Wirtschaftsboom Chinas Inflation schnellt auf fünf Prozent

Die Wirtschaft wächst und wächst - und mit ihr die Inflation: Chinas Verbraucherpreise sind 2010 um fast fünf Prozent gestiegen. Immerhin blieb die Teuerung noch hinter den Befürchtungen von Experten zurück.


Peking - Chinas Verbraucher leiden unter steigenden Preisen. Die Jahresinflation sei von 4,6 Prozent im Vormonat auf 4,9 Prozent geklettert, teilte das nationale Statistikamt am Dienstag in Peking mit. Der Anstieg liegt jedoch deutlich unter den Markterwartungen. Analysten hatten mit einer Jahresrate von 5,4 Prozent gerechnet.

Chinas Erzeugerpreise sind zu Jahresbeginn gestiegen. In den zwölf Monaten bis Januar legten sie laut Statistikbehörde um 6,6 Prozent zu. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg um 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr gerechnet.

Angesichts der hohen Inflation hatte die chinesische Notenbank ihre Geldpolitik zuletzt mehrmals gestrafft. Experten rechnen im Jahresverlauf mit weiteren Zinsanhebungen.

Grund für den Preisanstieg ist ein beispielloser Wirtschaftsboom. Wie groß das Wachstum der Volksrepublik ist, machte sich am Dienstag erneut bemerkbar. Laut einem Bericht der Vereinigung chinesischer Automobilhersteller haben sich die Importe von Fahrzeugen ausländischer Hersteller im vergangenen Jahr fast verdoppelt.

Bei den Käufern vor allem Autos aus Japan und Deutschland beliebt. Die Importe stiegen demnach gegenüber dem Vorjahr um 93 Prozent auf 813.600 Fahrzeuge. Den größten Anteil daran hatten Allrad- und Geländewagen.

ssu/dapd/Reuters



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h_grabowski 15.02.2011
1. Warenkorb
Man müßte nun wissen, wie in China diese Zahlen einzuordnen sind...Falls die Zahlen der Chinesen genauso mittels der Warenkorbzusammenstellung schön gerechnet werden wie hier, ist das schon eine Menge... Falls nicht, was ich eher glaube, denke ich dass der Wert unter der hiesigen Inflationrate liegt. Von der gefühlten Infaltion wollen wir hier besser gar nicht erst anfangen.
snickerman 15.02.2011
2. Politische Werte
Ich glaube nicht, dass die statistischen Behörden uns die wahren Zahlen nennen, in China ist alles politisch, auch die verkündeten Kennziffern. Wahrscheinlich ist die Inflation höher, obwohl der Staat bestimmt an einigen Stellen zusätzlich lenkend eingreift (höhere Steuern hier, Subventionen da)
localpatriot 15.02.2011
3. Der Chinesische Warenkorb beinhaltet anderes
Zitat von h_grabowskiMan müßte nun wissen, wie in China diese Zahlen einzuordnen sind...Falls die Zahlen der Chinesen genauso mittels der Warenkorbzusammenstellung schön gerechnet werden wie hier, ist das schon eine Menge... Falls nicht, was ich eher glaube, denke ich dass der Wert unter der hiesigen Inflationrate liegt. Von der gefühlten Infaltion wollen wir hier besser gar nicht erst anfangen.
In Nordchina herrscht zur Zeit Duerre und es ist Winter. Lebensmittel werden teurer besonders Reis der um ueber 16% weltweit gestiegen ist. Fuer Menschen die einen groesseren Teil ihres Geldes fuer Nahrungsmittel ausgeben, sind Preiserhoehungen fuer Grundnahrungsmittel katastophal. Ausserdem - China erhoehte letztes Jahr den Mindestlohn und andere Loehne stiegen auch stark an. Vier Zinserhoehungen werden dieses Jahr noch erwartet um die Inflation zu reduzieren.
vogelsteller 15.02.2011
4. die ferne ist so schön fern - die nähe ist zu nah
Zitat von sysopDie Wirtschafts wächst und wächst - und mit ihr die Inflation: Chinas Verbraucherpreise sind 2010 um fast fünf Prozent gestiegen, die Erzeugerpreise um mehr als sechs Prozent. Immerhin blieb die Teuerung noch*hinter den Befürchtungen von Experten zurück. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,745583,00.html
warum in die ferne schweifen, wenn das böse liegt so nah. oder warum zeigt man auf den splitter im auge des anderen, wenn man selbst einen balken im auge hat.
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