Gute Konjunktur Zahl der Arbeitslosen sinkt leicht

Der Aufschwung schafft neue Jobs: Im Februar waren 3,138 Millionen Menschen arbeitslos, weniger als noch vor einem Jahr. Experten erwarten, dass sich die gute Entwicklung in den kommenden Monaten verstärkt.

Produktion bei Siemens (Archivbild): Gute Aussichten für den Jobmarkt
AP

Produktion bei Siemens (Archivbild): Gute Aussichten für den Jobmarkt


Hamburg - Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Februar leicht gestiegen. Insgesamt waren gut 3,138 Millionen Menschen ohne Job. Das sind zwar rund 2000 mehr als im Januar, aber immerhin 18.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag unverändert bei 7,3 Prozent, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte.

"Der Arbeitsmarkt hat sich im Februar günstig entwickelt", sagte der Vorstandschef der Bundesagentur, Frank-Jürgen Weise. "Die Arbeitslosigkeit ist saisonbereinigt erneut gesunken, und auch die Perspektiven für Arbeitslose verbessern sich."

Die gute Entwicklung geht nach Einschätzung von Deutsche-Bank-Volkswirt Heiko Peters teils auf das vergleichsweise milde Winterwetter zurück. Da es zumindest im Flachland kaum Schnee gab, hätten die Arbeiten auf vielen Baustellen, aber auch im Landschafts- und Gartenbau ungehindert fortgesetzt werden können, sagte er.

Der Hauptschub für den Jobmarkt kommt von der sich bessernden wirtschaftlichen Lage. "Die gute konjunkturelle Grundtendenz hat Tritt gefasst, das verstärkt jetzt auch die positive Tendenz auf dem Arbeitsmarkt", sagt Commerzbank-Volkswirt Eckart Tuchtfeld.

Auch die Aussichten sind gut: "Ich gehe davon aus, dass sich die positiven Tendenzen der letzten beiden Monate fortsetzen", sagt Allianz-Volkswirt Rolf Schneider. Positiv wirken sich vor allem die gute Inlandsnachfrage und die anziehenden Exporte aus. Beides veranlasst Unternehmen verstärkt zu neuen Investitionen, was wiederum viele Firmen zu Neueinstellungen bewegt.

Nach Beobachtungen von Deutsche-Bank-Volkswirt Peters entstehen derzeit vor allem im Dienstleistungsbereich neue Stellen. Neue Jobs im verarbeitenden Gewerbe dürften folgen.

ssu/dpa



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insgesamt 12 Beiträge
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einEi 27.02.2014
1. Juchu, endlich steigt sie wieder
"Gute Konjunktur: Zahl der Arbeitslosen steigt auf 3,138 Millionen" Im Text dann aber die ernüchternde Wahrheit: Sie sinkt!
smartphone 27.02.2014
2. Statistisches Rauschen
selbst 30000 Jobs hin-und her können als im Sinne Bemerkenswert uninteressant eingestuft werden --- was wird da wirklich bewegt ,wenn pro Chaff eine Putzfrau mehr entlassen wird. Die wirklichen Zahlen werden konsequent unterdrückt ....... Wie kann man von Fachkräftemangel reden seit xx Jahren , wenn schon 35 jährige Ingenieure als Absage zu lesen bekommen: Leute ab 39 sind nicht mehr arbeitsfähig ..... Rente mit 63, ha Gelächter !
Partieller Augentinnitus 27.02.2014
3. Wie das denn?
Der diesjährige Winter war doch bisher wohl eher ein frischer Frühling. Also müsste es doch seit dem nicht erfolgten Wintereinbruch eine echte Frühjahrbsbelebung am Arbeitsmarkt gegeben haben. Und von welcher guten Konjunktur wird da eigentlich gesprochen. Das "Gute-Konjunktur"-Mantra erinnert sehr an die angeblichen Verkaufsrekorde, die der Einzelhandel jedes Jahr zur Weihnachtszeit veröffentlicht, um sie dann im Januar/Februar leicht zu korrigieren. Auch das Pfeifen im Walde oder im dunklen Keller fällt in diese Kategorie.
tetaro 27.02.2014
4. signifikante Werte?
18.000 vom 3.18 Millionen - liegt das nicht innerhalb der Fehlerqouote einer solchen statitischen Erhebung?
klausbrause 27.02.2014
5. Hat da die Schablone versagt?
Zitat von sysopAPDer Aufschwung schafft neue Jobs: Die Zahl der Arbeitslosen lag im Februar bei XXX Millionen. Das ist deutlich niedriger als noch vor einem Jahr. Experten erwarten, dass die gute Entwicklung sich in den kommenden Monaten verstärkt. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/zahl-der-arbeitslosen-sinkt-im-februar-2014-a-955918.html
"Die Zahl der Arbeitslosen lag im Februar bei XXX Millionen. Das ist deutlich niedriger....". Und dann steigt die Arbeitslosigkeit von Januar auf Februar um 2000-gefeiert wird aber der Rückgang gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres. Es kann eben nicht sein, was nicht sein darf.
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