Wuppertal Politik bremste Steuerfahnder aus - jetzt wechseln sie die Seiten

Die Steuerfahndung in Wuppertal hat dem Staat Milliarden Mehreinahmen beschert. Nun verliert die Behörde ihre Spitzenleute - offenbar versuchte die neue Landesregierung, sie in ihrem Arbeitseifer zu bremsen.

Finanzamt Wuppertal
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Finanzamt Wuppertal


Die führenden Köpfe der legendären Steuerfahndung Wuppertal, Sandra Höfer-Grosjean und Volker Radermacher, haben am vergangenen Mittwoch gebeten, aus dem Beamtenverhältnis entlassen zu werden. Ihre Kündigung zum 28. Februar markiert das Ende einer Erfolgsgeschichte. Unter ihrem Chef Peter Beckhoff hatte die Behörde dem Staat rund sieben Milliarden Euro eingebracht - durch die Überführung von Steuersündern und ihnen behilflichen Banken.

Nach Beckhoffs Pensionierung machte der frühere Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) Höfer-Grosjean zur kommissarischen Leiterin. Mit dem Wahlsieg von CDU und FDP drehte sich der Wind: Höfer-Grosjean sollte an ein anderes Amt wechseln, Radermachers Position wackelte.

Walter-Borjans vermutet, dass Schwarz-Gelb der eigenen Klientel entgegenkommen will. "Wuppertal war ein Leuchtturm, der geschleift werden musste", sagt er. In der Behörde brach nach den Kündigungen Entsetzen aus. "Ohne deren Sachverstand und Kontakte ist das Geschäft mit gekauften Daten am Ende", sagte ein Mitarbeiter.

Die ausscheidenden Spitzenbeamten werden ab März Mandanten der renommierten Kanzlei Deloitte Legal vertreten. Ihr künftiges Büro ist auch auf "die Begleitung von Durchsuchungen fokussiert", heißt es in einer Meldung der Kanzlei. Die Ex-Wuppertaler treffen dann alte Kollegen wieder.



insgesamt 126 Beiträge
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tanzente 18.01.2018
1. Jamaika
Ja, die geläuterte FDP. Wie zum Kuckuck kommen die auf 13%. So viele Profiteure von solchen Kungeleien kann es doch gar nicht geben. Leute, lernt es endlich, die FDP hat sich nicht geändert. Trotz offenem Hemd und Dreitagebart.
rolforolfo 18.01.2018
2. das ist ein no go!!
Du darfst niemals zulassen, dass erfolgreiche Steuerfahnder gehen!! Das sind mit die wichtigsten Leute der Finanzverwaltung, die muss man wirklich päppeln und loben und ihnen weitere Mitarbeiter zur Seite stellen. Man muss ihnen immer mehr Kompetenzen geben! - Bitte - wenn so etwas passiert, stimmt etwas nicht!
p-rich 18.01.2018
3. wundert mich nicht!
erinnert ein wenig an Hessen, mit dem Unterschied dass in NRW keiner für verrückt erklärt wird um ihn aus dem Amt zu heben.
Claus_Hangzhou 18.01.2018
4. Wer bremst
Es wäre eine tolle Sache, wenn ein Journalist aufdecken könnte, wer mit welchem Argument die Prüfer bremst. Dann noch die Personen mit ihren Lobbyfreunden zusammenführen und Anzeige erstatten. Würde den Steuerzahler sicherlich einige hohe Pensionszahlungen sparen.
wordfix 18.01.2018
5. Bitte was ?
Das ist kein verfrühter Aprilscherz, oder ? Ist Lienenkämper etwa vor der FDP eingeknickt, hat Laschet hier seine Finger im Spiel ? Bitte weiterberichten !
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