Studie Deutschland fehlen Millionen Arbeitskräfte

Der drohende Fachkräftemangel in Deutschland könnte noch dramatischer ausfallen als befürchtet. Laut einer Studie fehlen in den kommenden Jahren bis zu sechs Millionen Arbeitskräfte. Die Autoren warnen vor einem "erheblichen Engpass".


Berlin - Das Szenario ist nicht neu, doch jetzt wird es mit konkreten Zahlen untermauert. Wie die "Welt" unter Berufung auf eine Untersuchung der Unternehmensberatung McKinsey berichtet, fehlen Deutschland bis 2020 bei einem starken Wirtschaftswachstum bundesweit 6,1 Millionen Arbeitskräfte. Das Land steuere "auf einen bedrohlichen Engpass am Arbeitsmarkt" zu.

"Größtes Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung ist sicher der Arbeitskräftemangel, die zu geringe Zahl von Hochschulabsolventen, der Mangel an Ingenieuren", sagte McKinsey-Deutschland-Chef Frank Mattern dem Blatt.

Sollte Deutschlands Wirtschaft mit drei Prozent jährlich wachsen, müssten 6,1 Millionen Arbeitskräfte zusätzlich gefunden werden. Wächst die Wirtschaft, wie es ein weiteres Szenario vorsieht, nur um 1,7 Prozent jährlich, müssten immer noch 2,5 Millionen offene Stellen besetzt werden.

McKinsey schlage daher vor, die Frauenerwerbsquote zu erhöhen sowie mehr Ältere und Jüngere in der Arbeitswelt einzubinden. Außerdem müssten die Universitäten deutlich mehr Hochschulabsolventen hervorbringen. 2020 fehlten bis zu 1,2 Millionen Akademiker.

wal/ddp



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