Sparsame Deutsche Drittes Krisenjahr für Wirte

Die gute Nachricht vorweg: Immerhin für die Hoteliers in Deutschland war das Jahr 2004 ganz passabel. Ganz anders erging es Gaststätten und Restaurants - hier waren die Umsätze noch einmal schwächer als im schon dürftigen Jahr davor.


Bar in Berlin: Dauer-Belastungsprobe für Wirte
AP

Bar in Berlin: Dauer-Belastungsprobe für Wirte

Wiesbaden - Die Zahlen kamen am Vormittag vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden. Das hat nun errechnet, dass das deutsche Gastgewerbe vermutlich auch 2004 weniger Umsatz erzielt hat als ein Jahr zuvor. Noch fehlen die genauen Zahlen für Dezember - aber die Tendenz ist klar. Die Branchenerlöse dürften im Gesamtjahr voraussichtlich um real rund zwei und nominal rund ein Prozent gesunken sein, so die Statistiker.

Grund für den Rückgang ist ausschließlich die ungünstige Entwicklung im Gaststättengewerbe - dessen Erlöse seien in den ersten elf Monaten 2004 real - also inflationsbereinigt - um 3,7 und nominal um 2,9 Prozent gesunken. Dagegen hätten Hotels, Pensionen und andere Firmen dieses Bereichs ein Plus von real 0,9 und nominal 1,5 Prozent verbucht.

Anfang einer Trendwende?

Für die Gastwirtschaft setzt sich damit die Negativtendenz fort, die 2002 begann, dem Jahr der Einführung des Euro-Bargeldes. 2003 war der Gesamtumsatz der Branche real um 5,5 Prozent gesunken, 2002 sogar um 8,1 Prozent.

Immerhin: Der Umsatzschwund hat an Tempo verloren. Außerdem erscheint eine Trendumkehr möglich. Wie die Behörde weiter mitteilte, setzte das Gastgewerbe im November real 0,2 Prozent weniger um, nominal aber gab es ein Plus von 0,5 Prozent zum Vorjahresmonat. Damit habe die Branche erstmals seit Mai 2004 wieder ein nominales Umsatzplus verbucht.



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