Energiewende Ausbau von Windrädern an Land steigt deutlich

Deutschlands Windenergiesektor hat ein starkes Jahr hinter sich. 2017 wurden allein an Land fast 1800 neue Anlagen aufgestellt. Zusammen können sie so viel Strom produzieren wie fünf mittlere Atomkraftwerke.

Windrad-Bau
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Windrad-Bau


Die Zahl der Windräder in Deutschland ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. 2017 wurden 1792 neue Windenergieanlagen an Land mit einer Gesamtleistung von 5333 Megawatt neu gebaut - damit war es das bisher ausbaustärkste Jahr.

Im Vergleich zu 2016 war dies eine Steigerung von 15 Prozent, wie der Bundesverband Windenergie und der Maschinenbau-Fachverband VDMA Power Systems am Donnerstag in Berlin mitteilten. Zum Jahreswechsel waren demnach 28.675 Windenergieanlagen an Land am Netz. Auch bei Windparks auf See hatte es deutliche Zuwächse gegeben.

Für das laufende Jahr erwarten die Verbände einen Ausbau von rund 3500 Megawatt. Die Verbände forderten die Politik auf, zusätzliche Mengen auszuschreiben, um den in den Sondierungsgesprächen zwischen Union und SPD vorgeschlagenen Anteil von 65 Prozent erneuerbarer Energien am Stromverbrauch bis zum Jahr 2030 zu erreichen.

Anfang der Zwanzigerjahre sei mit einem erheblichen Rückbau alter Anlagen zu rechnen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) müsse "repariert", Genehmigungsverfahren beschleunigt werden.

ssu/dpa



insgesamt 50 Beiträge
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trader_07 25.01.2018
1.
Zum Glück geht man hier in Bayern mit dieser Landschaftsverschandelung sehr sparsam um - gerade auch, weil sich viel Protest dagegen richtet. Man muss nur mit offenen Augen durch Brandenburg oder Niedersachsen fahren, es sieht dort scheußlich aus, wie dort weite Landstriche verschandelt sind. Da sind mir die vielen Solarparks in Bayern lieber. Die brauchen auch viel Platz, aber man sieht sie nicht schon aus mehreren Kilometern Entfernung.
bielefelder73 25.01.2018
2. Nicht grundlastfähig
Solange die erneuerbaren Energieträger nicht grundlastfähig sind und keine Speichertechnologie zur Verfügung steht (es ist noch keine tragfähige Lösung in Sicht!) muss für jedes MW an erneuerbarer Energie ein MW konventioneller Energie vorgehalten werden. Das kostet. Der Strompreis wird weiter steigen und steigen. Der Unterschied zu installierter Leistung und erbrachter Leistung wird bei Dunkelflaute immer größer, die Netze immer unsicherer. Dass es noch keine Blackouts gegeben hat, verdanken wir den letzten konventionellen Kraftwerken. Die Entwicklung in der E-Mobilität wird diese Problematik noch verschärfen. Jetzt ist Augenmaß bei der Energiewende gefragt, sonst leiden alle unter den Folgen.
stefan.hemmer 25.01.2018
3. So viel wie fünf mittlere Atomkraftwerke?
Wohl nur, wenn der entsprechende Wind weht. Übers Jahr betrachtet erreichen in Deutschland WKA onshore ca. 15% ihrer (theoretischen) Maximalleistung. Dann bleiben von den genannten 5333 MW gerade mal noch 795 MW übrig. Nicht mal die Leistung eines einzigen Atomkraftwerks, und das auch noch wetterabhängig.
darthmax 25.01.2018
4. Rückbau
es wird Zeit den Betreibern keine Subventionen mehr zu zahlen, dann erledigt sich die Windkraft von selbst. Wenn der Betreiber erst mal Abnehmer für seinen zufälligen Strom überhaupt findet und der nicht zwangseingespeist werden muss, dann müsste sich der Betreiber selbst um Speichermöglichkeiten kümmern und das wäre ein Anfang..
blödbacke 25.01.2018
5. Keine Leitung nach Baiern bauen!
Baut Leitungen nach Schottland und Norwegen und sorgt für 100% Ökostrom im Nordstaat!
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