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Beschäftigung behinderter Menschen: Schäuble will Strafen für Unternehmen verdoppeln

Finanzminister Schäuble: Behinderten Arbeitnehmern eine Chance geben Zur Großansicht
AP/dpa

Finanzminister Schäuble: Behinderten Arbeitnehmern eine Chance geben

Finanzminister Schäuble will die Chancen behinderter Menschen auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Nach Informationen des SPIEGEL sollen Firmen künftig deutlich höhere Strafen zahlen, wenn sie nicht eine Mindestzahl Behinderter einstellen.

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will die Strafzahlungen für Unternehmen verdoppeln, wenn sie nicht genügend Schwerbehinderte beschäftigen. Die sogenannte Ausgleichsabgabe soll von derzeit durchschnittlich rund 2000 Euro je unbesetzten Pflichtarbeitsplatz auf rund 4000 Euro pro Jahr steigen. Für den Fall, dass die Unternehmen ihr Verhalten nicht ändern, stiege das Aufkommen aus der Abgabe von derzeit rund 500 Millionen Euro auf eine Milliarde Euro. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Mit dem Vorstoß will Schäuble die Beschäftigungschancen behinderter Menschen erhöhen. Bislang kaufen sich viele Unternehmen davon frei, eine bestimmte Zahl Behinderter anzustellen. Wenn die Strafzahlung teurer ausfalle, steige unter Umständen die Bereitschaft, Behinderten eine Chance zu geben, so das Kalkül.

Das Finanzministerium hat das zuständige Bundesarbeitsministerium (BMAS) von Ressortchefin Andrea Nahles (SPD) bereits von dem Vorhaben unterrichtet. Das BMAS reagierte reserviert, eine Bewertung steht aber noch aus. Nach dem Ärger um den Mindestlohn wollen die Beamten das Verhältnis zu den Arbeitgeberverbänden nicht weiter belasten.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 71 Beiträge
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1. Und
Irene56 17.07.2015
wenn es nicht genug Bewerber gibt, müssen die Unternehmen dann die Stelle unbesetzt lassen oder auf die Suche nach Behinderten gehen? Ich denke nicht, dass es Schäuble um das Wohl der Behinderten geht, was er vor allem will, ist Geld.
2. Schön wär´s ...
elleng. 17.07.2015
wenn es nutzen würde. Ich habe eine Gleichstellung, werde jedoch nicht eingestellt, da ich fast 60 Jahre zähle. Hier liegt m.E. das Grundproblem. Gebt älteren Arbeitnehmern eine Chance!
3. Es geht ums Geld
lemmy01 17.07.2015
Glaubt denn irgend jemand die Arbeitgeber würden jetzt mehr Behinderte einstellen, wenn die Ausgleichsabgabe von 2.000 € auf 4.000 € pro Jahr steigt? Es geht also nur um eines: Mehr Geld für den Fiskus.
4.
Bueckstueck 17.07.2015
Zitat von Irene56wenn es nicht genug Bewerber gibt, müssen die Unternehmen dann die Stelle unbesetzt lassen oder auf die Suche nach Behinderten gehen? Ich denke nicht, dass es Schäuble um das Wohl der Behinderten geht, was er vor allem will, ist Geld.
Ja ja, immer diese "Was wenns nicht genug Bewerber gibt?" Masche - die gibt es. Verlass dich drauf. Es bedeutet für diese Klitschen halt Mehraufwand Schwerbehindete zu beschäftigen und das wollen die vermeiden. So einfach ist das. Man hätte den Betrag gleich auf 8000€ erhöhen sollen!
5. Beispiel UK:
steffen.ganzmann 17.07.2015
Ich bekomme häufiger tolle Stellen angeboten, am Besten war leitender Oberarzt der Orthopädie der Universitätsklinik Seattle (No kidding!)! Aber nur die Briten nahmen zur Kenntnis, dass ich eigentlich sehr krank bin, was auch in meinem CV steht, und nicht mehr alles machen kann oder möchte. Die Stellen sind genau an meine Krankheit angepasst. Lobenswert ...
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