Von Maria Marquart, Katharina Peters und Carlo Angerer
Hamburg - Über Monate schien die europäische Schuldenkrise keine größeren Auswirkungen zu haben, aber in den vergangenen Tagen hat sie die Börsen erfasst. Für die Länder im Süden wird es angesichts der Turbulenzen noch schwieriger, ihre Wirtschaft zu sanieren. Sie ächzen unter unproduktiven Industrien und hoher Staatsverschuldung. Ganz Europa scheint von der Krise erfasst. Ganz Europa?
Nein, Deutschland scheint sich bislang zu behaupten. So richten sich die Hoffnungen vieler Südeuropäer auf das bislang eher langweilig erscheinende Land im Norden. Die Bundesrepublik gilt zwar noch immer als Streber - aber immerhin als einer, bei dem vieles funktioniert.
In südlichen Ländern sind die Zukunftsaussichten für junge Menschen düster. Viele finden nach dem Studium keine Stelle, sie schlagen sich mit Monatsverträgen oder als Aushilfen durch. Andere haben den Berufseinstieg geschafft, doch in der Krise ihre Arbeit verloren - und keine Aussicht auf einen neuen Job.
Verlockend erscheint da das Angebot aus Deutschland: Laut Bundesagentur für Arbeit werden hierzulande 200.000 Zuwanderer pro Jahr gebraucht. Und die Regierung will dafür auch Hochqualifizierte aus dem Süden Europas anwerben.
In Spanien, Portugal und Griechenland packen junge Menschen ihre Koffer. Sie sehen ihre große Chance in der Bundesrepublik. Doch einige merken, dass vieles nicht so einfach ist wie erhofft.
SPIEGEL ONLINE hat acht Neu-Einwanderer getroffen.
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