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Ausblick: Weltbank prophezeit schwächelnde Weltwirtschaft

Baustelle in Hannover: Weltbank rechnet mit 2,2 Prozent Wachstum Zur Großansicht
DPA

Baustelle in Hannover: Weltbank rechnet mit 2,2 Prozent Wachstum

Die Rezession in Europa belastet die Weltwirtschaft. Die Weltbank hat ihre Prognose für das globale Wachstum nach unten korrigiert. Auch in den kommenden Jahren werde sich die Lage kaum bessern.

Washington - Die Weltbank warnt vor den Folgen der Euro-Krise. Die hohe Arbeitslosigkeit in den Industrienationen, weniger Wachstum in Schwellenländern und der schwächelnde Welthandel belaste das Wachstum weltweit. Die Weltbank hat deshalb ihre Prognose für das laufende Jahr gesenkt. Die Organisation geht nun davon aus, dass die Weltwirtschaft nur noch um 2,2 Prozent wächst und damit hinter dem Plus von 2,3 Prozent des vergangenen Jahres zurückbleibt. Im Januar hatte sie noch einen Zuwachs von 2,4 Prozent prognostiziert.

Hintergrund für die pessimistischere Erwartung sei zum einen die Rezession in Europa, teilte die Weltbank in ihrem Weltwirtschaftsbericht mit. Darunter litten auch der Nahe Osten und Nordafrika, wichtige Handelspartner der Euro-Zone. Zum anderen würden die großen Schwellenländer wie China, Brasilien, Indien und Russland, die mit ihrem Wirtschaftsboom jahrelang die globale Konjunktur angetrieben hatten, nicht mehr so stark wachsen wie vor der Finanzkrise. Die Wachstumserwartung für diese Gruppe korrigierte die Weltbank von 5,5 auf 5,1 Prozent.

Die Weltwirtschaft dürfte zwar in der Zukunft weniger schwankungsanfällig sein, aber auch weniger stark wachsen, sagte der Autor des Berichts, Andrew Burns. Das liege weniger an einer mangelnden Nachfrage sondern vielmehr daran, dass das Wachstum in der Vorkrisenzeit stark von einer Blasenbildung befeuert worden sei. Für 2014 rechnet die Weltbank nun mit einem globalen Wachstum von drei Prozent, für 2015 mit einem Plus von 3,3 Prozent.

cte/Reuters

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insgesamt 48 Beiträge
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1. Titel und Inhalt
froeschl 13.06.2013
Entweder ich als Physiker verstehe wieder mal nichts von Wirtschaft oder der Titel bzw. Anriss und Inhalt passen mal wieder nicht zusammen. Im Anriss heisst es "Auch in den kommenden Jahren werde sich die Lage kaum bessern." und der letzte Satz des Artikels lautet "Für 2014 rechnet die Weltbank nun mit einem globalen Wachstum von drei Prozent, für 2015 mit einem Plus von 3,3 Prozent." Miut meinen beschränkten mathematischen Kenntnissen schliesse ich daraus ein Wachstum des Wachstums von 2,1 über 3,0 zu 3,3 Prozent im Jahr 2015. Da besserst sich doch was oder? oder wo liegt die Schwelle des wirklichen "Besserns"? Oder hat man hier mal wieder nur eine Stimmung wiedergegeben, die von Zahlen nicht belegt ist? Verwirrt
2. Meinungen der Weltbank, BIS und IMF ....
sltgroove 13.06.2013
..."wir bemühen uns die Welt zu zerstören, sehr viel ist nicht über geblieben . Einen Weltkrieg für die Belebung der Konjuktur ist in der nächsten Zeit nicht drinne, aber wir arbeiten daran " Sincerely, your TPTB .
3. Originell
Progressor 13.06.2013
Das Wachstum der Vergangenheit wurde also durch eine Blase verursacht. Was für eine Blase könnte das gewesen sein? Etwa eine Kreditaufnahmeblase? Also höhere Kreditaufnahme = höheres Wachstum und niedrigere Neuverschuldung = niedrigeres Wachstum. Was ist wenn keine Neuverschuldung (wie es derzeit im Euroland mit der Aufforderung zum Sparen verlangt wird) kein Wachstum mehr bedeutet? Dann wird wohl die natürliche nichtblasige Rezession dabei herauskommen. ;-)
4. Hiobsbotschaft für Arbeitsmarkt
xehris 13.06.2013
Zumindest haben wir es nun Schwarz auf Weiß: Europa ist in der Rezession und die Aussichten, dass es besser wird schlecht. Zudem besteht die Gefahr, dass sich die Krise in Europa zu einer Weltwirtschaftskrise ausweitet. Deutschland ist natürlich auch betroffen, denn wie man unschwer erkennt, hängen die Länder wirtschaftlich alle voneinander ab, wir hier in Deutschland sind keine Insel der Seligen. Vor allem für den Arbeitsmarkt sind solche Nachrichten eine Hiobsbotschaft.
5. Mehrproduktionswirtschaft
arneansbach 13.06.2013
Es wäre schon lange Zeit über eine neue Wirtschaftsform nachzudenken- die Grünen hatten dies Anfangs in Ihrem Parteiprogramm -Abkehr von der Mehrproduktionswirt- schaft.Eine Breze in München kostet jetzt bald 20mal soviel wie in meiner Kindheit.3% auf 5 ist überschau- bar- 3% auf 100 gibt schon andere Dimensionen. dies war schon lange klar auch das es irgendwann immer schneller geht.
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