Staatshaushalt US-Defizit steigt auf 1,8 Billionen Dollar

Der Kampf gegen die Wirtschaftskrise belastet den US-Haushalt drastisch: Mit einem Minus von 1,8 Billionen Dollar übertrifft der Fehlbetrag alle Schätzungen. Hauptgrund für die Rekordschulden sind geringe Steuereinnahmen und die Rettungspakete für Banken und Industrie.


Washington - Im US-Haushalt klafft ein riesiges Loch: Das Defizit steigt in diesem Jahr um 89 Milliarden Dollar (66 Milliarden Euro) auf über 1,8 Billionen Dollar (1,3 Billionen Euro), teilte die US-Regierung am Montag mit. Das entspreche 19,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Grund für den weiteren Schuldenanstieg seien geringere Steuereinnahmen und höhere Ausgaben für Arbeitslose. Auch die Kosten für die Rettung der Finanz- und Autobranche würden sich auswirken.

Die Regierung muss fast die Hälfte ihrer geplanten Ausgaben in diesem Jahr mit Geldaufnahmen finanzieren. Das Etatdefizit für das im Oktober beginnende nächste Haushaltsjahr wird sich nach Prognosen des Weißen Hauses auf 1,3 Billionen Dollar belaufen.

wie/AP/Reuters



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