Studie zu globalem Reichtum Amerikaner besitzen 80,5 Billionen Dollar

Auch im vergangenen Jahr haben Reiche überdurchschnittlich vom weltweiten Vermögenszuwachs profitiert. Die deutschen Millionäre stehen im internationalen Vergleich ein Stück weiter hinten.

Reichster Mann der Welt: Amazon-Gründer Jeff Bezos
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Reichster Mann der Welt: Amazon-Gründer Jeff Bezos


Der globale Reichtum nimmt weiter kräftig zu und konzentriert sich immer stärker bei Menschen, die ohnehin schon viel Geld besitzen. 2017 kletterten die Privatvermögen weltweit währungsbereinigt um 7,1 Prozent auf 201,9 Billionen Dollar, wie aus einer am Donnerstag in New York vorgestellten Studie der Boston Consulting Group hervorgeht. Ohne Währungsbereinigung betrug der Anstieg sogar zwölf Prozent und fiel damit mehr als doppelt so hoch aus wie im Vorjahr.

"Das Hoch an den Börsen und die Stärke vieler Währungen gegenüber dem Dollar haben dem weltweiten Vermögenswachstum einen enormen Schub verliehen", sagte BCG-Expertin Anna Zakrzewski. Davon profitierten vor allem Millionäre, bei denen sich dem "Global Wealth Report" zufolge inzwischen die Hälfte des weltweiten Vermögens konzentriert. 2012 lag ihr Anteil noch bei unter 45 Prozent. Damit bestätigt die Studie einmal mehr das Klischee von den Reichen, die immer reicher werden.

Aktuell reichster Mann der Welt: Amazon-Chef Jeff Bezos, der Microsoft-Gründer Bill Gates den Rang abgelaufen hat. Laut der vom US-Magazin "Forbes" veröffentlichten Rangliste der Milliardäre hat sich Bezos' Vermögen in den vergangenen zwölf Monaten nahezu verdoppelt - dank des enormen Anstiegs der Aktie seines Internetkonzerns.

Das Vermögen des 54-Jährigen liegt demnach nun bei geschätzten 112 Milliarden Dollar. Das von Gates schrumpfte hingegen um etwa 400 Millionen Dollar und liegt nun bei 90 Milliarden Dollar. Nach Angaben des Magazins war die Lücke zwischen dem Erst- und dem Zweitplatzierten in der jährlichen Liste noch nie so groß.

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Das Finanzvermögen der Deutschen stieg der BCG-Analyse nach um währungsbereinigte 4,3 Prozent auf 7,5 Billionen Dollar. Gemessen an der Summe der Vermögen rangiert Deutschland damit weltweit unverändert auf Platz fünf. An erster Stelle stehen die USA (80,5 Billionen Dollar), dahinter folgen China (20,7 Billionen), Japan (16,8 Billionen) und Großbritannien (9,3 Billionen). Amerika ist auch das Land mit den meisten Millionären - hier steht Deutschland weltweit nur auf Platz sieben.

Das vergleichsweise moderate Wachstum in Deutschland sei unter anderem auf das konservative Anlageverhalten zurückzuführen, heißt es in der Studie. 36 Prozent des Privatvermögens seien hierzulande Spareinlagen oder Bargeld, während lediglich 19 Prozent in Aktien und Fonds stecke. Im Ausland gehen die Menschen mehr Risiko ein - dort werden der Analyse nach nur 27 Prozent der Vermögen auf Sparkonten oder bar gehalten und 35 Prozent in Aktien oder Fonds.

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mik/dpa-AFX



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