Detroit/Frankfurt am Main - Die Bundesregierung gibt sich zuversichtlich, dass der seit Monaten andauernde Poker um die Zukunft von Opel bald beendet ist: Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg rechnet mit einer Stellungnahme von Mutterkonzern General Motors (GM)
noch im September. "Ich glaube, dass sich GM noch vor der Bundestagswahl äußern wird", sagte der CSU-Politiker bei einer Veranstaltung des Verlags Gruner+Jahr in Hamburg. Ob dies dann schon die Entscheidung für einen der Bieter oder einen Verbleib bei GM sein werde, sei aber offen. Der Konzern habe in der Vergangenheit gezeigt, "dass er für die eine oder andere Überraschung" gut sei, so Guttenberg.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hofft, dass die Verhandlungen noch vor der Wahl am 27. September abgeschlossen werden. Bei General Motors seien die Aufsichtsgremien neu besetzt worden, und diese hätten nun Fragen, sagte Merkel dem Bayerischen Rundfunk. "Diese Fragen werden jetzt geklärt", so die CDU-Politikerin. Dann werde man auch zueinander kommen. "Ich hoffe, dass das noch vor der Wahl sein wird", sagte Merkel.
RHJ bessert nach
Um Opel buhlen der Autozulieferer Magna und der Finanzinvestor RHJ. General Motors hat das von der Bundesregierung favorisierte Magna-Konzept bislang abgelehnt. Zuletzt war bekannt geworden, dass der US-Konzern Opel eventuell gar nicht mehr verkaufen will. Guttenberg sagte: Auch wenn die Entscheidung von GM nicht wie gewünscht ausfalle, "dann wird die Verhandlung so geführt, dass wir letztendlich daraus ein Ergebnis hinbekommen, das uns passt".
Nach Informationen der "Rheinischen Post" hat RHJ seit Angebot für Opel nachgebessert. Der Interessent wolle bei einer Übernahme nur noch 3,2 Milliarden Euro Staatsgarantien in Anspruch nehmen, heißt es. Bislang hatte RHJ Staatsgarantien über 3,8 Milliarden Euro eingeplant. Außerdem bietet der Finanzinvestor dem Bericht zufolge an, statt der bisherigen 275 Millionen Euro nun 300 Millionen Euro eigenes Geld einzubringen. Das soll aus einem Schreiben des RHJ-Managements an General Motors hervorgehen, das der "Rheinischen Post" vorliegt.
Bester Monat des Jahres für GM
Der US-Autobauer hat neben dem Poker um Opel noch ganz andere Sorgen: Im August musste GM erneut einen kräftigen Absatzrückgang hinnehmen - zumindest im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich August 2008 sei die Zahl der verkauften Fahrzeuge um 20,2 Prozent auf 246.479 gesunken, teilte das Unternehmen am Dienstag in Detroit mit. Allerdings sei der August trotzdem der beste Monat des Jahres gewesen. Im Vergleich zum Juli sei der Absatz um gut 57.000 Fahrzeuge gewachsen. Dazu habe auch die staatliche Abwrackprämie in den USA beigetragen, die inzwischen allerdings ausgelaufen ist. Im Pkw-Geschäft musste GM einen Rückgang um 4,6 Prozent auf 124.441 Fahrzeuge verkraften.
Hut/dpa/Reuters/AP
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gottseidank- ich hatte schon angst,die wollen auch ein paar mrd bezahlen. mehr...
Zuviel Überkapazität, zuviel Staatsintervention. Niemand will Opel, niemand braucht Opel. Trotz Steuergelder wird Opel Pleite gehen ob die Politiker (und Bürger) und Gewerkschaften das mögen oder nicht. Die Wahl ist vorbei, es [...] mehr...
Anders ausgedrückt, sie weigern sich den Arbeitsplatzerhalt von GM und Magna in Rechnung stellen zu lassen. mehr...
... denn sowohl Großbritannien als auch Spanien haben sich jetzt gegen den deutschen Rettungsplan ausgesprochen. Der Zirkus geht jetzt erst richtig los, wenn die Bundesregierung - sprich Merkel - versucht, ihre Vorstellungen und [...] mehr...
Die Politiker sind dafür das die Manager für ihre Fehler mit eigenem Geld haften. Vielleicht sollten die jetzigen Politiker mit eigenem Geld haften wenn Opel die 4,5 Milliarden versenkt hat und anschließend Pleite ist.Manches geht [...] mehr...
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