EM-Gastgeber Polen Wackliges Wunder von Warschau

Kurz vor der Fußball-EM strotzt Gastgeber Polen vor Selbstbewusstsein. Die Wirtschaft glänzt als wachstumsstärkste in Europa. Doch der Boom gründet zum Großteil auf staatlichen Investitionen und EU-Hilfen. Erste Unternehmer fragen bang, wie es weitergehen soll, wenn dieses Geld nicht mehr fließt.

DPA

Aus Danzig und Warschau berichtet


Die Fahrt zum Danziger Containerhafen führt über einen staubigen Weg, der eher an eine Buschpiste erinnert als eine moderne Straße. Kaum etwas deutet darauf hin, dass 40 Prozent des polnischen Seehandels hier durch müssen. Nur die Bagger und Baumaschinen links und rechts der Straße lassen erahnen, dass da etwas Großes entsteht.

Um zu verstehen, was genau hier passiert, braucht man Boris Wenzel. Der bullige Chef des Danziger Containerhafens sitzt in einem schmucklosen Bürogebäude am Ende der Staubstraße und blickt durch das Fenster über die bunten Container, die auf den nächsten Frachter warten. Wenzel ist ein Mann mit viel Energie - und mit großen Visionen.

"Wir haben hier ein sehr, sehr schnelles Wachstum", sagt Wenzel. In viereinhalb Jahren haben er und seine Leute aus dem Nichts einen modernen Containerhafen hochgezogen, der irgendwann auch mal den großen Häfen in Westeuropa Konkurrenz machen soll. Seit 2010 gibt es eine Direktverbindung nach China. Früher musste die Ware aus Fernost in Hamburg oder Rotterdam umgeladen und dann mit kleineren Schiffen oder mit Lkw nach Polen gebracht werden. Nun braucht Polen die westeuropäischen Riesenhäfen nicht mehr. "Wir haben das Hamburger Monopol durchbrochen", jubelt Wenzel. Und bald soll auch die Zufahrtsstraße zum Hafen auf vier Spuren ausgebaut sein.

Wenzel sieht sich selbst als Vertreter eines neuen, selbstbewussten Polens. In seinem Büro stehen Fotos, auf denen er mit dem ehemaligen polnischen Präsidenten Lech Walesa und Premierminister Donald Tusk posiert - beide stammen aus Danzig. Mit dem Staatspräsidenten Bronislaw Komorowski reiste er jüngst nach China. Von der Politik wünsche er sich manchmal "etwas mehr Ehrgeiz", sagt Wenzel. Er selbst hat reichlich davon.

"Die vergangenen 20 Jahre hat Polen mit dem Aufbau des Landes zugebracht", sagt Wenzel. "In dieser Zeit waren wir eine Art verlängerte Werkbank für Westeuropa." Doch jetzt hätten sich die Dinge geändert: "Polen ist nicht mehr darauf angewiesen, nur nach Westen zu schauen. Die Zukunft liegt im Osten." Die Macht in Europa werde sich verschieben, da ist sich der Hafenchef sicher. "In den vergangenen 30 Jahren waren Deutschland und Frankreich die führenden Wirtschaftsnationen - in den kommenden 20 Jahren werden diese Rolle vielleicht Deutschland und Polen einnehmen."

"Die Krise hat Polen riesige Vorteile gebracht"

Das neue Selbstbewusstsein der polnischen Wirtschaftselite kommt nicht von ungefähr. Jahrzehntelang Synonym für Schlendrian und Niedergang, ist sie zum ökonomischen Star in Europa geworden. Während von 2007 bis 2011 die weltweite Krise tobte, wuchs die polnische Wirtschaft um insgesamt 15 Prozent - so stark wie kein anderes Mitglied des Industrieländerclubs OECD. Selbst im schlimmsten Krisenjahr 2009, als zum Beispiel die deutsche Volkswirtschaft um fünf Prozent einbrach, schaffte Polen immer noch ein Plus von 1,7 Prozent.

