Finanzämter Zahl der Einsprüche gegen Steuerbescheid geht zurück

Die Finanzverwaltung will den Deutschen ihre Steuererklärungen erleichtern. Offenbar mit Erfolg: Die Zahl der Einsprüche gegen das Finanzamt ging auch im vergangenen Jahr deutlich zurück.

Steuerformulare
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Im vergangenen Jahr hat es in Deutschland rund 3,24 Millionen Einsprüche bei den Finanzämtern gegeben. Das geht aus dem neuen Bericht des Bundesfinanzministeriums hervor.

Damit setzt sich der Rückgang an Einsprüchen fort: 2016 gab es 3,3 Millionen Einsprüche, 2015 rund 3,5 Millionen und 2013 noch rund 4,23 Millionen Einsprüche im Jahr. Der Grund für den Rückgang: Die Abgabe der Steuererklärung wurden vereinfacht, inzwischen gibt es etwa schon vorausgefüllte Erklärungen, in denen schon die Grunddaten aus dem Vorjahr eingefügt sind.

Nur rund 1,8 Prozent der Einsprüche führten im vergangenen Jahr zu Klagen. "Jedem, der glaubt, durch den Staat in seinen Rechten verletzt zu sein (z. B. durch einen fehlerhaften Steuerbescheid), steht nach Artikel 19 Absatz 4 des Grundgesetzes der Weg zu den Gerichten offen", heißt es im Bericht des Finanzministeriums. Grundsätzlich können die Finanzgerichte aber nicht direkt angerufen werden, sondern als erster Schritt muss man beim zuständigen Finanzamt Beschwerde einlegen.

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hej/dpa-AFX



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