ZEW-Stimmungsindikator Börsenprofis bleiben optimistisch

Trotz Brexit und der Unsicherheiten der aktuellen US-Politik: Börsenprofis rechnen weiter mit einer guten wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Ein bedeutender Konjunkturindikator stieg aber etwas schwächer als erwartet.

Frankfurter Börse
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In Deutschland stehen die Zeichen nach Einschätzung von Finanzexperten weiter auf Aufschwung. Der Indikator für die deutschen Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ist im Oktober um 0,6 Punkte auf 17,6 Zähler gestiegen, wie das ZEW mitteilte. Der Oktober-Anstieg ist der zweite Zuwachs bei den Konjunkturerwartungen in Folge.

Experten hatten allerdings einen besseren Wert erwartet. Sie waren im Mittel von einem deutlich stärkeren Zuwachs auf 20 Punkte ausgegangen. Der langfristige Durchschnitt liegt bei knapp 24 Punkten. "Nichtsdestotrotz legt das Stimmungsbarometer zu - und darauf kommt es an", sagte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt von der VP Bank. Seiner Einschätzung nach bleibt die konjunkturelle Situation äußerst solide.

"Der verbesserte Ausblick für die nächsten sechs Monate wird maßgeblich von den überraschend guten Wachstumszahlen der vergangenen Monate beeinflusst", kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach das Ergebnis. Sowohl die Produktion als auch die Auftragseingänge seien im August deutlich höher als erwartet ausgefallen.

Für die weitere Entwicklung zeigte sich ZEW-Chef Wambach optimistisch: "Die wieder anziehende Inflationsrate und die steigenden Inflationserwartungen unterstreichen die gute Konjunkturentwicklung in Deutschland."

hej/dpa/Reuters



insgesamt 3 Beiträge
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auweia 17.10.2017
1. Na dann.....
Wie heißt es so schön bei Chuck Prince: "Solange die Musik spielt, soll man tanzen."
lasse_rinstroem 17.10.2017
2.
Zitat von auweiaWie heißt es so schön bei Chuck Prince: "Solange die Musik spielt, soll man tanzen."
Dagegen ist nichts zu sagen, man muss allerdings eine Ahnung davon haben, wann das Orchester anfängt den Beerdigungsmarsch von Chopin zu spielen.
Thomas Schröter 18.10.2017
3. kommunizierte Stimmung der Börsenprofis eher Kontraindikator
Für den Ausstieg auf dem Toplevel braucht der Profi einen breiten Markt den er durch Zweckoptimismus pflegt. Will er günstig kaufen redet so mancher die Lage schlecht. Warum könnten manche Notenbanken gerade jetzt auf einen Crash spekulieren? Deutschland hat Multibillionen Auslandsforderungen angehäuft denen entsprechende Verbindlichkeit vor allem bei den ehemaligen Alliierten des WW2 gegenüberstehen. Wie sich die USA elegant eines Teiles dieser Verbindlichkeiten per wertloser Junkbonds (u.a. auf Kosten deutscher Sparer) entledigten konnte man sehr schön bei der Lehman-Krise studieren. Schon damals wurde der vollständige Reset gefordert. Trump wäre auch das zuzutrauen, nicht nur weil er so der EU erneut eine, wenn nicht sogar finale Schlappe zufügen könnte, sondern mit diesem Schachzug die USA sich gigantischer Auslandsschulden entledigen könnten. Zudem dürfte auch das dämliche Wettbewerbsgefasel unserer Führung (womit das Ruinieren der Industrien in den Zielländern deutscher Überschussexporte mit Hilfe von Lohndumping und Minijobs euphemistisch verschleiert werden sollte) auch im Ausland für entsprechenden Unmut gesorgt haben. Der Brexit und dessen lange Schatten sowie die Katalonienkrise könnten dabei als Initialzündung zusammenspielen. Ich tippe darauf das es nicht mehr lange dauern wird bis die Schuldner sich auf ein solches Vorgehen verständigt haben.
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