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Airport-Aufsichtsrat: Brandenburg erhebt keinen Anspruch auf Wowereits BER-Posten

SPD-Politiker Woidke (Archivbild): Vorerst "keine Personalentscheidung" am BER Zur Großansicht
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SPD-Politiker Woidke (Archivbild): Vorerst "keine Personalentscheidung" am BER

Wowereits Rücktritt eröffnet auch eine neue Runde in den Personalquerelen am Pannenflughafen BER. Brandenburg will zunächst keinen Airport-Aufsichtsratschef stellen. Eine Entscheidung dazu soll erst nach der Landtagswahl fallen.

Berlin/Potsdam - Die Probleme am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) sind eine der Krisen, die Klaus Wowereits Amtszeit überschattet haben. Nach dem kompletten Rückzug von Berlins Regierendem Bürgermeister aus der aktiven Politik soll auch sein Spitzenposten im Flughafenaufsichtsrat neu besetzt werden - allerdings erst Mitte des kommenden Monats: Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) habe erklärt, vor der Landtagswahl am 14. September werde es keine Personalentscheidung geben, sagte eine Regierungssprecherin.

Nach den Koalitionsverhandlungen, die auf die Wahl folgen, obliege es der neuen Landesregierung, eine Entscheidung in dieser Frage herbeizuführen. Wowereit, der zum 11. Dezember als Regierender Bürgermeister zurücktreten will, hatte zunächst bis Anfang 2013 den Vorsitz im BER-Aufsichtsrat inne und sich dann zurückgezogen. Nachfolger an der Aufsichtsratsspitze wurde der damalige brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD).

Doch wenige Monate später zog sich Platzeck aus gesundheitlichen Grünen aus der Politik zurück - im BER-Aufsichtsrat übernahm Wowereit erneut kommissarisch den Vorsitz. Platzecks Nachfolger im Amt des Ministerpräsidenten, Woidke, lehnte einen Eintritt in das Gremium ab. Im Dezember 2013 wurde Wowereit erneut zum Aufsichtsratschef gewählt.

Woidke unterstützt die schon länger bestehende Forderung Brandenburgs nach einem erweiterten Nachtflugverbot am BER zum Schutz der Anliegergemeinden im Land. Der Bund und Berlin lehnen eine solche Regelung bislang ab.

bos/AFP

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insgesamt 4 Beiträge
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1. Bbi --> ber ???
quark@mailinator.com 26.08.2014
Mir würde es völlig reichen, wenn Brandenburg wieder im Namen des Flughafens auftauchen dürfte. Das Ding hieß schließlich BBI, also Berlin/Brandenburg International. Nun spricht alle Welt von BER, was natürlich jeder nur noch als Berlin übersetzt. Dabei steht das Ding in unserem Bundesland und kostet auch unser Geld. Ärgert mich schon genug, daß Stolpe damals nicht den A in der Hose hatte um Sperenberg zu erzwingen. So kommt diese Hungerlösung in Schönefeld dabei raus, die sich nicht vernünftig ausbauen läßt.
2. Was BER auch bedeutet.
cinux 27.08.2014
Im industriellen Bereich bedeutet BER "beyond economical repair" also ein sogenannter "wirtschaftlicher Totalschaden" :-D Treffender hätte der Name im Nachhinein gar nicht sein können..
3. Jenseits von Gut und Böse
wibo2 27.08.2014
Zitat von cinuxIm industriellen Bereich bedeutet BER "beyond economical repair" also ein sogenannter "wirtschaftlicher Totalschaden" :-D Treffender hätte der Name im Nachhinein gar nicht sein können..
Was BER m.E. auch bedeutet: Jenseits der praktischen Vernunft. Auf nach Sperenberg wäre auch heute noch die kostengünstigste Lösung.
4. Ich fürchte...
shooop 27.08.2014
...Herr Woidke ist nicht der Richtige für das Amt.
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