"Die Krise hat Polen riesige Vorteile gebracht", sagt Wenzel. "Das Land wurde plötzlich wahrgenommen und bekam ganz neue Möglichkeiten. Bis 2008 hatten wir kaum Exporte außerhalb der EU. Aber seitdem tut sich etwas." Für 2012 erwartet die EU-Kommission laut ihrer gerade veröffentlichten Frühjahrsprognose ein Wachstum von 2,7 Prozent - mehr als in jedem anderen Land der Europäischen Union. Der Internationale Währungsfonds (IWF) bezeichnet Polen deshalb auch als "Lichtblick" in Europa.

Nun will das Land seine neue Stärke der ganzen Welt zeigen - als Gastgeber der Fußball-Europameisterschaft. Bis zu einer Million Fußballfans sollen im Juni und Juli in das Land strömen. Auch deshalb hat die Regierung in Warschau ein gigantisches Infrastrukturprogramm aufgelegt. 25 Milliarden Euro wurden investiert: Unter anderem für neue Flughafenterminals in den vier Spielorten Warschau, Danzig, Breslau und Posen. Im ganzen Land entstanden fast 800 Kilometer neue Autobahnen.

Die Investitionen waren dringend nötig. Lange hatte Polen den Ausbau seiner Infrastruktur verschlafen. "Der Fußball hat viel bewirkt", sagt Hafenchef Wenzel.

Viele Kunden wollen "irgendwas mit der EM"

Längst nicht alle angefangenen Projekte werden bis zum Eröffnungsspiel am 8. Juni fertig sein. Besonders bei den Autobahnen hängen die polnischen Planer hinterher. Die wichtige Strecke zwischen Lodz und Warschau sollte eigentlich von der chinesischen Firma Covec gebaut werden. Als die ihre polnischen Subunternehmer nicht mehr bezahlen wollte, war plötzlich Schluss.

Auch der Zug von Danzig nach Warschau ruckelt noch im langsamen Takt des Sozialismus vor sich hin. Sechs Stunden braucht er für die rund 350 Kilometer bis zur Hauptstadt - wenn es gut läuft. Wegen der vielen Baustellen dauert es manchmal auch noch länger. Dann, so erzählen die, die hier regelmäßig mitfahren, sei man auch schon mal neun Stunden unterwegs.

Jammern wollen die meisten Polen trotzdem nicht. "Die Leute stehen zwar im Stau, aber sie sagen sich: Es lohnt sich", meint Krzysztof Bulski. Der 30-Jährige ist ein Gewinner des polnischen Booms. Im vergangenen Jahr hat er mit einem Geschäftspartner zusammen eine Kommunikationsagentur gegründet - mittlerweile hat die Firma schon 15 Angestellte.

Viele Kunden hätten extra wegen des Fußballturniers bei ihm angefragt, ob man nicht "irgendwas mit der EM" machen könne, erzählt Bulski. "Ich bin sicher, dass die Europameisterschaft der polnischen Wirtschaft helfen wird", sagt er. Doch die Effekte dürften eher kurzfristig sein. "Das Geschäft kommt und wird wieder gehen."

Der Unternehmer sitzt in einem schicken Café an der Zurawia-Straße - der "Warschauer Wall Street", wie er sagt. Hier pulsiert das Geschäftsleben, ein paar hundert Meter weiter steht das Gebäude der Warschauer Börse. "Wir als polnische Unternehmer sind stolz, dass unser Land so gut durch die Krise gekommen ist", sagt Bulski. Er kennt auch einen Grund dafür: politische Stabilität. "Zum ersten Mal hatten wir eine Regierung, die über zwei Amtszeiten konstant arbeiten konnte."

