Unerlaubte Werbung: Händler muss 7500 Euro an Fußballer Podolski zahlen

Ein Sportartikelverkäufer veröffentlicht Fotos von Lukas Podolski auf seiner Firmenseite - und wird von dem Fußballstar verklagt. Der Sportprofi bekam jetzt vom Oberlandesgericht Düsseldorf Recht zugesprochen. Allerdings muss Podolski beim Schadensersatz Abstriche hinnehmen.

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dpa

Spieler Podolski: Schadensersatz für ihn "Peanuts"

Düsseldorf - Fußballmillionär Lukas Podolski ist seit Montag um 7500 Euro reicher. Der Kölner Spieler hatte einen Sportartikelhändler verklagt, weil dieser auf seiner Internetseite mit Fotos des Fußballstars geworben hatte. Das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf gab Podolski nun recht. Allerdings blieb das Gericht unter der Forderung des Nationalspielers, der von dem Einzelhändler 12.500 Euro Schadensersatz haben wollte.

Laut Gericht war die Reklame mit Podolski-Fotos an manchen Stellen unzulässig, teilweise jedoch auch erlaubt. So hatte der Sportartikelhändler für den Verkauf von Trikots der Fußball-Nationalmannschaft für die Europameisterschaft 2008 geworben. Dies sei dem Einzelhändler vom Trikot-Hersteller Adidas gestattet gewesen, sagte der Richter.

Anwalt des Beklagten bezeichnet Podolskis Vorgehen als unverständlich

Zahlen muss der Sportartikelhändler dagegen, weil er auf seiner Homepage zusammen mit einem Kartoffelsalat-Produzenten Trikots der Nationalmannschaft verlost und für sein Gewinnspiel mit einem Podolski-Foto geworben hatte. Hier handele es sich um eine Imagewerbung, die unzulässig sei, befand das Gericht.

Der Anwalt des Sportgeschäfts kritisierte am Rande des Verfahrens das Vorgehen des Nationalspielers. Sportler wie Podolski lebten unter anderem auch davon, dass Fanartikel verkauft werden. Es sei unverständlich, warum der Spieler gleich "mit der Keule" losmarschiere. Schließlich seien 7500 Euro für ihn nur "Peanuts".

Das Landgericht Düsseldorf hatte den Händler in erster Instanz zur Zahlung von 10.000 Euro verurteilt. Dagegen hatte dieser Berufung beim OLG Düsseldorf eingelegt.

yes/ddp

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