Bericht zu 2019 Weltbank korrigiert Wachstumsprognose nach unten - USA sacken ab

Grund sind Spannungen im Handel: Die Weltbank geht für das laufende Jahr von einem etwas geringeren Wachstum der Weltwirtschaft aus - und stellt der Wirtschaftspolitik von Donald Trump ein schlechtes Zeugnis aus.

Kräne in der Stadt Gulfport in Mississippi
AP

Kräne in der Stadt Gulfport in Mississippi


Die Weltbank hat ihre Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft nach unten korrigiert - und dabei vor allem die Vorhersage für die USA. Das weltweite Wachstum werde im laufenden Jahr 2,9 Prozent betragen, prognostiziert die Weltbank in ihrem am Dienstag in Washington vorgestellten Bericht.

In den USA werde es auch weiterhin deutlich nach unten gehen: Nach 2,9 Prozent 2018 werde für das laufende Jahr nur noch mit 2,5 Prozent gerechnet. Im Wahljahr 2020 könnten es nur noch schwache 1,7 Prozent Wachstum in der größten Volkswirtschaft der Welt sein, hieß es. Der von US-Präsident Donald Trump häufig bemühte Boom nach seiner Steuerreform werde nur kurz anhalten.

Die Weltbank prognostizierte damit einen leichten Rückgang des ohnehin bereits nach unten korrigierten weltweiten Wachstums von 3,0 Prozent im vergangenen Jahr. "International sind die Handels- und Produktionsaktivitäten weicher geworden, Handelskonflikte bleiben ein großes Thema und in einigen der großen Schwellenländer sind die Finanzmärkte vehement unter Druck", heißt es in der Analyse.

"Anfang 2018 hat die Weltwirtschaft aus allen Rohren gefeuert, aber sie hat Tempo verloren und die Fahrt könnte sogar noch holpriger werden im laufenden Jahr", sagte Weltbank-Geschäftsführerin Kristalina Georgieva. Somit könnte auch der Kampf gegen extreme Armut auf der Welt - ein besonderes Anliegen der Weltbank - beeinflusst werden.

Das Wachstum der Industrieländer werde auf nur noch zwei Prozent im laufenden Jahr sinken, heißt es in der Prognose weiter. In den Entwicklungs- und Schwellenländern werde das Wachstum mit 4,2 Prozent ebenfalls langsamer vorangehen. Georgieva warnte vor einer zu schnellen Straffung der Geldpolitik - dies könnte zu einem Unterdrücken der Kapitalflüsse in Schwellenländern führen.

In der Weltbank sind 189 Länder als Mitglieder zusammengeschlossen. Präsident ist derzeit noch der US-Amerikaner Jim Yong Kim. Der hatte vor wenigen Tagen allerdings überraschend angekündigt, sein Amt vorzeitig abzugeben. Seine Aufgaben sollen ab Februar vorübergehend von der Weltbank-Managerin Kristalina Georgieva übernommen werden.

aar/dpa

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insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
willibaldus 09.01.2019
1.
Da wird der Herr Trump wohl auch bei den Wirtschaftsdaten nicht besser sein als Präsident Obama.
Lua-Lua 09.01.2019
2. Also .....
Das erwarte, weltweite Wachstum wurde von 3,0 auf 2,9 um 0,1 !!! nach unten korrigiert. Die erwartete Wachstum für die USA ist nach 2,9% in 2018 nun 2,5% . Und die Schwellenländer werden mit 4,2% wachsen. Und das wird mit "USA sacken ab" betitelt. Verzeihung aber wie sehen die Zahlen für die EU aus ?
cipo 10.01.2019
3.
Zitat von Lua-LuaDas erwarte, weltweite Wachstum wurde von 3,0 auf 2,9 um 0,1 !!! nach unten korrigiert. Die erwartete Wachstum für die USA ist nach 2,9% in 2018 nun 2,5% . Und die Schwellenländer werden mit 4,2% wachsen. Und das wird mit "USA sacken ab" betitelt. Verzeihung aber wie sehen die Zahlen für die EU aus ?
Ja, wenn man nur das liest, was man offenbar lesen will, kann man sich natürlich über den Titel wundern. Im Text steht aber auch: "Im Wahljahr 2020 könnten es nur noch schwache 1,7 Prozent Wachstum in der größten Volkswirtschaft der Welt sein." Und sa wäre dann schon ein Absacken.
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