Polen bekommt die höchsten Fördermittel aller EU-Länder

Seit 2007 regiert Ministerpräsident Tusk, im vergangenen Jahr wurde er bis 2015 wiedergewählt. Die Krise hat er mit einer Mischung aus guten Voraussetzungen, glücklichem Timing und geschickter Politik gemeistert. So ist die polnische Wirtschaft traditionell weniger stark vom Export abhängig als andere Länder. Der private Konsum spielt eine wichtige Rolle. Die Nachfrageschwäche aus dem Ausland schlug in der Weltwirtschaftskrise deshalb nicht so stark durch wie in anderen EU-Ländern. Und auch das Bankensystem erwies sich als relativ stabil.

Den wichtigsten Impuls dürfte allerdings die EM gegeben haben: Im April 2007 bekam Polen zusammen mit der Ukraine den Zuschlag für die Ausrichtung des Fußballturniers. Kurz darauf startete die neue Regierung ihre längst überfälligen Investitionen in die öffentliche Infrastruktur, baute Straßen, Schienen und Brücken.

Als sich 2008 die Aussichten für die Weltwirtschaft verfinsterten, liefen viele Projekte bereits - und federten den wirtschaftlichen Schock rechtzeitig ab. "Ohne diese Investitionen wäre Polen nicht da, wo es heute steht", sagt Cornelius Ochmann, Polen-Experte bei der Bertelsmann-Stiftung.

Durch die steigenden Ausgaben schoss das Staatsdefizit zwar kurzzeitig bis auf 7,8 Prozent in die Höhe. Doch da das Wirtschaftswachstum robust blieb, flossen die Steuern weiter und die Regierung konnte die Haushaltslücke relativ schnell wieder verkleinern. Laut Prognose der EU-Kommission soll das Defizit in diesem Jahr bei drei Prozent liegen - damit würde Polen die Kriterien des europäischen Stabilitätspakts erfüllen. Das Land müsse einen "Weg der Mitte" gehen, sagt Ministerpräsident Tusk, zwischen notwendigem Sparen und notwendigem Investieren.

Doch ganz aus eigener Kraft ist das polnische Wunder nicht gewachsen. "Es gibt eine große Subventionierung durch die EU", sagt Experte Ochmann. Zwischen 2007 bis 2013 bekommt Polen etwa 67 Milliarden Euro aus europäischen Fördertöpfen - das entspricht rund 20 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung und ist mehr als jedes andere Land der Gemeinschaft erhält. Damit lassen sich viele Bauvorhaben prima kofinanzieren.

"Es ist längst nicht so rosig, wie die Leute behaupten"

Aber was passiert, wenn die EM vorbei und die Infrastruktur fertig gebaut ist? Wird die polnische Wirtschaft auch dann noch so gut dastehen in Europa?

Zuletzt sei die hohe Wirtschaftsleistung vor allem vom privaten Konsum und öffentliche Investitionen getrieben worden, warnen die Experten der OECD in ihrem aktuellen Länderbericht. Die Nachhaltigkeit dieses Wachstums sei fraglich, wenn die Regierung nicht weitere Strukturreformen angehe. Vor allem die vergleichsweise hohe Arbeitslosigkeit gebe Anlass zur Sorge.

Auch Sev Zakrzewski ist skeptisch."Das Bruttoinlandsprodukt steigt mittlerweile doch vor allem noch wegen der EU-Subventionen" meint der junge Unternehmer aus Warschau. "Die Investitionen in die Infrastruktur halten die Wirtschaft am Laufen."

Zakrzewski ist Immobilienmanager. Bis vor zwei Jahren verkaufte er Luxuswohnungen und Bürogebäude an ausländische Investoren und polnische Aufsteiger. Nun hilft er denen, die sich damals übernommen haben, ihre Investments wieder loszuwerden und vermittelt sie an neue Investoren. "Wir bieten einen Service für große internationale Unternehmen, die Probleme haben, weil sie auf dem Höhepunkt des Immobilienbooms investiert haben", erklärt Zakrzewski. Spanische Firmen zum Beispiel hätten damals in Polen sehr viel Geld ausgegeben und würden die Immobilien nun nicht mehr zu den hohen Preisen los. "Der Höhepunkt ist eindeutig überschritten", sagt der Unternehmer.

