Städte-Ranking: Wo Öko-Strom am günstigsten ist

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Millionen Deutsche sind Strom-Ökos oder wollen es werden. Denn Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen ist oft deutlich billiger als etwa Atomstrom. Allerdings schwanken die Marktbedingungen regional deutlich - SPIEGEL ONLINE zeigt, in welcher Stadt sich ein Anbieterwechsel besonders lohnt.

Hamburg - Der deutsche Ökostrom-Sektor entwickelt sich zum Boom-Markt. Verbraucher, die sich für einen solchen Tarif entscheiden, leisten einen Beitrag zum Ausbau erneuerbarer Energien. Sie helfen, den Anteil von Atomstrom und fossilen Energieträgern am Strommix reduzieren.

Zudem sparen Ökostromkunden in vielen Fällen Geld.

Windräder nahe Dessau: Strommarkt im Umbruch
REUTERS

Windräder nahe Dessau: Strommarkt im Umbruch

Erneuerbare Energie aus der Steckdose ist mittlerweile fast immer günstiger als die traditionelle Konkurrenz. Bei einem Verbrauch von 4000 kWh pro Jahr sind Ökostromtarife mit Gütesiegeln im bundesweiten Durchschnitt 95 Euro günstiger als das billigste Angebot des örtlichen Grundversorgers, berichtet das Verbraucherportal Verivox.

Statt 871 Euro zahlen Ökoverbraucher demnach nur 776 Euro. Im Vergleich mit dem durchschnittlichen örtlichen Grundversorgungstarif von 940 Euro seien Ökostromtarife sogar 164 Euro günstiger.

Entsprechend groß ist die Resonanz: Nach Angaben des Verbraucherportals Toptarif nutzen schon zwei Millionen deutsche Haushalte Ökostrom. Zum Jahreswechsel sollen es bereits 2,5 bis drei Millionen sein.

Verivox

Auch die Zahl der Öko-Anbieter und -Tarife wachse erheblich, im Sommer 2009 könnten Verbraucher durchschnittlich zwischen 42 Versorgern wählen, berichtet das Verbraucherportal. Allerdings herrsche nicht in allen Regionen gleich viel Wettbewerb - was dazu führt, dass die Preise in der Republik noch deutlich schwanken. Wie stark, zeigt eine grafische Übersicht von Verivox (siehe Bild links).

Auch Toptarif hat in einer Studie 100 regionale Ökostrommärkte untersucht. In vier Kategorien vergab das Verbraucherprotal Noten: Anzahl der Anbieter pro Stadt, Wettbewerbsintensität, Einsparpotential und Ökostrompreise bei den regionalen Versorgungsunternehmen.

Das Ergebnis der Studie, die SPIEGEL ONLINE exklusiv vorab vorliegt, ist eindeutig: Für Verbraucher in den süddeutschen Bundesländern sind die Marktbedingungen im Schnitt am besten. Vorreiter ist Baden-Württemberg - acht Städte aus diesem Bundesland führen das Ranking an. Ökostrom-Spitzenreiter ist Tübingen (Gesamtnote 1,53).

Nürnberg folgt als erste bayerische Stadt auf dem neunten Platz (2,13). Schlusslicht ist die sächsische Landeshauptstadt Dresden mit einer Gesamtnote von 4,53.

Wie öko ist Ihre Stadt? Schauen Sie nach im großen Strom-Ranking!

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Forum - Atom oder Solar - wem gehört die Zukunft?
insgesamt 6758 Beiträge
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1.
Frank und gerne Frei 08.07.2009
Sinnvoll ist es, beides zu haben....
2.
AndyH 08.07.2009
Zitat von sysopDie Strombranche befindet sich im Umbruch. Können Wind und Sonne die konventionellen Energieträger ablösen? Oder bleibt Deutschland angewiesen auf Kohle und Atom?
Es gibt kein "Umbruch" nirgendwo. Jeder arbeitet mit dem was er hat. Es wird sich langfristig nichts ändern, ausser durch Staatsterror in Form von EEG. Deutschland hat die Braunkohle in Mengen wie Irak Öl. Es wäre hirnrissig jetzt eine Ideologie zu installieren, der dies entwertet. Solar und andere flächengebundene "regenerative" Energien sind vernachlässigbar, bis auf Wasser das ist aber ausgereizt.
3.
kdshp 08.07.2009
Zitat von sysopDie Strombranche befindet sich im Umbruch. Können Wind und Sonne die konventionellen Energieträger ablösen? Oder bleibt Deutschland angewiesen auf Kohle und Atom?
Hallo, was für eine frage ! Natürlich sonnenstrom und das wird kommen zwar arbeiten die lobbys und politiker noch stark dagegen aber er wird kommen. Ich schaue auch schon was eine solarstromalange für mein haus kostet bzw. ich spare schon dafür und werde mir zu 100% eien holen. Hier hätte die regierung auch was machen sollen ähnlich wie diese abwrackprämie so eien art 100.000 dächer solar programm. man was hätten wir an energie gespart und auch an co2. Atomstrom war gestern !
4.
LumpY 08.07.2009
Zitat von AndyHEs gibt kein "Umbruch" nirgendwo. Jeder arbeitet mit dem was er hat. Es wird sich langfristig nichts ändern, ausser durch Staatsterror in Form von EEG. Deutschland hat die Braunkohle in Mengen wie Irak Öl. Es wäre hirnrissig jetzt eine Ideologie zu installieren, der dies entwertet. Solar und andere flächengebundene "regenerative" Energien sind vernachlässigbar, bis auf Wasser das ist aber ausgereizt.
Sie kennen aber schon die Klimastudien des IPCC? Die Braunkohle nicht entwerten!? hallo? das ist weder der Umwelt noch unseren Nachfahren gegenüber zu Verantworten auf solch eine Energiegewinnung zu setzten.
5.
AndyH 08.07.2009
Zitat von LumpYSie kennen aber schon die Klimastudien des IPCC? Die Braunkohle nicht entwerten!? hallo? das ist weder der Umwelt noch unseren Nachfahren gegenüber zu Verantworten auf solch eine Energiegewinnung zu setzten.
Interessiert defacto keinem, ausser als Möglichkeit die Luft zu besteuern. Unser nachfahren wird nicht dadurch geholfen, dass wir das Land deindustrialisieren bis aussieht wie Michigan.
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