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Erwerbstätige in Deutschland: Zahl der Jobs auf Rekordniveau

Arbeiter auf der Werft "Yacht Trave Schiff GmbH" in Lübeck: Erwerbstätigenzahl auf Rekordniveau Zur Großansicht
DPA

Arbeiter auf der Werft "Yacht Trave Schiff GmbH" in Lübeck: Erwerbstätigenzahl auf Rekordniveau

In Deutschland haben so viele einen Job wie nie zuvor: 2015 waren im Schnitt 43 Millionen Menschen erwerbstätig. Gleichzeitig fiel die Arbeitslosenzahl zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung auf unter zwei Millionen.

Immer mehr Menschen mit Job, immer weniger Arbeitslose: Die gute Konjunktur in Deutschland sorgt gleich für mehrere Rekorde auf dem Arbeitsmarkt. Im vergangenen Jahr waren im Schnitt 43,0 Millionen Menschen erwerbstätig, das war der höchste Stand seit der Wiedervereinigung, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

Die nach international einheitlichen Standards berechnete Erwerbslosigkeit sank demnach um 140.000 Personen oder 6,7 Prozent und lag erstmals seit der Wiedervereinigung unter der Marke von zwei Millionen Personen. Die Erwerbslosenquote sank auf 4,3 von zuvor 4,7 Prozent - und liegt damit bei knapp der Hälfte des EU-Durchschnittswerts.

Neben der guten Konjunktur, durch die insbesondere mehr einheimische Arbeitnehmer in Lohn und Brot kamen, nannte das Amt auch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte als Grund für die guten Zahlen - so seien negative demografische Effekte ausgeglichen worden.

Die Erwerbstätigkeit nimmt demnach schon seit zehn Jahren jedes Jahr zu. 2015 kletterte die Zahl der Menschen mit Job um 324.000 oder 0,8 Prozent. Von der anhaltend guten Entwicklung profitierten demnach insbesondere die Arbeitnehmer - ihre Zahl wuchs 2015 laut Statistik um 421.000 auf 38,7 Millionen. Die Zahl der Selbstständigen und mithelfender Familienangehöriger sank dagegen um 97.000 Menschen auf 4,3 Millionen.

Auch ein weiterer Trend der vergangenen Jahre hat sich den Statistikern zufolge 2015 fortgesetzt: Die Zahl der Arbeitnehmer mit einem sozialversicherungspflichtigen Job sei gestiegen, die der geringfügig entlohnten und kurzfristig Beschäftigten sei hingegen zurückgegangen.

Neue Jobs entstanden vor allem im Dienstleistungsbereich - etwa im Öffentlichen Dienst, in Erziehungs- und Gesundheitsberufen oder im Handel und Gastgewerbe. Auch im produzierenden Gewerbe wuchs die Zahl der Erwerbstätigen. Im Baugewerbe dagegen ging die Zahl erstmals seit sechs Jahren leicht zurück, ebenso in der Land- und Forstwirtschaft und der Fischerei.

nck/AFP/dpa

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insgesamt 54 Beiträge
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1.
jamon 04.01.2016
bringt doch bitte eine artikel über die wahren zahlen?! wie viele menschen hängen in deutschland wirklich am tropf des staates? dieses ewige schönrechnerei der arbeitslosenzahlen nervt.
2. Ja nun SPON
pennywise 04.01.2016
Dann sollte man nicht allzuschnell in den "Preiset die Göttin Merkel" Chor einstimmen... Sondern fragen: Wieviel dieser "arbeitenden" Menschen: - können von ihrem Job leben - und zwar nicht prekär - können von ihrem Job eine Altersvorsorge betreiben Nun?
3. Ah, Märchenstunde!
Spr. 04.01.2016
Wie viele Millionen sind nicht arbeitslos, weil sie drei Stunden in der Woche arbeiten, krank geschrieben sind, an einer Maßnahme teilnehmen oder schlicht zu alt sind, um noch als arbeitslos gezählt zu werden. Wie viele Millionen arbeiten zwar, werden aber so grottenschlecht bezahlt, dass sie Aufstockung beantragen müssen? Aber ok, bei "Sozial ist, was Arbeit schafft" war von Bezahlung ja keine Rede. Schon gar nicht von einer angemessenen Bezahlung. Statt dessen wurde seitdem immer wieder suggeriert, dass es den Arbeitnehmern auf ganz andere Werte ankommt als auf die Bezahlung. Unverständlich ist daran nur, dass diese Märchen immer noch brav in allen Medien veröffentlicht werden. Gibt es tatsächlich noch jemanden, der an diese Märchen glaubt? Oder will unsere Regierung einfach nicht wissen, dass niemand mehr an ihre Märchen glaubt?
4.
MatthiasPetersbach 04.01.2016
Ein Job, der seinen Mann nicht ernährt, ist kein Job. Wenn man ansieht, wer überhaupt in diesen Statistiken vorkommt bzw. wer grundsätzlich da von vorneherein rausgerechnet wird, sieht das ein wenig anders aus.
5. Ich bin besorgt
eswirdbesser 04.01.2016
"....Arbeitslosenzahl auf..unter zwei Millionen.." Wie diese Zahl zusammengerechnet wird kann jeder im Netz für sich erforschen. Die Frage die mich bewegt ist: Warum wird diese Meldung jetzt herausgegeben? Nun werden manche sagen, hey, immer diese Schwarzseher, müssen alles schlecht reden. Will ich gar nicht. Ich will nur wissen was sich tatsächlich aktuell entwickelt.
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