Seine eigenen Geschäfte laufen trotzdem gut. Innerhalb eines Jahres hat er die Zahl seiner Mitarbeiter von drei auf 20 aufgestockt. Einige von ihnen drängen sich auf engem Raum in den tristen Büroräumen im Zentrum von Warschau. Die anderen seien auf das ganze Land verteilt. "Man muss das Beste aus der Situation machen", sagt Zakrzewski. Und das tut er.

Der 33-Jährige stand bisher fast immer auf der richtigen Seite. Lange lebte er in New York. Als nach den Anschlägen vom 11. September 2001 die Wirtschaft in den USA kollabierte, ging er zurück in sein Heimatland - rechtzeitig zum großen Aufschwung. 2004 gründete er eine eigene Immobilienfirma in Warschau. "Es war ein riesiger Boom", erinnert sich Zakrzewski. "Die Leute rissen uns die Wohnungen und Büros aus den Händen."

Mittlerweile läuft der Immobilienmarkt schwerfälliger. "Es ist längst nicht so rosig, wie viele Leute behaupten", sagt der Unternehmer. "Und ich glaube, es wird noch schlechter." Er fragt sich auch, was aus den vielen Hotels und Fußballstadien werden soll, wenn die EM vorbei ist. "Es ist gut, schöne Stadien zu haben, aber ich weiß nicht, was sie danach damit machen wollen." Die Organisationsgesellschaft der EM spricht von Konzerten, Messen und Hochzeiten, die die Stadien profitabel machen sollen. Doch so groß fallen die Trauungsfeiern selbst im erzkatholischen Polen eher selten aus.

"Die sind verzweifelt auf der Suche nach Nutzungsmöglichkeiten", kommentiert Zakrzewski - und hat schon eine Idee, wie er die Lage für sich nutzen kann: Er hat sich eine American-Football-Mannschaft gekauft: die Warsaw Eagles. Die sollen nun wenigstens einmal im neuen Warschauer Nationalstadion spielen. Einen Termin für das Event hat Zakrzewski auch schon: Der 15. Juli, zwei Wochen nach dem EM-Finale. "Solche Möglichkeiten bekommt man nur in Polen."

