Übernahme: SAP kauft für 4,8 Milliarden französisches Softwarehaus

Für SAP ist es die größte Übernahme in der Firmengeschichte. Der Walldorfer Software-Konzern will das französische Softwarehaus Business Objects kaufen. Gesamtwert des Deals: 4,8 Milliarden Euro.

Walldorf - Nach Angaben von SAP Chart zeigen am Sonntagabend wurde den Aktionären von Business Objects ein Angebot von 42 Euro je Aktie unterbreitet. Zuvor hatte es in Walldorf eine gemeinsame Gremiensitzung beider Unternehmen gegeben. Die Transaktion soll durch ein öffentliches Angebot nach französischem Recht und ein paralleles öffentliches Angebot nach US-amerikanischem Recht erfolgen und ein Volumen von 4,8 Milliarden Euro haben, hieß es in der Ad-hoc-Meldung. SAP wird die Übernahme durch liquide Mittel und durch die Aufnahme von Fremdmitteln finanzieren.

Der Deal soll im ersten Quartal 2008 abgewickelt sein und sich ab dem Geschäftsjahr 2009 positiv auf das Ergebnis je Aktie gemäß US-GAAP auswirken. Im Geschäftsjahr 2008 rechnet SAP dagegen wegen des Einmaleffekts durch die Akquisition mit negativem Einfluss auf das Ergebnis.

Finanziert werden soll es den Angaben zufolge durch liquide Mittel und die Aufnahme von Fremdmitteln. Das Vorhaben steht unter der Bedingung einer Annahmequote von mindestens 50,01 Prozent des stimmberechtigten Grundkapitals sowie der Zustimmung der französischen Börsenaufsicht und des Finanzministeriums in Paris.

Business Objects S.A. wurde 1990 in Paris gegründet. Das Unternehmen stellt Analysesoftware her und hat rund 6600 Beschäftigte. Mit etwa 43.000 Kunden wurde im vergangenen Geschäftsjahr ein Umsatz von 1,2 Milliarden Euro erwirtschaftet. Business Objects S.A. ist in 30 Ländern weltweit tätig.

rüd/dpa/Reuters

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