Infografik der Woche Ausgeben ist seliger denn Zurücklegen

Die Deutschen sind seit der Finanzkrise konsumfreudiger geworden. Die Kehrseite: Trotz deutlich gestiegener Einkommen wird weniger gespart als früher - besonders in Hamburg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern.

Fußgängerzone in München: Konsumenten in Kauflaune
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Fußgängerzone in München: Konsumenten in Kauflaune

Von Andreas Griess


Das Statistische Bundesamt hat die neuen sogenannten "Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen der Länder" vorgelegt. Diese beinhalten die Entstehung, Verteilung und Verwendung des Bruttoinlandprodukts in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland von 2000 bis 2014, Berechnungsstand ist November 2014 beziehungsweise Februar 2015.

Ein Blick in die Zahlen ermöglicht es auch, ein wenig zu betrachten, wie sich Deutschland seit der Wirtschaftskrise entwickelt hat. Wichtige Kennzahlen finden sich dabei in der oben aufgeführten Grafik. So fallen die Bruttolöhne und -gehälter im Inland 2014 im Vergleich zu 2010 um 16,5 Prozent höher aus. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte war 2013 rund 7,8 Prozent höher als 2010. Die privaten Konsumausgaben stiegen preisbereinigt im gleichen Zeitraum nur um 3,8 Prozent. Und auch die empfangenen monetären Sozialleistungen der privaten Haushalte erhöhten sich nur leicht um 2,7 Prozent. All diese Werte weisen nur geringe Schwankungen zwischen den einzelnen Bundesländern auf.

Anders sieht es beim Sparen der privaten Haushalte aus. Das ging 2013 im Vergleich zu 2010 bundesweit um 1,5 Prozent zurück. Doch die Unterschiede zwischen den Ländern sind groß: Während Baden-Württemberg (+4,1 Prozent), Bayern (+2,4 Prozent) und Hessen (+0,9 Prozent) ein leichtes Plus vermelden, liegt der Wert in den übrigen Bundesländern unter dem von 2010. Hier sparen die privaten Haushalte weniger Geld. Am deutlichsten ist das in Mecklenburg-Vorpommern (-16,5 Prozent), Bremen (-13,3 Prozent) und Hamburg (-11,4 Prozent) der Fall.

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