Wirtschaft


Staatsverschuldung: OECD lobt Spaniens Kampf gegen die Krise

Spanien bekommt gute Noten - zumindest von der OECD: Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung nennt Spaniens Kampf gegen die Krise "vorbildlich".

OECD-Generalsekretär Gurría: "Spanien macht seine Hausaufgaben"Zur Großansicht
AFP

OECD-Generalsekretär Gurría: "Spanien macht seine Hausaufgaben"

Cádiz - Die Politik der spanischen Regierung im Kampf gegen die Euro-Schuldenkrise ist nach Ansicht der Industrieländerorganisation OECD vorbildlich. Spanien mache seine Hausaufgaben und bezahle dafür einen hohen politischen Preis, sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurría in der südspanischen Küstenstadt Cádiz. Dort sollen am Freitag die Staatschefs der lateinamerikanischen Länder zu einem zweitägigen Gipfeltreffen zusammenkommen.

Spanien verdiene für die beschlossenen Sparmaßnahmen und Reformen zur Überwindung der Krise die "bedingungslose Unterstützung" seiner EU-Partner, sagte Gurría.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die EU-Staaten sollten die Sicherheit Spaniens an den internationalen Märkten festigen, sagte der Mexikaner vor Beginn des Gipfeltreffens. Bei der Konferenz soll es vor allem um die Auswirkungen der Krise in Spanien und Portugal gehen und um die Frage, wie die lateinamerikanischen Länder zu deren Lösung beitragen können.

Trotz seiner hohen Schulden hat Spanien bisher keinen Rettungsantrag in Brüssel gestellt. Nach Einschätzung der EU-Kommission wird Spanien noch mindestens zwei Jahre lang mit einem hohen Haushaltsdefizit kämpfen.

In der spanischen Bevölkerung werden die Sparmaßnahmen nicht akzeptiert: Erst am Donnerstag kam es im Zuge des europäischen Streiktags zu heftigen Auseinandersetzungen. Jeder vierte Spanier ist inzwischen arbeitslos, bei den Jugendlichen sind es sogar mehr als 50 Prozent. Spanien leidet unter den Folgen einer geplatzten Immobilienblase. Der drastische Sparkurs hat die Rezession zunächst noch verschlimmert.

sun/dpa

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insgesamt 7 Beiträge
idealist100 16.11.2012
Wenn jemand OECD Lob erhält kann sich der Bürger schon einmal auf Armut einstellen. Hauptsache die Zocker und Eliten Jammern nicht.
Zitat von sysopSpanien bekommt wieder gute Noten - zumindest von der OECD: Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung nennt Spaniens Kampf gegen die Krise "vorbildlich". [url]http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/wirtschaftskrise-oecd-lob
Wenn jemand OECD Lob erhält kann sich der Bürger schon einmal auf Armut einstellen. Hauptsache die Zocker und Eliten Jammern nicht.
luzy30655 16.11.2012
ein Lob für eine Regierung, die Ihren Bürgern auch noch den letzten Cent abpresst. Aber vielleicht gibt es ja dafür einen Sonderbonus von ein paar Milliarden für die Banken...
ein Lob für eine Regierung, die Ihren Bürgern auch noch den letzten Cent abpresst. Aber vielleicht gibt es ja dafür einen Sonderbonus von ein paar Milliarden für die Banken...
muellerthomas 16.11.2012
WIe müssten denn Ihrer Meinung nach Menschen aussehen, die "wissen, von was sie reden"?
Zitat von ws1956Wenn ich diese drei Schweinsköpfe auf dem Foto sehe, kann ich mir vorstellen dass Sie nicht wissen von was sie reden.
WIe müssten denn Ihrer Meinung nach Menschen aussehen, die "wissen, von was sie reden"?
Diese Analyse kann man nur noch als politische Beruhigungspille interpretieren. Das eigentliche und wirkliche Problem der spanischen Volkswirtschaft sind seine instabile Bankenlandschaften und seine kaum vorhandene Leistungs- [...]
Zitat von sysopSpanien bekommt wieder gute Noten - zumindest von der OECD: Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung nennt Spaniens Kampf gegen die Krise "vorbildlich". [url]http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/wirtschaftskrise-oecd-lob
Diese Analyse kann man nur noch als politische Beruhigungspille interpretieren. Das eigentliche und wirkliche Problem der spanischen Volkswirtschaft sind seine instabile Bankenlandschaften und seine kaum vorhandene Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit. Spanien steckt in einer tiefen und schwierigen Abschwungphase mit steigenden Arbeitslosigkeiten und den Folgen des Platzens einer gigantischen Immobilienblase, verursacht durch den billigen Euro. Der spanische Target 2 Saldo ist riesig, seine Banken erhalten Rekapitalisierungshilfen durch die noch ausleihefähigen Restmittel des EFSF. Der ESM als weitere Finanzierungsquelle ist schon angedacht. Die EZB hat schon in der Vergangenheit spanische Staatsanleihen am Sekundärmarkt aufgekauft. Über den Liquiditätstender LTRO haben die spanischen Banken Liquiditätshilfen erhalten. Das eigentliche Ziel dürfte jedoch eine europäische Bankenunion mit einer gemeinsamen Haftungseinlagensicherung sein. Die OECD möchte offenbar einige Beruhigungspillen an die Märkte und an die europäischen Staaten verteilen. Die volkswirtschaftlichen Wirklichkeiten sehen jedoch anders aus. http://www.wiwo.de/politik/europa/bankenunion-ifo-chef-sinn-warnt-vor-geplanter-gewaehrtraegerhaftung-fuer-suedeuropaeische-banken/7369992.html http://www.wiwo.de/politik/europa/weg-zu-deutschen-geldreserven-die-bruesseler-hintergedanken-zur-bankenunion/7159236.html http://www.wiwo.de/politik/europa/schuldenkrise-die-trickkiste-der-gelddrucker/6589466.html http://www.wiwo.de/politik/europa/schuldenberg-voraus-warum-die-euro-rettung-in-die-katastrophe-fuehrt/7287260.html http://www.wiwo.de/politik/europa/eurospezial/schuldenkrise-europa-passt-nicht-unter-ein-dach/7299242.html
hdudeck 16.11.2012
Italien, Spanien und der Rest geht durch das Tal der Traenen, durch das D schon vor ein paar Jahren durchmusste. Weitere Laender (wie die USA) werden folgen, das ist halt das Resultat, wenn man ueber der Verhaeltnisse lebt. [...]
Zitat von sysopSpanien bekommt wieder gute Noten - zumindest von der OECD: Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung nennt Spaniens Kampf gegen die Krise "vorbildlich". [url]http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/wirtschaftskrise-oecd-lob
Italien, Spanien und der Rest geht durch das Tal der Traenen, durch das D schon vor ein paar Jahren durchmusste. Weitere Laender (wie die USA) werden folgen, das ist halt das Resultat, wenn man ueber der Verhaeltnisse lebt. Es wird Gewinner (die Reichen) und Verlierer (der Rest) geben. Wie immer. Aber deshalb (als Verlierer) den Kopf in den Sand stecken oder Gewaltaetig werden ? Frueher hat es Kriege mit dem gleichen Resultat gegeben, die Reichen wurden reicher, die Armen versanken in Armut. Dieses Prinzip wiederholt sich, solange Vermoegen ungleichgemaess verteilt ist.
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  • Freitag, 16.11.2012 – 13:30 Uhr
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