Wirtschaft


Neuer Überschuss: Gesundheitsfonds bunkert zwölf Milliarden Euro

Die gute Kassenlage im Gesundheitssystem wird sich in diesem Jahr offenbar nochmals verbessern: Der Überschuss im Gesundheitsfonds wird nach Berechnungen des Schätzerkreises der Krankenkassen Ende des Jahres zwölf Milliarden Euro betragen, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet.

Krankenkassenkarten: Überschuss im Gesundheitsfonds steigt bis 2014 auf 15 MilliardenZur Großansicht
DPA

Krankenkassenkarten: Überschuss im Gesundheitsfonds steigt bis 2014 auf 15 Milliarden

Frankfurt am Main - Das deutsche Gesundheitssystem profitiert von der weiterhin guten Wirtschaftslage in Deutschland: Nach Berechnungen des Schätzerkreises der gesetzlichen Krankenversicherung wird der Überschuss im Gesundheitsfonds Ende des Jahres auf zwölf Milliarden Euro angestiegen sein. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Das wären drei Milliarden Euro mehr als bei der letzten Schätzung erwartet.

Auch für das kommende Jahr rechnen die Schätzer - Fachleute des Gesundheitsministeriums, der Krankenkassen und des Bundesversicherungsamts - dem Bericht zufolge mit einem Anstieg der Reserven um nochmals drei auf dann fünfzehn Milliarden Euro.

Die Gründe für die steigenden Überschüsse sind demnach die weiter gute Beschäftigungslage in Deutschland und Gehaltserhöhungen, die sich in höheren Kassenbeiträgen niederschlagen. Die Milliardenüberschüsse der gesetzlichen Krankenkassen sind in den Zahlen nicht enthalten. Aus dem Gesundheitsfonds erhalten die Krankenkassen einheitliche Beiträge für jeden Versicherten, um die Kosten zu decken. Der Gesundheitsfonds wurde 2009 eingeführt.

Krankenkasse zahlt Praxisgebühr zurück

Die gesetzliche Krankenkasse KKH-Allianz mit 1,8 Millionen Versicherten will die Praxisgebühr unter bestimmten Voraussetzungen an ihre Mitglieder zurückzahlen. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, bekommen Versicherte und kostenlos Mitversicherte von 1. Januar 2013 an die Gebühr für Besuche bei Arzt, Zahnarzt und Psychotherapeuten bis zu 40 Euro im Jahr bei Einreichen der Quittungen erstattet. Bedingung sei allerdings ein Nachweis des jeweiligen Mitglieds über vier gesundheitsbewusste Maßnahmen pro Jahr wie Vorsorgeuntersuchungen oder sportliche Aktivitäten.

Die Praxisgebühr belaste einseitig kranke Versicherte und habe keinerlei Steuerungswirkung. Das sei nicht gerecht, sagte der Vorstandschef der Kasse, Ingo Kailuweit. "Wir wollen unsere Versicherten nicht warten lassen, bis auch der Gesetzgeber zu dieser Einsicht kommt und die Gebühr endlich abschafft."

nck/dpa/dapd

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insgesamt 89 Beiträge
Koana 11.10.2012
... die sollte man sofort an die Ärzte und Apotheker verteilen. Das Pflegepersonal soll sich seiner sozialen Berufung bewusst werden! Mit etwa 1000 Euro im Monat netto, kann man ganz wunderbar überleben. Ein Arzt dürfte [...]
Zitat von sysopDie gute Kassenlage im Gesundheitssystem wird sich in diesem Jahr offenbar nochmals verbessern: Der Überschuss im Gesundheitsfonds wird nach Berechnungen des Schätzerkreises der Krankenkassen Ende des Jahres zwölf Milliarden Euro betragen, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet. Zwölf Milliarden Euro Überschuss im Gesundheitsfonds - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/zwoelf-milliarden-euro-ueberschuss-im-gesundheitsfonds-a-860632.html)
... die sollte man sofort an die Ärzte und Apotheker verteilen. Das Pflegepersonal soll sich seiner sozialen Berufung bewusst werden! Mit etwa 1000 Euro im Monat netto, kann man ganz wunderbar überleben. Ein Arzt dürfte wohl kaum unter 10.000 Euro zufrieden sein, schließlich ist er ein übergeordnetes Wesen! Es lebe die soziale Hierarchie, es gibt noch jede Menge kleinen Wohlstand, den man noch nach Oben umverteilen kann.
fort-perfect 11.10.2012
kann man ja ruhigen Gewissens an der Einkommensverbesserung von Ärzten und Apothekern arbeiten. So viel "Kohle" muss doch an die Leistungsträger verteilt werden können.
Zitat von sysopDie gute Kassenlage im Gesundheitssystem wird sich in diesem Jahr offenbar nochmals verbessern: Der Überschuss im Gesundheitsfonds wird nach Berechnungen des Schätzerkreises der Krankenkassen Ende des Jahres zwölf Milliarden Euro betragen, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet. Zwölf Milliarden Euro Überschuss im Gesundheitsfonds - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/zwoelf-milliarden-euro-ueberschuss-im-gesundheitsfonds-a-860632.html)
kann man ja ruhigen Gewissens an der Einkommensverbesserung von Ärzten und Apothekern arbeiten. So viel "Kohle" muss doch an die Leistungsträger verteilt werden können.
goethestrasse 11.10.2012
..bevor Geschenke verteilt werden, soll der Bund erstmal daran denken seine Zuschüsse zu den Sozialkassen reduzieren und für Klarheit schaffe, was davon bezahlt werden muss und was Sache der Allgemeinheit ist.
..bevor Geschenke verteilt werden, soll der Bund erstmal daran denken seine Zuschüsse zu den Sozialkassen reduzieren und für Klarheit schaffe, was davon bezahlt werden muss und was Sache der Allgemeinheit ist.
elwu 11.10.2012
wird endlich der Beitrag gesenkt? Den wettbewerbsfreindlichen 'Gesundheitsfonds' abzuschaffen wäre natürlich noch sinnvoller, dazu wird sich aber keine Regierung durchringen.
wird endlich der Beitrag gesenkt? Den wettbewerbsfreindlichen 'Gesundheitsfonds' abzuschaffen wäre natürlich noch sinnvoller, dazu wird sich aber keine Regierung durchringen.
wobbitwz 11.10.2012
Ich kenne Menschen (und leider auch nicht wenige) die nicht zum Arzt gehen wenn sie krank, weil sie auf die 10 Euro Praxisgebühr angewiesen sind. Ich selbst könnte auch jedesmal kotzen! Krank sein kostet richtig Geld, trotz [...]
Ich kenne Menschen (und leider auch nicht wenige) die nicht zum Arzt gehen wenn sie krank, weil sie auf die 10 Euro Praxisgebühr angewiesen sind. Ich selbst könnte auch jedesmal kotzen! Krank sein kostet richtig Geld, trotz Krankenversicherung! Praxisgebühr plus Medikamentenzuzahlung, da ist man schnell mal bei 50 Euro oder mehr im Krankheitsfall.
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  • Donnerstag, 11.10.2012 – 07:18 Uhr
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Die bisherigen Gesundheitsreformen
Es dauert fast drei Jahrzehnte, bis es in der Bundesrepublik zur ersten größeren Gesundheitsreform kommt: Mit dem "Kostendämpfungsgesetz" der sozial-liberalen Koalition versucht die Regierung, die Inanspruchnahme von Leistungen zu steuern: Sie führt Zuzahlungen bei Arznei-, Verbands- und Heilmitteln ein - in Höhe des aus heutiger Sicht niedlichen Betrags von einer Mark pro Medikament.






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