Studie: Zwei Millionen Menschen sterben jährlich bei der Arbeit

Einer Studie zufolge sterben jährlich 2,2 Millionen Menschen an berufsbedingten Krankheiten und Arbeitsunfällen. Die Zahl der Todesfälle ist um zehn Prozent gestiegen. Grund dafür ist die Industrialisierung in Entwicklungsländern.

Eingestürzte Fabrik in Bangladesh: Die Industrialisierung in Entwicklungsländern lässt die Zahl der Toten steigen
DPA

Eingestürzte Fabrik in Bangladesh: Die Industrialisierung in Entwicklungsländern lässt die Zahl der Toten steigen

Orlando - Krebs, Atemwegserkrankungen und Infektionskrankheiten - mehr als 80 Prozent der berufsbedingten Todesfälle wird laut einem Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) durch Krankheiten verursacht, die auf gesundheitsschädliche Arbeitsbedingungen zurückzuführen sind. Die Daten beruhen auf nationalen Statistiken aus dem Jahr 2001. Die Gesamtzahl der berufsbedingten Toten - 2,2 Millionen - liegt um zehn Prozent höher als bei der letzten Erhebung vor drei Jahren, die sich auf Daten aus dem Jahr 1998 bezog.

Der Anstieg der absoluten Zahl sei insbesondere auf die Industrialisierung in Entwicklungs- und Schwellenländern zurückzuführen, so die ILO. In den Industriestaaten gehe die Zahl der berufsbedingten Todesfälle hingegen zurück. Der Grund: Immer weniger Menschen arbeiten in Produktionsbetrieben - immer mehr im Dienstleistungsbereich.

Rund ein Viertel der 2,2 Millionen Toten kommt dem Bericht zufolge aus China. 80 Prozent der Toten waren Männer. Zudem sind laut ILO ältere Arbeitnehmer überproportional betroffen. Jährlich kämen aber auch etwa 22.000 Kinderarbeiter ums Leben.

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