Zweifel an Euro-Zone Irland will Krise mit der gesamten EU bewältigen

Kommt die Euro-Zone mit eigenen Kräften aus der Staatsschuldenkrise heraus? Irlands Ministerpräsident Kenny hat da Zweifel: Es stelle sich die Frage, ob nicht alle 27 EU-Staaten mitanpacken müssten sagte er der "FAZ". Einen Plan von Bundeskanzlerin Merkel zur Stabilisierung wies er zurück.

Irischer Ministerpräsident Kenny: "Endlich den Krisenfonds hebeln"
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Irischer Ministerpräsident Kenny: "Endlich den Krisenfonds hebeln"


Frankfurt - Der irische Regierungschef will den Euro mit Hilfe der gesamten Europäischen Union retten. Enda Kenny bezweifelt, dass die 17 Länder der Euro-Zone die Schuldenkrise allein bewältigen können.

"Trotz des vielen Geldes, das wir in die Rettung des Euros schon gepumpt haben", sei es nicht gelungen, die Euro-Zone zu stabilisieren, sagte Kenny gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ("FAZ"). Deshalb stelle sich die Frage, ob die Euro-Zone das alleine schaffe oder ob alle 27 Staaten der Europäischen Union aktiv werden müssen.

Kenny wandte sich gegen Pläne von Bundeskanzlerin Angela Merkel für eine Änderung der EU-Verträge zur Stabilisierung des Euro. Ein langwieriges Verfahren zur Veränderung der Verträge könne keine Antwort auf die akute Krise geben. "Wir sollten unbedingt alle Möglichkeiten ausreizen, die uns der jetzige Vertrag bietet", sagte Kenny.

Dazu gehöre, dem Rettungsfonds EFSF und der Europäischen Zentralbank (EZB) mehr Kompetenzen zu geben. "Wir müssen endlich den Krisenfonds EFSF hebeln", forderte der irische Ministerpräsident.

lgr/dpa/dapd

insgesamt 8 Beiträge
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ArnoNyhm1984 17.11.2011
1. zum totlachen -wenn's nicht so traurig wäre
Zitat von sysopKommt die Euro-Zone mit eigenen Kräften aus der Staatsschuldenkrise heraus? Irlands Ministerpräsident Kenny hat da Zweifel: Es stelle sich die Frage, ob nicht alle 27 EU-Staaten mitanpacken müssten sagte er der "FAZ". Einen Plan von Bundeskanzlerin Merkel zur Stabilisierung wies er zurück. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,798506,00.html
Genau -sich normalerweis jedwede Einmischung in nationale Angelegenheiten verbitten, aber wenn's darum geht, Schulden zu sozialisieren, dann ist das natürlich eine EU-Aufgabe. Da werden sich die 27-17 Staaten aber riesig darauf freuen.. -Was z.Z. in EUroland abgeht, ist Rosenkrieg der übelsten Sorte. Keine Soap könnte dieses Niveau unterbieten: Man zofft sich, lügt und betrügt, dass einem schwindlig wird. Hoffentlich wird bald die Scheidung eingereicht...
europaerzuerst 17.11.2011
2. einen Spruch in die eigene Tasche!
jemand will da mächtig profitieren! die Anderen sollen ja zahlen! ok, einige der nicht-EU-Mitglieder sind nicht gerade arm, und das gerade ist vielleicht die Fehlgeburt bei der E.U.: es ist ja wirklich gar keine Gemeinschaft sondern ein «unsittliches Gerangel zur Bereicherung»...
si_tacuisses 17.11.2011
3. Sie klingen so überrascht als hätten Sie was anderes erwartet.
Zitat von europaerzuerstjemand will da mächtig profitieren! die Anderen sollen ja zahlen! ok, einige der nicht-EU-Mitglieder sind nicht gerade arm, und das gerade ist vielleicht die Fehlgeburt bei der E.U.: es ist ja wirklich gar keine Gemeinschaft sondern ein «unsittliches Gerangel zur Bereicherung»...
War doch klar wie Kloßbrühe dass Deutschland zum Zahlmeister gemacht werden sollte. Den Amis und ihrem britischen Pudel ist die Wirtschaftkraft Deutschlands und die Industrie, denen sie nicht das Wasser reichen können, ein anderer Dorn im Auge. Churchill sagte Anfang der 40 er Jahre: Unser Feind ist nicht das deutsche Volk. Es ist die Deutsche Industrie. Sie will und werde ich zerstören.
Umbriel 17.11.2011
4. Pleitier
Ratschläge von der grümnen Insel - nein Danke. Die haben Jahrzehnte lang vom Dublin-Docks - Steuerparadies gelebt und sind schonwieder Pleite. Große Sprüche, nichts weiter. Leute wie Kelly sind genau die Sorte Berater, um die jeder halbwegs seriöse Geschäftsmann am besten einen Riesenbogen macht.
porrikles 17.11.2011
5. Dann sollte er mal erklären wie er sich das vorstellt.
Zitat von sysopKommt die Euro-Zone mit eigenen Kräften aus der Staatsschuldenkrise heraus? Irlands Ministerpräsident Kenny hat da Zweifel: Es stelle sich die Frage, ob nicht alle 27 EU-Staaten mitanpacken müssten sagte er der "FAZ". Einen Plan von Bundeskanzlerin Merkel zur Stabilisierung wies er zurück. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,798506,00.html
Klingt ja alles ganz schön. Und solange es nur ums Mitreden geht werden auch alle sofort dabei sein. Aber sobald die Geldkatze miauen soll, sinds dann doch nur die üblichen Verdächtigen auf die man zählen kann. Falls Herr Kenny hier einen Plan hat sollte er Ihn erläutern.
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