Berlin - Die deutschen Ackerbauern haben 2009 eine gute Getreideernte eingefahren - Freude kommt bei ihnen dennoch nicht auf: Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, spricht von "großem Frust" bei den Landwirten. Schuld sei die "dramatische Talfahrt" der Erzeugerpreise. Die Bauern hätten die Getreideernte nicht kostendeckend produzieren können, sagte Sonnleitner bei der Vorstellung des Ernteberichtes am Freitag in Berlin.
Das Geschäft der Landwirte ist demnach von zwei Seiten bedroht. Die Ausgaben seien gestiegen, für Düngemittel und Energie hätten die Bauern mehr zahlen müssen. Die Einnahmen dagegen seien gesunken - der Getreidepreis sei auf ein historisches Tief gerutscht, sagte Sonnleitner. Für Brotroggen nehmen Landwirte laut Bauernverband 37 Prozent weniger ein als noch vor einem Jahr, für Brotweizen 36 Prozent weniger. Der Preis für Braugerste sank den Angaben zufolge um 45 Prozent, der Rapspreis um 44 Prozent.
"Die Einkommenssituation der Bauern ist sehr angespannt", sagte Sonnleitner, bleibt aber zuversichtlich. Für den Herbst rechnet der Verbandspräsident mit steigenden Preisen auf den Agrarmärkten, da im europäischen Ausland geringere Ernten erwartet würden. Der jetzige Preis wäre für deutsche Bauern langfristig nicht zu ertragen.
Die Erntemenge von 49,9 Millionen Tonnen Getreide liegt acht Prozent über dem langjährigen Mittel. Die Rapsernte habe überraschend einen neuen Höchststand erreicht, auch die Obsternte werde 2009 besser ausfallen als im Vorjahr. Allerdings gebe es wegen der Wetterschwankungen teils deutliche lokale Unterschiede. Vor allem in Ostdeutschland sei die Ernte sehr gut ausgefallen.
Sonnleitner forderte vom Staat mehr finanzielle Unterstützung. "Wir brauchen Entlastungen bei den Steuern", sagte er. Noch immer sei der Steuersatz für Agrardiesel in Deutschland der höchste in Europa. Zudem forderte er die nächste Bundesregierung auf, für die Landwirtschaft eine steuerfreie Risikorücklage zu schaffen. Damit könnten die Bauern "aus eigenem Antrieb und in Eigenverantwortung ihre Betriebe stärken", sagte Sonnleitner.
tko/ddp/Reuters
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Dieses Kompliment kann ich zurück geben :-) Es gibt keine Landwirtschaftlichen Giganten die den Markt diktieren! Ebenso ist es lediglich eine - zugegebener Maßen weit verbreitet - Meinung dass sich kleine Betriebe mehr [...] mehr...
Die Düngemittelpreise sind ab April gesunken und haben erst im August das Vorjahresniveau erreicht. Zu DEM Zeitpunkt, als gedüngt werden mußte, kosteten sie das doppelte. mehr...
Hm, Meerkönig, sie sollten nicht so viel schwindeln sondern sich mal informieren. Die Bauern sind in der landwirtschaftlichen Alterkasse zwangsversichert. Es gibt eine eine Einheitsrente unabhängig vom gezahlten Beitrag. Wie sie [...] mehr...
Die selbstständigen Landwirte , zahlen keine Beiträge in die Rentenkasse und bekommen trotzdem eine schöne Rente, dagegen können die sich gar nicht wehren. Der Hofbesitzer bekommt immer die Spitzenrente und die Bäuerin bekommt [...] mehr...
Ja unbedingt! Aber nur für die kleinen und mittleren Betriebe. Solche die sich kümmern. Nicht für Giganten die den Markt dictieren. Eines ist sicher Subventionen bekommen die die es am wenigsten brauchen. Es ist wie im [...] mehr...
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