Supermärkte Marke Minimal soll sterben

Zum Einzelhandelsriesen Rewe gehören neben der Marke Rewe selbst auch HL, Minimal und einige andere - zu unübersichtlich, findet Unternehmenschef Achim Egner. Deshalb will er die fast 1000 Minimal-Läden einem Zeitungsbericht zufolge zügig umbenennen.


Düsseldorf -  Der Markenname Minimal, unter dem Rewe seine eigenen Supermärkte bisher führt, soll laut "Handelsblatt" vom Markt verschwinden. Sämtliche Märkte sollten den Namen Rewe erhalten, schreibt die Zeitung. Sie beruft sich auf nicht genannte Quellen in dem Kölner Handelskonzern.

Minimal-Filiale: Kunden müssen sich an neuen Namen gewöhnen

Minimal-Filiale: Kunden müssen sich an neuen Namen gewöhnen

Ein Rewe-Sprecher gab keine offizielle Stellungnahme ab und verwies auf eine Pressekonferenz am Montag. Das Unternehmen hatte aber bereits angekündigt, dass die Markenvielfalt begrenzt werden sollte und dass man entweder die Marke Rewe selbst oder die Marke Minimal auslaufen lassen wolle.

Unter den Namen Rewe firmieren derzeit die genossenschaftlich organisierten, formal eigenständigen Märkte in der Gruppe. Die Minimal-Läden hingegen gehören direkt dem Konzern. Künftig wären diese beiden unterschiedlichen Organisationstypen dann - zumindest anhand des Markennamens - nicht mehr voneinander zu unterscheiden.

Laut "Handelsblatt" sollen die eigenständigen Rewe-Kaufleute in ein gemeinsames Vertriebskonzept mit Minimal eingebunden werden. Die über 1000 Rewe-Großhandelskunden würden dann von demselben Außendienst betreut wie die 1500 anderen, konzerneigenen Supermarktfilialen. Der Konzern hoffe so auf großes Einsparpotential. In einigen Standorten, wo Rewe- und Minimal-Filialen nah beieinander bestehen, könnte es auch zu Schließungen von Märkten kommen.



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