Mindestlöhne Zoll plant bundesweite Aktion gegen Ausbeutungsbetriebe

Der Zoll bereitet eine Fahndung gegen Mindestlohn-Betrüger vor. In einer groß angelegten Aktion prüfen Beamte bundesweit Betriebe aus verschiedenen Branchen.

Razzia auf einer Baustelle (Archivbild)
DPA

Razzia auf einer Baustelle (Archivbild)


Mit rund 6000 Fahndern will der Zoll erstmals in einer bundesweiten Aktion Mindestlohn-Betrügereien auf die Spur kommen. Die Kontrollen sind am Dienstag und Mittwoch geplant, teilte die Generaldirektion des Zolls mit.

Immer wieder stehen Branchen wie das Bau-, Fleisch-, Reinigungs- und Gastgewerbe im Verdacht, dass einzelne Unternehmer den gesetzlichen Mindestlohn von derzeit 8,84 Euro pro Stunde nicht zahlen. Zudem sollen die Kontrollen beim Aufdecken von Schwarzarbeit helfen.

Im ersten Halbjahr 2018 betrug der finanzielle Schaden, den Arbeitgeber mit illegaler Beschäftigung und entsprechend vermiedenen Steuern und Abgaben anrichteten, 416 Millionen Euro, wie die Funke Mediengruppe berichtete.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte angekündigt, dass die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) in einem ersten Schritt mit 1400 neuen Stellen bis 2019 ausgestattet werden soll. Damit sollen illegale Beschäftigungen stärker bekämpft und Möglichkeiten für bessere Prüfungen geschaffen werden.

Im Video: Groß-Razzia auf deutschen Baustellen - Ausgebeutete Schwarzarbeiter

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mik/dpa-AFX



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