Sparsame Brauerei Beck's verhökert seine letzten Pferde

Die neuen belgischen Konzernherren beenden eine Tradition: Die Bremer Brauerei Beck & Co. muss ihre letzten Rappen verkaufen. Die vierbeinigen Werbeträger waren angeblich zu teuer geworden.


Bremen - Am 31. März werden zum allerletzten Mal zwei Rappen das mit Bierfässern und Flaschen beladene Gespann zu Kunden in die Innenstadt von Bremen ziehen. Dann gehen die Wallache an neue Besitzer.

Brauerei vor dem Rathaus in Bremen: Seit Jahrzehnten gehört das mit Flaschen und Bierfässern beladene und von zwei Rappen gezogene Gespann zum Stadtbild der Hansestadt
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Brauerei vor dem Rathaus in Bremen: Seit Jahrzehnten gehört das mit Flaschen und Bierfässern beladene und von zwei Rappen gezogene Gespann zum Stadtbild der Hansestadt

"Wir mussten uns leider auf Grund der Kostensituation so entscheiden", sagte Unternehmenssprecherin Anja Schulz.Insgesamt werden sechs Pferde verkauft. Die Brauerei ist seit September 2001 Tochter des Brauereikonzerns InBev aus Belgien.

Der Mutterkonzern verdiente zuletzt außerordentlich gut und hat seinen Betriebsgewinn 2004 um nahezu 50 Prozent gesteigert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) bezifferte InBev mit 1,25 Milliarden Euro - nach 839 Millionen Euro 2003. Zum Gewinnplus trug vor allem das brasilianische Brauhaus AmBev bei, durch dessen Erwerb InBev zum größten Bierbrauer der Welt geworden ist. Im laufenden Jahr soll der Umsatz den Worten von Unternehmenschef John Brock zufolge doppelt oder gar drei Mal so stark wachsen wie der Branchendurchschnitt. Zu den Kernmarken des Unternehmens gehören auch Stella Artois und Brahma.



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