Stuttgart - Der Übernahmepoker um den VW-Konzern hat für den früheren Porsche-Chef ein Nachspiel. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt nun wegen heftiger Kursbewegungen der VW-Aktie gegen Wendelin Wiedeking - und auch gegen den ehemaligen Porsche-Finanzchef Holger Härter.
Beamte durchsuchten am Donnerstag Geschäftsräume am Konzernstammsitz in Stuttgart-Zuffenhausen. Dabei gingen sie Hinweisen auf mögliche Verstöße gegen das Aktienrecht nach und beschlagnahmten Geschäftsunterlagen. Porsche bestätigte die Ermittlungen, wies die Vorwürfe aber zurück. Die Staatsanwaltschaft durchsuchte auch mehrere Privatwohnungen, sagte eine mit den Ermittlungen vertraute Person.
Die Staatsanwaltschaft stützt ihre Ermittlungen nach eigenen Angaben auf Hinweise der Börsenaufsicht BaFin auf eine mögliche unberechtigte Weitergabe von Insider-Informationen und auf den Verdacht der Marktmanipulation. Es handele sich derzeit um einen Anfangsverdacht, sagte eine Justizsprecherin. "Wir stehen noch ganz am Anfang der Ermittlungen", sagte sie. Ob und wann Anklage erhoben werde, sei noch völlig offen.
Die Börsenaufsicht BaFin prüft seit Mai, ob Porsche seine Absicht zur Übernahme von 75 Prozent der VW-Stimmrechte über eine gewisse Zeit verschleiert und damit Marktmanipulationen ermöglicht hat. Eine BaFin-Sprecherin sagte, Anfang August sei Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart erstattet worden. Die Anzeige beziehe sich auf einen Teilaspekt, die Untersuchung der Übernahme sei noch nicht abgeschlossen.
Der Verdacht auf Marktmanipulation stützt sich auf Hinweise, dass Porsche möglicherweise schon im Februar 2008 beabsichtigte, die Mehrheit am größeren Autohersteller VW zu übernehmen, diese börsenrelevante Information aber verschwieg. Damals hatte ein Treffen von Unternehmensvertretern mit der niedersächsischen Staatskanzlei stattgefunden. Wenige Tage später dementierte Porsche ausdrücklich seine Fusionsabsicht.
Allerdings erhöhte Porsche später die Beteiligung in Trippelschritten auf mehr als 50 Prozent. Im Oktober 2008 gab der Sportwagenhersteller dann überraschend bekannt, sich über Aktien und Optionen mittlerweile 74 Prozent der Anteile an VW gesichert zu haben. Ein Beherrschungsvertrag wurde für 2009 angekündigt.
Daraufhin stieg der Kurs der VW-Stammaktien auf mehr als tausend Euro, Volkswagen wurde dadurch zwischenzeitlich das wertvollste Unternehmen der Welt. Grund für den Kurssprung waren misslungene Börsengeschäfte von Spekulanten. Für diese sogenannten Leerverkäufe hatten sich Händler VW-Aktien geliehen und diese veräußert - in der Hoffnung, sie später günstiger zurückzukaufen und die Differenz als Gewinn einzustreichen. Die Spekulanten wurden jedoch von einer Aufstockung der Anteile und Optionen von Porsche überrascht.
Porsche blieb auch nach Bekanntwerden der Manipulationsvorwürfe im Mai bei seiner Darstellung, dass im Februar 2008 nicht die Absicht bestand, den eigenen Besitz an VW-Stammaktien auf 75 Prozent aufzustocken. "Der erhobene Vorwurf, wir hätten Anleger getäuscht, ist falsch", hatten die Stuttgarter damals mitgeteilt.
Mittlerweile ist der Versuch von Porsche, VW zu übernehmen, gescheitert. Stattdessen soll der Sportwagenhersteller als zehnte Marke in den Volkswagen-Konzern integriert werden. Die Porsche-Manager Wiedeking und Härter traten nach dem gescheiterten Übernahmeversuch zurück.
Nicht nur die Börsenereignisse aus dem vergangenen Jahr beschäftigen die BaFin. Die Aufsichtsbehörde untersucht eigenen Angaben zufolge auch die jüngsten Kursturbulenzen der VW-Aktie. So verloren die VW-Stammaktien in den vergangenen Tagen fast 40 Prozent an Wert, nachdem das Emirat Katar Porsche einen Großteil der VW-Optionen abgekauft hatte. Der Kurs der stimmrechtslosen VW-Vorzugsaktien legte dagegen seit Wochenbeginn deutlich zu. Einem Medienbericht zufolge hat das reiche Scheichtum dem Stuttgarter Sportwagenbauer auch Optionen auf 50 Prozent der VW-Vorzüge abgekauft. Zuvor war allerdings nicht bekannt, dass Porsche im Zuge des Übernahmeversuchs von Volkswagen auch Optionen auf Vorzugsaktien erworben hatte.
Die Ermittlungen richteten sich außer gegen Wiedeking und Härter noch gegen eine weitere Handvoll Beteiligte, wie die mit den Ermittlungen vertraute Person weiter sagte. Es handele sich unter anderem um Berater, sagte eine zweite Person.
tko/dpa/Reuters
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Der 911 und seine Varianten sind ausgezeichnete Autos mit nur einen Makel: sie sind zwischen 60 bis 100 000 Euro zu teuer, je nach Typ! Was darüber hinaus unter VW mit Porsche passiert, wird die Zukunft zeigen! Man sollte schon [...] mehr...
Diesmal kann man Ihnen zustimmen, wenn der Porsche nur nicht so hässlich wäre! Die Synthese das Designs ging voll daneben! mehr...
eajYeah! Den Nagel auf den Kopf getroffen :-) Der hat wohl die E-Klasse ersetzt. Man kann jeden Satz so stehen lassen. Abstempeln. Aufhängen. mehr...
wer sowieso keine 50 000 Euro für ein Auto ausgibt und dann gegen Porsche stänkert, der ist nicht ernst zu nehmen. Porsche interssiert sich nur für die Meinung seiner potentiellen Käufer, dazu zählen sicher alle nicht, die [...] mehr...
Ja wenn das so ist wie Sie in Ihrem 1.Satz schreiben ("..ich verstehe nicht so viel..."),warum lassen Sie sich denn dann zu so einem Billigstatement ("...Blechbüchse..." )hinreißen ? Oder haben sie [...] mehr...
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