Von Timo Kotowski und Marc Pitzke

Hans Demant: Eigengewächs des Unternehmens
Auf dem Chefsessel bei Opel sitzt Hans Demant. Er ist von GM als Geschäftsführer des Autoherstellers eingesetzt, sitzt aber auch im Präsidium von GM Europe und verantwortet alle europäischen Entwicklungsaktivitäten. Daran zeigt sich, dass Demant mehr führender Entwickler ist als Konzernlenker.
Der Geschäftsführer ist ein Eigengewächs des Unternehmens. Nach seinem Maschinenbaustudium begann er 1972 als Entwicklungsingenieur bei Opel. Bis heute sitzt er in Rüsselsheim - das Stammwerk verließ er nur vorübergehend für ein weiteres Studium und für eine einjährige Management-Fortbildung in den USA.
Zur Opel-Zukunft ist von Demant kaum etwas zu vernehmen - auch weil GM die weichenstellenden Entscheidungen ohnehin in Detroit und nicht in Rüsselsheim treffen würde. Allerdings sprach sich Demant in einem seiner raren Pressegespräche zur Opel-Zukunft klar dagegen aus, das Unternehmen in die Pleite rutschen zu lassen. "Insolvenz ist für uns keine Alternative", sagte er der "Wirtschaftswoche" im März.
Das Unternehmen führe keine Insolvenzgespräche und wolle auch keine führen: "Wir sind zuversichtlich, dass wir mit der Politik andere Lösungen finden, die die Zukunft von Opel sichern", sagte Demant . Gleichzeitig stellte er den Beschäftigten aber auch "schmerzhafte Maßnahmen" in Aussicht, etwa Personalabbau oder die Auflösung von Organisationen. Werksschließungen wolle er aber nach Möglichkeit verhindern.
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