Sozialistische Revolution Chavez will größte Bank Venezuelas verstaatlichen

Erst die Telekommunikation, dann der Energiesektor - jetzt eine Bank im Besitz der spanischen Santander-Gruppe: Venezuelas Präsident Hugo Chavez setzt seinen Kurs der Verstaatlichung konsequent fort. In einer Fernsehansprache kündigte er an, die größte Bank des Landes zu kaufen.


Caracas - Der venezolanische Präsident Hugo Chavez hat die Verstaatlichung der drittgrößten Bank Venezuelas angekündigt. Die Banco de Venezuela gehört zur spanischen Santander-Gruppe. Er habe sich zur Verstaatlichung der Bank entschlossen, nachdem er gehört habe, dass die Santander-Gruppe das Kreditinstitut an eine örtliche Bank verkaufen wolle, sagte Chavez am Donnerstag in einer Fernsehrede.

Zentrale der Banco de Venezuela: "An die Regierung verkauft"
REUTERS

Zentrale der Banco de Venezuela: "An die Regierung verkauft"

Die örtliche Bank habe die Regierung um Erlaubnis für die Transaktion gebeten und er habe als Staatschef das Geschäft abgelehnt. "Jetzt wird die Banco de Venezuela an die Regierung verkauft", sagte Chavez. Santander hatte die Bank 1996 gekauft.

Der linkspopulistische Chavez will mit den Verstaatlichungen seine sozialistische Revolution vorantreiben. Chavez hat bereits die größte Telekommunikationsgesellschaft des Landes verstaatlicht sowie die größten Stahl- und Zementwerke und die führende Elektrizitätsgesellschaft. Außerdem übernahm der Staat die Kontrolle über vier große Ölprojekte.

amz/AP



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