EEG Bund will Förderung für Windenergie an Land kürzen

Windräder an Land sollen künftig weniger stark gefördert werden. Damit will die Bundesregierung den Bauboom der Anlagen eindämmen.

Windräder vor den Kühltürmen des Vattenfall-Braunkohlekraftwerks in Jänschwalde
dpa

Windräder vor den Kühltürmen des Vattenfall-Braunkohlekraftwerks in Jänschwalde


Die Bundesregierung bekennt sich zum Ausbau der erneuerbaren Energien, will aber künftig Windkraft an Land weniger stark fördern. Wie aus einem SPIEGEL ONLINE vorliegenden Vorschlag des Bundes an die Länder hervorgeht, soll im ersten Quartal 2017 einmalig die feste Vergütung für Windkraftanlagen an Land um 7,5 Prozent gesenkt werden.

Dies solle dafür sorgen, "die derzeit hohe Ausbaudynamik bei Wind an Land wieder auf den Ausbaupfad zurückzuführen", heißt es in dem achtseitigen Eckpunkte-Papier für die Beratungen der Chefs der Staatskanzleien mit Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU).

Kritik aus der Opposition

Am Donnerstagabend werden Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) mit den Ministerpräsidenten beraten. Kern des erneuten Umbaus des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ist die Umstellung der milliardenschweren Förderung auf Ausschreibungen, um Kosten zu senken.

Kritik kommt aus der Opposition: "Der Vorschlag der Bundesregierung zur EEG-Reform 2016 ist das krasse Gegenteil der Klimaschutz-Beschlüsse von Paris und würde nach der Photovoltaik und der Bioenergie nun auch die Windenergiebranche kaputt machen", sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Oliver Krischer.

