Steuern Schavan will Firmen entlasten

Wissenschaftsministerin Annette Schavan (CDU) will Unternehmen, die in Forschung und Entwicklung investieren, steuerlich entlasten. Das Bundeskabinett soll schon übernächste Woche darüber beraten.

Von Andrea Brandt


Eine ressortübergreifende Arbeitsgruppe unter Federführung des Wissenschaftsministeriums werde dem Bundeskabinett in Kürze einen Bericht über Möglichkeiten von Forschungs- und Entwicklungsförderung durch steuerliche Anreize vorlegen, bestätigte eine Sprecherin Schavans.

Das Kabinett werde voraussichtlich am 10. Dezember darüber beraten. Die Arbeitsgruppe, an der auch Vertreter des Finanz-, Wirtschafts- und Verkehrsministeriums teilnahmen, sei zu dem Schluss gekommen, dass steuerliche Forschungs- und Entwicklungsförderung auf einfache Weise machbar sei und "positive volkswirtschaftliche Effekte" hätte.

Grundlage für den Bericht sind zwei Gutachten vom Beratungsunternehmen Prognos und von Wissenschaftlern um den Mannheimer Wirtschaftsforscher Christoph Spengel. Das Spengel-Gutachten empfiehlt Steuergutschriften für forschende Unternehmen. Die Beträge sollen in direkte Zuschüsse umgewandelt werden können, wenn die Steuerschuld der Firma geringer ist als die Gutschrift. Die Förderung müsse für Laborgeräte, Gebäude und laufende Personalkosten gelten.



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