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Teures Edelmetall: Goldpreis steigt auf neuen Rekord

Der Goldpreis hat seinen jüngsten Höhenflug fortgesetzt und ist auf einen neuen Rekord gestiegen. Schuld an dem immer teurer werdenden Edelmetall sind der schwache Dollar, die Zinssenkungs-Spekulationen in den USA - und Produktionsschwierigkeiten in Südafrika.

New York - Der letzte Rekord war noch keine drei Tage alt, da wurde er schon wieder übertroffen: Am Freitag kostete die Unze Gold noch 922,70 Dollar, heute mussten schon 929,2 Dollar dafür bezahlt werden. Händler führten dies auf die Sorge vor einer Rezession in den USA und die anhaltende Schwäche an den Aktienmärkten zurück. Gold gelte in unruhigen Zeiten gemeinhin als Hort der Sicherheit. Auch die neuerliche Schwäche des US-Dollar und der Produktionsstopp in Südafrika trieben den Goldpreis.

Schmuckhändler in Kuala Lumpur: Gold gilt als Sicherheit
REUTERS

Schmuckhändler in Kuala Lumpur: Gold gilt als Sicherheit

Tatsächlich legt eine Energiekrise in dem Kap-Staat die führenden Gold- und Platinminen des Landes auch zum Wochenbeginn lahm. Die Bergbauunternehmen konnten nach eigenen Angaben den vierten Tag in Folge nicht produzieren. Der staatliche Energiekonzern Eskom hatte wegen der Stromknappheit in den vergangenen Tagen landesweit ganze Regionen oder Stadtteile vom Netz genommen, um einen völligen Blackout zu vermeiden.

Wann wieder Arbeiter unter Tage geschickt werden könnten, sei bislang unklar, teilten Bergbauunternehmen nach Gesprächen mit dem Eskom-Konzern mit. Die führenden Goldproduzenten AngloGold Ashanti, Harmony und Gold Fields hatten die Produktion am Freitag unterbrochen, nachdem Eskom mitgeteilt hatte, dass es Stromausfälle geben könnte. Auch der führende Platin-Produzent AngloPlatinum und der Diamantenförderer De Beers stoppten ihre Arbeit am Freitag. Auch der Platinpreis erreichte heute einen neuen Rekordstand.

Südafrika ist einer der wichtigsten Produzenten für Gold und Platin. Den Spitzenplatz als weltweit größter Goldproduzent musste der Kap-Staat allerdings an China abgeben. Nach Berechnungen des in London ansässigen Edelmetall-Consultingbüro GFMS kam China im vergangenen Jahr auf 276 Tonnen Gold, Südafrika auf 272 Tonnen.

sam/dpa-AFX/Reuters

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