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Gezerre um Autobauer Wer im Opel-Poker die Strippen zieht

5. Teil: Hans Demant - der schweigsame Opel-Chef

Hans Demant: Eigengewächs des Unternehmens
Getty Images

Hans Demant: Eigengewächs des Unternehmens

Auf dem Chefsessel bei Opel sitzt Hans Demant. Er ist von GM als Geschäftsführer des Autoherstellers eingesetzt, sitzt aber auch im Präsidium von GM Europe und verantwortet alle europäischen Entwicklungsaktivitäten. Daran zeigt sich, dass Demant mehr führender Entwickler ist als Konzernlenker.

Der Geschäftsführer ist ein Eigengewächs des Unternehmens. Nach seinem Maschinenbaustudium begann er 1972 als Entwicklungsingenieur bei Opel. Bis heute sitzt er in Rüsselsheim - das Stammwerk verließ er nur vorübergehend für ein weiteres Studium und für eine einjährige Management-Fortbildung in den USA.

Zur Opel-Zukunft ist von Demant kaum etwas zu vernehmen - auch weil GM die weichenstellenden Entscheidungen ohnehin in Detroit und nicht in Rüsselsheim treffen würde. Allerdings sprach sich Demant in einem seiner raren Pressegespräche zur Opel-Zukunft klar dagegen aus, das Unternehmen in die Pleite rutschen zu lassen. "Insolvenz ist für uns keine Alternative", sagte er der "Wirtschaftswoche" im März.

Das Unternehmen führe keine Insolvenzgespräche und wolle auch keine führen: "Wir sind zuversichtlich, dass wir mit der Politik andere Lösungen finden, die die Zukunft von Opel sichern", sagte Demant . Gleichzeitig stellte er den Beschäftigten aber auch "schmerzhafte Maßnahmen" in Aussicht, etwa Personalabbau oder die Auflösung von Organisationen. Werksschließungen wolle er aber nach Möglichkeit verhindern.

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insgesamt 73 Beiträge
Stramonium 29.08.2009
Das kann man laut sagen.
Zitat von sysopDas Bild, das die Bundesregierung abgibt, sieht dabei nicht unbedingt vorteilhaft aus.
Das kann man laut sagen.
lupenrein 29.08.2009
Die Festlegung auf Magna war keineswegs zu früh, auf jeden Fall aber richtig, weil damit eindeutig die Interessen Deutschlands/Europas vertreten wurden. In gleicher Weise haben die USA/GM ihre ureigensten Interessen vertreten. [...]
Die Festlegung auf Magna war keineswegs zu früh, auf jeden Fall aber richtig, weil damit eindeutig die Interessen Deutschlands/Europas vertreten wurden. In gleicher Weise haben die USA/GM ihre ureigensten Interessen vertreten. GB war beleidigt, weil Deutschland nicht auch für Vauxhall gerade stehen wollte ( sprich zahlen wollte). Das einzige 'Entgegenkommen' der USA gegenüber Deutschland, besser gegenüber Frau Merkel, besteht wohl darin, dass man die Karten erst nach den BT-Wahlen auf den Tisch legen wird. Man will ja den Wahlsieg von Frau Merkel nicht unnötig gefährden.
kleinrentner 29.08.2009
was sind das denn für Verhandlungen gewesen. Durch die frühe Festlegung, man wollte/musste ja unbedingt vor der Wahl die Lorbeeren einsammeln, hat man sich die Chancen auf vernünftige Preise respektive Staatsbelastung selber [...]
Zitat von sysopDas Tauziehen um die Zukunft des Autoherstellers Opel dauert an. Das Bild, das die Bundesregierung abgibt, sieht dabei nicht unbedingt vorteilhaft aus. Hat sie sich bei den Verhandlungen zu früh auf den Zulieferer Magna festgelegt?
was sind das denn für Verhandlungen gewesen. Durch die frühe Festlegung, man wollte/musste ja unbedingt vor der Wahl die Lorbeeren einsammeln, hat man sich die Chancen auf vernünftige Preise respektive Staatsbelastung selber verbaut/versaut. Jetzt muss man mit Magna nehmen was man kriegt. Ist ja wenig bzw. teuer genug, und hier ausführlich abgehandelt worden. Beamte und Politclowns haben im Tagesgeschäft nichts zu suchen.
Tsyngtaoone 29.08.2009
Die frühzeitige einseitige Präferenz der deutschen Politik auf das Magna Konsortium war aus meiner Sicht vollkommen unnötig und bei nachhaltiger Betrachtung falsch, da es der deutschen Politik die Flexibilität bzw. weitere [...]
Die frühzeitige einseitige Präferenz der deutschen Politik auf das Magna Konsortium war aus meiner Sicht vollkommen unnötig und bei nachhaltiger Betrachtung falsch, da es der deutschen Politik die Flexibilität bzw. weitere Optionen auf eine betriebswirtschaftlich sinnvolle Lösung unnötiger Weise weitgehend genommen hat. GM ist Dank der massiven finanziellen Intervention der US Regierung schnell und erstarkt aus der Insolvenz herausgekommen und wird nunmehr der Deutschen Regierung / Opel ihren Wunschkandidaten RHJI aufzwingen.
diaphoros 29.08.2009
.....haben sich da beide Parteien der Großen Koalition, die glaubten bei diesem Thema im Wahlkampf punkten zu können. Schwaches Bild sogar von Merkel und noch mehr von Steinmeier, der glaubte bei Opel den Löwen spielen zu müssen, [...]
.....haben sich da beide Parteien der Großen Koalition, die glaubten bei diesem Thema im Wahlkampf punkten zu können. Schwaches Bild sogar von Merkel und noch mehr von Steinmeier, der glaubte bei Opel den Löwen spielen zu müssen, obwohl ihm das am allerwenigsten liegt. Dabei hat das alles nur etwas mit natürlicher Intelligenz zu tun und die hatte wenigstens in diesm Fall der Herr zu Guttenberg. Frei nach Schiller: "Nacht muß es sein, wenn Friedlands Sterne strahlen"
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