Sonderzahlung Neun von zehn Tarifbeschäftigten bekommen Weihnachtsgeld

Die allermeisten Tarifbeschäftigten bekommen in diesem Jahr zu Weihnachten etwas extra. Während Zeitarbeiter oder Wachmänner wenige Hundert Euro erhalten, zahlt die Ölbranche mehr als ein Monatsgehalt zusätzlich.

Demonstration für Weihnachtsgeld in Bremen (Archivbild)
DPA

Demonstration für Weihnachtsgeld in Bremen (Archivbild)


Rund 87 Prozent der Tarifbeschäftigten in Deutschland bekommen 2018 Weihnachtsgeld. Das geht aus neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Im Durchschnitt erhalten die Beschäftigten eine Prämie in Höhe von 2583 Euro brutto, das sind 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Höhe fällt aber zum Teil höchst unterschiedlich aus. Lediglich in der Öl- und Gasgewinnung erhalten die Beschäftigten mehr als ein Brutto-Monatsgehalt: Bohrstellenarbeitern oder Betriebsingenieuren auf Förderplattformen winken durchschnittlich 5679 Euro.

Besonders niedrige Zahlungen von unter 20 Prozent gibt es in der Leiharbeit sowie bei Wach- und Sicherheitsdiensten. Beschäftigte bei Zeitarbeitsfirmen bekommen im Schnitt nur 316 Euro. Im Westen ist das durchschnittliche Weihnachtsgeld mit 2595 Euro zudem noch immer etwas höher als im Osten, wo im Schnitt 2499 Euro gezahlt werden.

dab/dpa/Reuters



insgesamt 30 Beiträge
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Hyacinth 05.11.2018
1. Großzügig gerundet?
87% sind nicht '9 von 10'! Solche Ungenauigkeiten sind es, die unsere Schüler die Zusammenhänge nicht richtig verstehen lassen. Beim Spiegel ist man sich wohl keines Bildungsauftrags mehr bewusst. Und wurde wegen des Einkommens auf Ölplattformen richtig recherchiert? Nach Aussage eines Bekannten, der dort mal vor Jahren gearbeitet hat, verdient dort der 'kleinste' Arbeiter mehr als 5. 000 EUR und Ingenieure locker 10.000 EUR (ist ein verdammt gefährlicher Job). Da sind 5680 EUR aber nicht mehr als ein Monatsgehalt, wenn man vom Schnitt auf der Plattform ausgeht?
BahnCard50 05.11.2018
2. Und der zehnte ist im öffentlichen Dienst
... oder Beamter. Und dann wundert sich die Politik, warum in vielen Behörden Fachpersonal fehlt. Ein Bekannter von mir muss täglich weit Pendeln. Als eine Stelle für sein Fachgebiet an der Behörde bei mir nebenan frei wurde, habe ich ihm die Stellenanzeige geschickt. Er hat sie bis zur Erwähnung der Gehaltsstufe gelesen und meine dann nur, "Geht nicht, ich hab' Kinder".
dasfred 05.11.2018
3. Früher gab es Weihnachtsgeld auch für Sozialhilfe Empfänger
Nannte sich zwar Weihnachtsbeihilfe, half aber vielen Familien, die über das Jahr nichts ansparen konnten, auch Weihnachten nicht mit leeren Händen dazustehen. Ich finde es bedauerlich, dass man mit Hartz iv die saisonalen Beihilfen gestrichen, bzw. über das Jahr verteilt hat. Ein paar Euro weniger im Monat können die meisten verkraften, wenn dann im Dezember Geld zusätzlich kommt, um mal was extra zu kaufen. Auch und gerade im Niedriglohnsegment hat diese kleine Finanzspritze eine weitaus höhere Bedeutung, als bei Menschen, die ohnehin über finanzielle Polster verfügen.
normanx 05.11.2018
4. und wie VIELE Tarifbeschäftigte gibts??
DAS gehört auch dazu. Und es sind nichtmal die Hälfte. DAS macht doch schon wieder Eure supi-Erfolgsmeldung zunichte.
m.sc. 05.11.2018
5. Anstellung an deutschen Unis
An Unis kriegt man Weihnachtsgeld. Aber wenn man das ganze Jahr Vollzeit arbeiten muss aber nur die Hälfte bezahlt wird noch dazu alles befristet, ist das ein schwacher Trost.
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