Telefonhotlines Seehofer plant Gesetz gegen lange Warteschleifen

Endlose Verbindungszeiten, unerträgliche Weiterleitungen: Verbraucherschutzminister Horst Seehofer will den langen Wartezeiten bei Telefon-Hotlines ein Ende setzen. Sollten sich die Firmen nicht freiwillig verpflichten, droht eine gesetzliche Regelung.


Köln - Die verantwortlichen Firmen sollen sich bis zum Herbst bereit erklären, die Wartezeiten bei ihren Hotlines zu verkürzen, kündigte der Leiter der Abteilung Verbraucherschutz im Ministerium, Rainer Metz, gestern Abend im WDR an. Auch die oft verwirrenden und umständlichen Sprachsteuerungssysteme müssten verbessert werden. Zudem sollen die Kunden nur noch dann Gebühren zahlen müssen, wenn sie tatsächlich mit einem "kompetenten Hotline-Mitarbeiter" verbunden worden sind.

Die Beschwerden über lange Wartenzeiten an Telefon-Hotlines häuften sich, sagte Metz. Seehofer sehe sich daher verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen. Der Minister strebt demnach eine Selbstverpflichtung der Wirtschaft bis zum Herbst an. Gegen Jahresende will er entscheiden, ob dies ausreicht. Anderenfalls drohe den Firmen eine gesetzliche Regelung.

sam/AFP



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