brt/dpa

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ulrich_loose 11.05.2016
1. Och nö
der Krischer mal wieder... Wäre man ehrlich, will die Regierung in erster Linie wohl die über den Tisch gezogenen "Investoren" vor sich selbts schützen. Es gibt real keine "lohnenden" Standorte mehr und außer einem Abriss nach auslaufen der "Förderung" bleibt diesen Windrädern kaum etwas anderes übrig. Mit 1000 Vollaststunden kann niemand zu Marktpreisen liefern, geschweige denn keine roten Zahlen schreiben. Dass das Grüne und Rote nicht interessiert ist klar - Wirtschlichkeit ist ja nicht deren Ding, eher der Dogmatismus. Am Ende spekulieren die auf etwas ganz Anderes - eine Anschlussförderung für diese Windrädchen und eine EEG Umlage bis zum Sankt Nimmerleinstag.
Aberlour A ' Bunadh 11.05.2016
2. Konservative lernen es nie
Zitat von ulrich_looseder Krischer mal wieder... Wäre man ehrlich, will die Regierung in erster Linie wohl die über den Tisch gezogenen "Investoren" vor sich selbts schützen. Es gibt real keine "lohnenden" Standorte mehr und außer einem Abriss nach auslaufen der "Förderung" bleibt diesen Windrädern kaum etwas anderes übrig. Mit 1000 Vollaststunden kann niemand zu Marktpreisen liefern, geschweige denn keine roten Zahlen schreiben. Dass das Grüne und Rote nicht interessiert ist klar - Wirtschlichkeit ist ja nicht deren Ding, eher der Dogmatismus. Am Ende spekulieren die auf etwas ganz Anderes - eine Anschlussförderung für diese Windrädchen und eine EEG Umlage bis zum Sankt Nimmerleinstag.
Genau, die Konservativen wissen natürlich am besten wie man Energien fördert die unendlich teure Deponiekosten verursachen. Und dabei immer schön diese Kosten extern herausrechnen wegen den Wirtschaftlichkeit und so. Ja ja die Spitzenkräfte der Wirtschaftlichkeit haben schon immer gewusst wie es geht. Siehe Haftungshöchstgrenzen. Dogmatismus bis zum Abwinken, aber Hauptsache die Kosten auf die Allgemeinheit abgewälzt. Die Staublunge war gestern, heute bereitet der immens teure Rückbau Kopfzerbrechen, weil privatrechtliche Unternehmen einen "endlichen Lebenshorizont" haben, wie kürzlich in diesem Zusammenhang zu lesen war. Also muss der Staat wieder ran. Und damit der Steuerzahler. Aber Hauptsache "wirtschaftlich" war's.
günter1934 11.05.2016
3.
Zitat von Aberlour A ' BunadhGenau, die Konservativen wissen natürlich am besten wie man Energien fördert die unendlich teure Deponiekosten verursachen. Und dabei immer schön diese Kosten extern herausrechnen wegen den Wirtschaftlichkeit und so. Ja ja die Spitzenkräfte der Wirtschaftlichkeit haben schon immer gewusst wie es geht. Siehe Haftungshöchstgrenzen. Dogmatismus bis zum Abwinken, aber Hauptsache die Kosten auf die Allgemeinheit abgewälzt. Die Staublunge war gestern, heute bereitet der immens teure Rückbau Kopfzerbrechen, weil privatrechtliche Unternehmen einen "endlichen Lebenshorizont" haben, wie kürzlich in diesem Zusammenhang zu lesen war. Also muss der Staat wieder ran. Und damit der Steuerzahler. Aber Hauptsache "wirtschaftlich" war's.
Von was reden Sie hier eigentlich? Es dürfte sich ja wohl auch bis zu Ihnen durchgedrungen sein, dass 2022 in D Schluss mit AKWs ist. Die wurden vor 50 Jahren gegen den Willen der EVUs denen auf den Backen gedrückt, von der Politik. Und da muss die Politik jetzt auch die Folgen verantworten. Genauso wie die Politik es stemmen muss, wenn die Energiewende krachend an die Wand gefahren wird. Was immer mehr abzusehen ist. Der Versuch, die Windkraft jetzt etwas zurückzufahren ist ein richtiger Versuch in die richtige Richtung. Hilft aber nix.
whatmeworry 11.05.2016
4. Es reicht, Positionen verbal zu besetzen
Die „Klimakanzlerin“ (die älteren unter uns erinnern sich noch) hat die „Energiewende“ (das wissen wir aber alle) verkündet, und im Jahr darauf keine einzige Stromtrasse bauen lassen, im letzten Jahr das Wachstum der Solarenergie erfolgreich gedrosselt und bremst jetzt die Windkraft an Land aus. Macht alles nix. Hauptsache alle wissen, dass Merkel die Energiewende macht. Eingesetzt hat sie dazu u.a. den Dicken für alle Fälle, Kanzleramtschef Altmaier, der in den Talkshows dafür sorgt, dass das Thema sowohl entschärft wird, als auch weiterhin positiv bei der Kanzlerin angesiedelt ist. Im Moment wird er allerdings gerade dazu gebraucht, die Willkommenskanzlerin positiv darzustellen und zugleich ihre Abwehrpolitik zu verkaufen. Verkauft wird mit dieser Verbalakrobatik ohne Kern der Bürger und Wähler, aber wer sich bei der Energie-Schein-Wende derart verkohlen lässt, der hat es wohl nicht besser verdient. Ein wunderbares Beispiel ist gleich der erste Forist zu diesem Artikel. - Och nö? Och doch!!!
comptur 11.05.2016
5. Gas
Zitat von whatmeworryDie „Klimakanzlerin“ (die älteren unter uns erinnern sich noch) hat die „Energiewende“ (das wissen wir aber alle) verkündet, und im Jahr darauf keine einzige Stromtrasse bauen lassen, im letzten Jahr das Wachstum der Solarenergie erfolgreich gedrosselt und bremst jetzt die Windkraft an Land aus. Macht alles nix. Hauptsache alle wissen, dass Merkel die Energiewende macht. Eingesetzt hat sie dazu u.a. den Dicken für alle Fälle, Kanzleramtschef Altmaier, der in den Talkshows dafür sorgt, dass das Thema sowohl entschärft wird, als auch weiterhin positiv bei der Kanzlerin angesiedelt ist. Im Moment wird er allerdings gerade dazu gebraucht, die Willkommenskanzlerin positiv darzustellen und zugleich ihre Abwehrpolitik zu verkaufen. Verkauft wird mit dieser Verbalakrobatik ohne Kern der Bürger und Wähler, aber wer sich bei der Energie-Schein-Wende derart verkohlen lässt, der hat es wohl nicht besser verdient. Ein wunderbares Beispiel ist gleich der erste Forist zu diesem Artikel. - Och nö? Och doch!!!
Die Kanzlerin läßt keine Stromtrassen bauen. Das ist Sache der Stromwirtschaft und der Länder. Der Einzige der bisher etwas bauen lassen hat war Schröder mit der Ostseepipeline. Anschließend ließ er sich abwählen um sich unter Mithilfe seines Freundes dem lupenreinen Demokraten die Taschen zu füllen. Das war schon ein interessanter Vorgang. Trittin sorgt für Stilllegung der Atom- und Kohlekraftwerke und plädiert für Gaskraftwerke und Gazpromgerd sorgt für Gas.
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