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Stelzi 24.05.2012
1. Aus PIGS wird mal PPIGS
Ja, Polen gesellt sich vielleicht auch mal zu den PIGS-Staaten. Die Vorzeichen sind ja schon da.
Niamey 24.05.2012
2. Man höre und staune!
Zitat von sysopDPAKurz vor der Fußball-EM strotzt Gastgeber Polen vor Selbstbewusstsein. Die Wirtschaft glänzt als wachstumsstärkste in Europa. Doch der Boom gründet zum Großteil auf staatlichen Investitionen und EU-Hilfen. Viele Unternehmer fragen bang, wie es weitergehen soll, wenn dieses Geld nicht mehr fließt. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,834316,00.html
Dieser Müllhaufen von EU züchtet sich nach dem neuchristlichen Prinzip, hau mir auf die rechte Back und ich halte dir auch noch die Linke hin, mit EU Subventionen ein neues Spanien, Portugal und Griechenland heran. Ist schon interessant zu sehen wie wir alle für dumm verkauft werden und dann einige noch so deppert sind und diese Parteien, die die EU unterstützen auch noch wählen gehen. Wir sind ein Land, dass zu seinen Exporten auch gleich noch die passenden Kredite mitliefert. Und ein Fünftel des EU Haushalts finanziert und sich dafür noch blöd von der Seite anmachen lassen muss. Wann ist endlich Schluss damit?
Freifrau von Hase 24.05.2012
3. Angst
Keine Angst, Deutschland wird auch weiterhin zahlen.
aquariuss 24.05.2012
4.
Zitat von sysopDPAKurz vor der Fußball-EM strotzt Gastgeber Polen vor Selbstbewusstsein. Die Wirtschaft glänzt als wachstumsstärkste in Europa. Doch der Boom gründet zum Großteil auf staatlichen Investitionen und EU-Hilfen. Viele Unternehmer fragen bang, wie es weitergehen soll, wenn dieses Geld nicht mehr fließt. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,834316,00.html
Wie soll es denn laufen, wenn dass alles auf Kredit Gebaut wurde, jetzt nach 2012 kommt die bittere Wahrheit, dass die Kredite abbezahlt werden müssen. Deutsche Firmen kamen, haben zum Beispiel die Wroclaw Autobahn-Umleitung Gebaut, haben Abkassiert und Polen ist mit gigantischen Kredit geblieben. Jetzt muss der herr "Thusk" steuern erhöhen, aber die frage lautet wie sollen die Pollen (reihmt sich) die steuern erhohung bezahlen wenn Mindestlohn in Polen 250€ betregt, und momentan alle kosten fur Strom, Sprit, Lebensmittel wie Deutchland ist? ca 30% der Arbeitskraft verdient mindestlohn, 45 % dass mittel lohn von 580€ (2500złoty) - nur 15% verdienen mehr als 1000 - 2000€ pro Monat. Der Rest sind Unternehmer, die so viel Geld haben, dass die Kiene Steuern Zahlen müssen, dass heisst CREATIVE Buchhaltung. Dass ist die Realität meine Damen und Herren, und Glaubt mir, Hier gibt es Kienen Boom, Kein Wachstum! Ales nur im Computer, die Wahrheit ist sehr viel Trauriger. Der Herr Thusk, hat fast schon alle Polnische Unternehmen als erstes in die Ruine Getrieben wie die Danziger Werft und dann fur billiges geld verkauft! Angeblich weil die nicht Konkurrenzfähig ist, Aber die Polnische hatt Kräftig mit der Deutschen KONKURRIERT, hatt die selbe Qualität fur weniger geld angeboten. Dass hatt die Frau Merkel aber nicht gesehen, deswegen musste die Werft Schliesen. Angie schickte die EU komissrin und DIE hat einfach verboten, dass die Werft mit hilfe von Staatlichen Geld gefordert wird. Komisch dass so ein vorgehen in Deutschland erlaubt ist... Nichtsdestotrotz meine lieben Kollegen aus Deutschland, Freut euch schon Richtig auf die Pollen, weil die werden jetzt richtig kommen. Und das Resultat der EU und Merkel-Thusk und Co wird dass, sein dass die Lohne in Deutschland Fallen werden, und Deutsche Ihre Arbeitsplätze verlieren werden. Also Freuen wir uns doch gemeinsam, weil Deutschland schon wieder gegen Pollen gesiegt hat!
uezegei 24.05.2012
5. Bald wie überall auch
Zitat von sysopDPAKurz vor der Fußball-EM strotzt Gastgeber Polen vor Selbstbewusstsein. Die Wirtschaft glänzt als wachstumsstärkste in Europa. Doch der Boom gründet zum Großteil auf staatlichen Investitionen und EU-Hilfen. Viele Unternehmer fragen bang, wie es weitergehen soll, wenn dieses Geld nicht mehr fließt. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,834316,00.html
Das auf Pump gepushte Wachstum wird auch dort spätestens zum Erliegen kommen, wenn die offenen Rechnungen einmal beglichen werden müssen. Der Hafen Danzig wird bald unter den 100 wichtigsten Häfen sein, weil dort billiger Ramsch aus Fernost abgeladen wird, der einer darbenden Bevölkerung verhökert wird. Die Schiffe fahren fast leer nach China zurück. Es wird dann in Berlin zwar keinen Polen-Markt mehr geben, aber der nächste Vietnamesenmarkt eröffnet dafür in Danzig. Macht alles nix, Hauptsache der Ball rund und die Stadien stehen als Investitionsruinen in der Gegend rum.
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