Mehr Dienstleistungsjobs Zahl der Erwerbstätigen steigt kräftig

Die Zahl der Beschäftigten ist zu Jahresbeginn weiter angestiegen. Große Zuwächse gab es unter anderem in den Bereichen Erziehung und Gesundheit.

Kellner in Düsseldorf (Archiv)
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Kellner in Düsseldorf (Archiv)


Die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften treibt die Zahl der Beschäftigten hierzulande weiter nach oben. Im ersten Quartal 2018 hatten 44,3 Millionen Menschen ihren Arbeitsort in Deutschland. Das seien 609.000 oder 1,4 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2017, heißt es in einer Mitteilung des Statistischen Bundesamts.

Verglichen mit dem Vorquartal habe es zwar einen saisonal üblichen Rückgang um 316.000 oder 0,7 Prozent gegeben. Dieser sei aber geringer ausgefallen als im Schnitt der letzten fünf Jahre (422.000).

"Der Anstieg der Erwerbstätigenzahl gegenüber dem Vorjahresquartal war auch im ersten Vierteljahr 2018 überwiegend auf die Dienstleistungsbereiche zurückzuführen", teilte die Behörde mit. Allein im Bereich der öffentlichen Dienstleister, Erziehung, Gesundheit gab es ein Plus von 210.000 Beschäftigten (+1,9 Prozent). Bei den Unternehmensdienstleistern gab es ein Plus von 131.000 (2,2 Prozent).

Grund für die wachsende Nachfrage nach Arbeitskräften ist der anhaltende Aufschwung. Einer Prognose der Bundesregierung zufolge wird die Wirtschaft 2018 das neunte Jahr in Folge wachsen und dabei so kräftig wie seit 2011 nicht mehr. Dadurch soll die Zahl der Beschäftigten bis 2019 um knapp eine Million zulegen.

Im produzierenden Gewerbe stieg die Zahl der Beschäftigten um 107.000 (+1,3 Prozent), im Baugewerbe um 45.000 (+1,9 Prozent). In der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei sank die Erwerbstätigenzahl gegen den Trend um 18.000 Personen (- 3,1 Prozent). Auch die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger schrumpfte - und zwar um 67.000 (-1,6 Prozent).

apr/Reuters

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insgesamt 32 Beiträge
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Nonvaio01 14.05.2018
1. tolle news
hauptsache auch gut bezahlt
GinaBe 14.05.2018
2.
Zitat von Nonvaio01hauptsache auch gut bezahlt
Statistiken sagen rein gar nichts über die Qualität der "neuen Jobs" aus, sondern bilden lediglich Quantitäten ab. Stundenweise Aushilfen etwa in Erziehungs- und Pflegeberufen einzustellen ist wilder Aktionismus und beinahe kontraproduktiv, denn sowohl die ganz jungen wie auch die ganz alten benötigen feste Mitarbeiter, über die richtige Bezugspersonen angeboten werden können und die Vertrauen schaffen können, und nicht das Gefühl, nur verwahrt und bloß gefüttert zu werden, transportiert wird. Schön steigende Beschäftigungs-Zahlen sind daher beruhigend für den, der einen Aufschwung herbeisehnt, der überall ankommt.
thequickeningishappening 14.05.2018
3. Money talks
Statistik walks !
nici_d 14.05.2018
4. Fehlende Daten
Es gibt also 609 Tsd Beschäftigte mehr, davon 341 Tsd in Dienstleistungen, 107 Tsd im produzierenden Gewerbe, 45 Tsd im Baugewerbe, dafür gibt es 18 Tsd weniger in der Land- u Forstwirtschaft und 67 Tsd weniger Selbständige. Wo sind dann die 201 Tsd zusätzlichen Beschäftigten untergebracht?
jjcamera 14.05.2018
5. schön auf dem Teppich bleiben
Es wird sich sicher ein "Kritiker" finden lassen, der daraus eine "schlechte Nachricht" macht. Arbeit ist ungesund, macht Stress und zu viel Einkommen verdirbt den Charakter....
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