Genf - Die internationalen Fluggesellschaften haben im ersten Halbjahr Verluste von insgesamt sechs Milliarden Dollar verbucht. Dies geht aus einer Umfrage des Internationalen Luftfahrtverbandes IATA unter 50 Airlines hervor, die am Dienstag veröffentlicht worden ist.
Immerhin verlangsamte sich die Talfahrt der Branche: Im zweiten Quartal habe sich das Minus auf rund zwei Milliarden Dollar belaufen nach vier Milliarden Dollar zu Jahresanfang. Die Auslastung der Passagiermaschinen habe sich im Juli stabilisiert, hieß es. Damit sei zum ersten Mal seit einem Jahr eine Trendwende erreicht.
Dennoch gebe es weiter Überkapazitäten, die abgebaut werden müssten. Auch im Frachtverkehr liege das Angebot weiter über der Nachfrage. Wie der Branchenverband erklärte, wird die Branche zudem ungeachtet der wirtschaftlichen Erholung derzeit von höheren Kerosinpreisen geplagt.
Die International Air Transport Association (IATA) rechnet nach früheren Angaben damit, dass die Branche im Gesamtjahr Verluste von insgesamt neun Milliarden Dollar anhäufen wird. Im vergangenen Jahr belief sich das Minus wegen der hohen Ölpreise und der Finanzkrise auf 8,5 Milliarden Dollar.
ssu/AP/Reuters
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