, wir sollten aber nicht versuchen, die Welt nach unseren Vorstellungen zu missionieren. Wozu das führen kann sieht man z.B.im Irak oder auch in Afghanistan. Damit keine Missverständnisse entstehen: Keineswegs soll die Bedeutung der Menschenrechte geschmälert werden. Es ist aber kontraproduktiv, ständig mit dem Finger auf andere zu zeigen.
Ja es ist grausam. Die Masse der Deutschen sind so gefangen in den extremen Ansichten immer alles besser zu wissen und zu können, sich überall verbessernd einmischen zu wollen und am Ende nicht zu verstehen, wenn Andere eben auch mal anders denken, weil sie einfach anders sind! Warum tun wir das? Ist es unsere Geschichte? Der unendliche Zwang besser sein zu müssen? Warum sind wir Deutschen nicht einmal in der Lage uns kritiklos rauszuhalten und uns um unsere Dinge zu kümmern? Es mag ja sein, dass wir, was unsere Wirtschaft angeht, weit vorne stehen. Zumindest denkt man dies wenn man von den Bekanntgegebenen Fakten ausgeht. Die Wahrheit aber sieht anders aus und wir täten gut daran uns Freunde zu suchen, dort wo wir sie morgen schon brauchen werden. Russland und China werden zu den wichtigsten Handelspartnern werden und Menschen wie Putin mögen menschlich gesehen gefühllos wirken, in manchen Ländern aber ist es wichtig und richtig mit eiserner Faust zu befehligen. Russland braucht Menschen wie Putin und wir brauchen Russland, ob uns das passt oder nicht! Also Ihr lieben deutschen Mitbürger vor dem Schreien auch mal nachdenken, dies würde viele Probleme vermeiden, vorallem dann, wenn dies ebenso unsere deutschen Politiker beherzigen könnten. Im Moment mag es uns wirtschaftlich gut gehen. Für die Zukunft allerdings sieht es nicht so rosig aus, aber natürlich nur dann, wenn man einmal objektiv darüber nachdenkt, sofern man das kann und nicht zu deutsch denkt!
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